ADHS

Tabletten und andere Therapien

Es ist erschreckend, wie einfach es ist an Betäubungsmittel und wie schwer es ist an normale Therapien zu kommen.

Unser Sohn hat diagnostiziertes ADHS und bekommt Medikamente. Die Diskussion über den Sinn möchte ich auf einen anderen Artikel verschieben, nur soviel – es ermöglicht ihm an einem normalen Sozialleben teilzunehmen ohne allzu sehr anzuecken und damit noch mehr zum Außenseiter zu werden.

Allerdings sind wir und die behandelnden Ärzte auch der Meinung, daß Medikamente – hier Methylpheni TAD nie die einzige Therapie bleiben sollte, sondern andere Therapien ergänzen bzw. erst ermöglichen soll.

Nun haben wir folgendes Problem:

  • die Fachklinik, die uns bereut kann uns nur einmal im Jahr zur Kontrolle sehen. Dies reicht auch völlig aus, denn die Therapien sind langfristig aus- und angelegt.
  • Unser Kinderarzt kann nun aber kein Ergotherapie- oder Logotherapie-Rezept mehr ausstellen, da wir bereits seit fast einem Jahr in Behandlung sind. Es ist dabei unerheblich, ob die Therapien abgeschlossen sind oder gut anschlagen. Sein Kontingent ist einfach erschöpft und er möchte weitere Therapien verständlicherweise nicht aus seiner eigenen Tasche bezahlen. Dies ist leider kein Scherz, sondern bereits so geschehen.

Was aber komisch ist: das Kontingent für die Betäubungsmittel ist fast unerschöpflich und wir könnten in der Apotheke noch mind. 3 x soviel bekommen, wie wir jetzt benötigen. Nur zu Info, die höchste Abgabemenge im Monat sind sagenhafte 200 Tabletten! Das wären 6 Tabletten pro Tag! Dabei ist MethylpheniTAD ein Mittel, welches unter das Betäubungsmittelgesetz fällt und somit zu den Drogen zählt.

Als Eltern fragt man sich schon manchmal, was das soll, wird hier nur die Pharmaindustrie unterstützt, ohnen den Kindern selbst zu helfen? Denn seien wir ehrlich, von den Medikamenten profitiert die Umwelt eines ADHS-Kindes mindestens genauso viel wie der Patient selbst – Während die anderen Therapien nur für das Kind selbst gut sind und für die Umwelt eher lästig erscheinen.

Ich möchte meinem Kind helfen, deshalb nehmt mir nicht alle Möglichkeiten hierzu!

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