August 26 2016

Vergeltung im Münzhaus von Petra Schier

Inhalt:

Köln im Jahre 1408. Im Haus des Münzwechslers wird ein Ermordeter erfunden. Der Knecht klagt sofort die Tochter Clara des Toten an, die vor Jahren vor ihm nach Köln geflohen war und nun wieder vom Vater gefunden wurde. Doch war sie es wirklich? Gründe dazu hätte sie jede Menge gehabt.

Zum Glück hat sie eine gute Freundin Griet, die mehr Verständnis für ihre Situation hat, als Clara ahnt. Dass sie dabei mit dem Hauptmann der Stadtwache eng zusammenarbeiten muss und dieser der einzige Mann ist, der ihr gefährlich werden kann…..

Meine Meinung

Wie man aus meiner kurzen Inhaltsbeschreibung sehen kann, handelt es sich bei dem Buch nicht um einen klassischen Krimi, sondern eine Liebesgeschichte spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Daher fällt es mir auch sehr schwer, dieses Buch als 6. und abschließenden Teil einer Reihe zu sehen. Viel mehr handelt es sich um einen eigenen Band, bei dem zwar die liebgewonnenen Protagonisten der Serie eine Rolle spielen, aber eindeutig die Priorität auf eine der vorherigen „Nebenfiguren“ liegt. Wobei Griet selbst nie eine reine Nebenfigur war. Die Figuren sind klar gezeichnet und haben alle ein klares Profil. Die Geschichten und die Hintergründe werden alle nochmals kurz angesprochen, so dass keine großen Wissenslücken entstehen.

Fans der Adelina Reihe selbst könnten allerdings eventuell enttäuscht sein, denn das Buch erfüllt nicht die klassischen Erwartungen, die man bei dieser Reihe hat. Adelina steht nicht im Vordergrund, genauso wenig wie der Mordfall an sich. Gerade die kriminalistische Handlung war ja immer ein ausschlaggebendes Element, welches in diesem Band eher in den Hintergrund rückt. Das Buch ist spannend, keine Frage und der Kriminalfall gehört zu dieser Geschichte dazu, aber überwiegt die Liebesgeschichte doch mehr, als von dieser Reihe gewohnt. Mir hat es jedoch gefallen, aber ich selbst empfinde das Buch wie gesagt, eher als eigenständig und auch ein wichtiges Element, denn wer die Reihe kennt, hat sich immer ein gutes Schicksal für Griet gewünscht, die ja als Kind schrecklich missbraucht wurde.

Dabei ist die Liebesgeschichte alles andere als kitschig, sondern wirft ein Licht auf die oftmals dunklen Seiten der Geschichte. Wer die Serie nicht kennt, wird behutsam mit allem nötigen Wissen vertraut gemacht, daher eignet sich das Buch auch als Einstieg, selbst wenn man kein Buch von der Autorin vorher gelesen hat. Ich würde sogar so weit gehen, dass man dieses Buch auch lesen kann, um erst noch ein Petra Schier Fan zu werden. Denn dieses Buch vereint viele Elemente, die die Autorin ausmachen: leichte, angenehme Schreibweise, spannende Handlungsstränge, romantische Liebe und nie ein verklärter Blick auf die Geschichte. Denn die Verhältnisse damals waren nicht immer nur schön und von Burgfräulein und tapferen Rittern geprägt. Es gab Verbrechen und menschliche Grausamkeiten. Dies alles zusammen in einem unterhaltsamen Roman unterzubringen, der sich leicht und locker lesen lässt und den man nur ungern aus der Hand legt – das ist große Erzählkunst.

Und noch etwas macht die Autorin aus – auch wenn die Inhaltbeschreibung zuerst manchen Mann abschrecken mag – wenn sie aber mal mit Petra Schier angefangen haben – dann lesen sie auch gerne weiter. Mein Mann etwa liebt ihr Hörbücher, auch wenn dieses Buch leider wohl nicht als Hörbuch erscheinen wird, so hat er bereits einige von Petra Schier gehört und ist immer wieder begeistert.

Fazit

Griet muss sich in diesem Teil ihrer Vergangenheit stellen und erhält ein unmoralisches Angebot, des attraktiven Hauptmanns der Stadtwache, wobei sie niemals einen Mann in ihr Leben lassen wollte.
Genau diese Geschichte von Griet steht sehr im Vordergrund, und somit ist das Buch für mich eben ein eigenständiges Werk, auch wenn Adelina und ihre Familie darin natürlich vorkommen.
Da aber diesmal die Liebe und nicht der Krimi überwiegt finde ich, ist noch ein weiterer Punkt, es als eigenständig anzusehen. Dennoch hat mir das Buch extrem gut gefallen, da hier sehr gut gelungen ist, spannende Handlung in einen Liebesroman zu packen, der nicht zu kitschig ist und alles in leichter und gefühlvoller Sprache. Dabei wird immer sensibel auf die oft schrecklichen Schicksale von Frauen zu jener Zeit eingegangen und nicht die Augen vor den oftmals schrecklichen Zuständen verschlossen.

Ich selbst empfehle das Buch eindeutig weiter und würde es begrüßen, wenn es wirklich noch einen abschließenden Band geben würde. Vielleicht wenn Adelina und Neklas so alt geworden sind, dass die Apotheke und die Aufgaben als städtischen Medikus an jüngere und fähige Hände weiter gereicht wurden und wenn die Beiden sich auf das Altenteil zurückziehen. Würde auch die Serie selbst rund machen, denn man lernt Adelina kennen, als sie noch sehr jung ist und gerade die Apotheke übernimmt – und es wäre ein schönes Ende, wenn sie zum Schluss alt und grau die Apotheke übergibt.

 

August 22 2016

Rundreise Teil III

Basel

Nach Eguisheim ging es dann weiter nach Basel. Sehr schön und mehr zu sehen, als man vorab erwartet hat. Mir hat es gefallen, auch wenn es wirklich, wirklich teuer dort ist. Wir haben deshalb nicht dort gegessen, sondern auf dem Campingplatz selbst gekocht, denn auch wenn der Urlaub sonst recht günstig war, möchten wir das Geld nicht einfach so raushauen.

Basel haben wir zwei mal Besucht und die Fähren über den Rhein sind ein recht günstiges Vergnügen, welches wir uns auch gegönnt haben. Leider hatten wir keine Badesachen dabei, um auch im Rhein ein wenig schwimmen zu gehen. Das möchte ich echt noch mal machen. Reinhupfen und wo anders wieder raus gehen und sich dabei gemütlich treiben lassen. Ist bei unseren Flüssen hier absolut unmöglich. Viel zu gefährlich, da starke Strömung und Strudel.

Basel ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Zurück wollten wir am Bodensee den nächsten Stop einlegen. Nachdem in Frankreich und in Basel die Campingsaison anscheinend schon langsam zu Ende ging und es leicht Plätze gab, sind wir einfach losgefahren und waren entsetzt. An etwa 10 Campingplätzen haben wir gefragt und es war alles voll! Wirklich überlaufen. Dazu noch irrsinnig viel Verkehr und Stau. Abgelegen vom Bodensee etwa 10 km von Lindau entfernt haben wir auf einem riesigen Campingplatz so ziemlich den letzten Platz ergattert. Der Campingplatz ist super für Familien mit Kindern, da hier entsprechend viel geboten wurde. Uns war er zu wuselig und zu laut. Am nächsten Tag wollten wir noch einen Tag Wellnesscampen an der Zugspitze. Am Bodensee selbst haben wir nichts mehr unternommen.

Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Als wir am Campingplatz ankamen, waren es nur noch 13 °C und da hatten wir echt keine Lust, eine Nacht im Zelt zu verbringen. Hotelzimmer oder ein Schlaffass waren auch ausgebucht.

Da es nicht mehr allzuweit nach Hause war, sind wir den Heimweg angetreten. Auf dem Rückweg haben wir uns noch kurz geärgert, aber ein neues Hobby für uns entdeckt. Dazu aber das nächste Mal mehr.

August 20 2016

kleine extravagante Rundreise Teil II

Eguisheim

zuletzt war ich ja in Colmar bzw. unserem Ziel Eguisheim stehen geblieben. Da der Campingplatz in Colmar nicht die besten Bewertungen aufweist, haben wir nach einem Campingplatz in der Nähe gesucht. Aufgrund einer Bewertung, das Eguisheim so schön sein solle, haben wir beschlossen den dortigen Campingplatz zu nutzen.

Ich muss sagen, wir haben es nicht bereut. Die Fahrt dahin war eher nervig, da wir hinter einem Schwertransporter festhingen. Als wir in Eguisheim angekommen sind, fielen uns vor allem zu erst die vielen Weinberge auf. Auch in dem kleinen Städtchen reiht sich ein Winzer an den anderen. Der Campingplatz war schnell gefunden und wir haben einen schönen Platz bekommen.

Neugierig haben wir schnell Eguisheim besucht und waren echt beeindruckt. Eine alte kleine mittelalterliche Stadt, die in zwei Kreisen gebaut wurde. Alles mit kleinen und wunderschön hergerichteten Fachwerkhäusern. Zwar einiges an Tourismus, aber nicht so, dass man zertreten wird. Leider war es recht schwer etwas zu essen zu bekommen. Wir waren etwas später dran und die Gaststätten alle sehr gut besucht. Jedoch konnten wir noch einen schönen Platz ergattern und mein Mann hat einen echt leckeren original Flammkuchen genossen. Für mich als Allergiker gab es nur Pommes und Salat. Dafür haben wir uns gleich einen leckeren Wein gegönnt.

Zufällig war am Abend Weinprobe mit einem örtlichen Winzer. Es waren Vater und Sohn und der Vater hat alles auf Fanzösisch erzählt. Welche Weinsorten angebaut werden, wie diese Weine schmecken, wozu sie getrunken werden und noch vieles mehr, was ich nicht mehr verstanden habe. Wenn ich wisst, dass ich in meiner Schulzeit nie von einer 5 in Französisch weggekommen bin und die Schule nun doch gut 20 Jahre her ist – war ich erstaunt, dass ich in etwa 10% verstanden habe. Der Sohn hat das vom Vater auf Englisch nochmal zusammen gefasst, dabei aber einiges weggelassen. Dennoch habe ich erstaunlich viel lernen können und muss sagen – kauft elsässische Weine. Die meisten sind alles andere als trocken, sondern eher süßlich. Vor allem der Gewürztraminer kann richtig süß werden, nur wenn man ihn trocken ausgebaut kauft, ist die Säure ausgewogen. Das war z.B. etwas was wir gelernt haben und auch kosten durften.

Klar, dass Weine als Mitbringsel eingekauft wurden. Am nächsten Tag haben wir eine kleine Wanderung durch die Weinberge gemacht und sind dabei dem Weinlehrpfad gefolgt. Hier konnten wir nochmal nachlesen, was wir am Vortag vielleicht nicht so ganz verstanden hatten, obwohl die Infos am Abend schon ausführlicher waren. Man merkt, dass diese beiden Männer mit voller Leidenschaft ihren Beruf nachgehen und das schmeckt man auch an den Weinen.

Am nächsten Tag ging es nach Basel. Auch so eine Stadt, bei der wir uns zuerst gefragt haben – was gibt es da zu sehen.

Und Colmar? Haben wir ausgelassen. Wir waren mit Eguisheim so beschäftigt, da es dort viel zu sehen und erleben gab. So sind dort auch viele Störche beheimatet. Erst habe ich es für einen Witz gehalten, als ein paar Fütterungsinfos zu den Störchen am Campingplatz hing. Wie etwa, dass sie nur Fleisch und Fisch fressen und kein Obst etc.

Doch als dann in aller Seelenruhe ein Storch auf dem Campingplatz eine Inspektionsrunde gedreht hat und sich von Menschen nicht beeindrucken lies – das war doch ein Erlebnis. Hier sind Störche ja sehr selten und ich war erstaunt, wie groß das Vieh ist.

Demnächst schreibe ich dann über die letzen drei Tage und welches neue Hobby wir entdeckt haben. 

 

August 18 2016

kleine extravagante Rundreise I

Strassburg

Dieses Jahr ist es komisch, alle wollen in den Süden und entsprechend voll sind die Autobahnen. Uns hingegen hat es in den Westen gezogen. Zu Städten, bei denen wir uns im Vorfeld gefragt haben: „Was gibt es da zu sehen?“

Angefangen haben wir in Ulm. Eine wirklich sehenswerte Stadt, bei der uns vor allem das Fischerviertel und vor allem das Münster sehr gut gefallen haben. Vor allem geht in das Münster rein, denn innen waren große Handwerker und Künstler am Werk. Selten so eine tolle Kirche innen gesehen. Abends haben wir im Fischerviertel bei der „Forelle“ gespeist, leckere Hausmannskost zu guten Preisen in einem gemütlichen Flair.

Nach einem Tag ging es weiter nach Straßburg. Der ursprünglich ausgesuchte Campingplatz in Straßburg war leider ausgebucht, so sind wir in Kehl gelandet. Ein sehr gepflegter Platz, wenn auch etwas altmodisch in der Ausstattung und in den Ansichten. Dennoch konnten wir einen schönen kurzen Aufenthalt genießen und es ging ein Bus direkt von Kehl nach Straßburg, für 6,80€ für 2 Personen. War gut ausgegeben, denn mit dem Auto hätten wir sicher keinen Spaß bei den vielen Baustellen gehabt und auch keinen guten Parkplatz für weniger Geld gefunden. Straßburg ist schön, aber viele, viele Touristen. Leider echt überlaufen und vor allem wirklich der Altstadtkern beeindruckend. Vor allem hat uns die Kathedrale von außen staunen lassen. Man steht davor und sagt nur Boah. Auf dem Bild seht ihr noch ein wunderschönes Haus daneben. Die Kathedrale in Strassburg ist auf jeden Fall sehenswert, auch von innen, jedoch nicht so künstlerisch hochwertig wie in Ulm. Dennoch – Strassburg ist eine Reise wert, nur sehen das viele andere Leute auch so und so war unser Aufenthalt relativ kurz, da es für uns zu Tourimäßig war. Auch die Preise sind dort beeindruckend, so dass wir lieber woanders zu Abend gegessen haben. Das Wetter war wunderschön, so dass wir dann in Kehl gemütlich am Rhein spazieren gegangen sind.

Bis zu diesen Tagen hatten wir auch total Glück mit dem Wetter. Während unser heimgebliebener Sohn von Regen berichtet hat, haben wir das trockene und teils sonnige Wetter genossen.

Am nächsten Tag sollte es weiter gehen zu dem Campingplatz Trois Chateaux etwas unterhalb von Colmar in Frankreich gelegen. Uns interessierte Colmar schon, aber wir haben auch gehört, dass Eguisheim, wo der Campingplatz liegt, sehenswert sein soll. Darüber werde ich dann das nächste Mal berichten.

August 5 2016

Urlaub – Pause und Regen

Hunde am Inn

Heute schüttet es wie aus Eimern. Leider musste ich dennoch raus, um meinen Sohn nach München zum Bus zu bringen. Ich kann sagen, Autobahnfahrt im Nebel mit Starkregen ist kein Vergnügen.

Dennoch sind wir Wohlbehalten wieder angekommen, also ich, denn er ist ja im Bus nun auf den Weg nach England.

Ich habe ab heute auch Urlaub und aufgrund des Wetters kommt keine wirkliche Urlaubsstimmung auf. Ich bin gespannt, wie sich das Wetter die nächsten Tage entwickelt, denn eigentlich war geplant, dass wir mit dem Zelt unterwegs sein werden. Aber bei Regen macht das keinen Spaß und wir werden uns Ausweichmöglichkeiten dann überlegen müssen.

Vorteil – es wird ein sehr spontaner Urlaub werden, bei dem wir heute nicht wissen, wohin und was. Eine ganz neue Erfahrung und wahrscheinlich keine schlechte, sich einfach mal treiben zu lassen und nichts voraus zu planen.

Daher wird es nun auch in den nächsten Wochen hier sehr ruhig werden. Ich wünsche Euch schönen Urlaub und uns allen trockenes Wetter!