Juli 25 2016

Banalitäten

Relaxen im Garten

Für Blogger ist es in der jetzigen Zeit schwer. Über was kann und darf ich schreiben? Ist es in Ordnung, wenn ich einfach weiter, wie bisher über die kleinen Dinge des Alltags schreibe, oder muss ich nun mit in die kollektive Schreckensstarre verfallen? Darf ich mich über das Wetter ärgern, welches uns einfach keine stabile Hochwetterlage bescheren möchte. Darf ich mich auf meinen Urlaub freuen, oder soll ich besser die Panik mitmachen, da wir diverse Städte besuchen möchten.

Soll ich Angst vor Terroranschläge haben?

Oder müsste ich dann nicht auch konsequenterweise Angst vor anderen Autofahrern haben (kennt ihr die Anzahl der Verkehrstoten?)? Muss ich jetzt auch Angst vor Krankheiten haben? Darf ich noch im Supermarkt normal einkaufen, oder nur noch mein Gemüse selbst ziehen und kein Fleisch mehr essen, da ich ja unter eventuellen Umständen auch davon krank werden kann? Denkt nur an Salmonellen oder Listerinen oder oder oder.

Nein, ich lasse mich nicht verrückt machen und ich lasse mir auch nicht von anderen vorschreiben, wie ich zu leben habe. Nein ich will nicht in Angst leben und werde es auch nicht. Wie soll das denn auch bitte gehen. Wenn ich in München noch arbeiten würde, hätte ich auch nicht wegen Angst heute zu Hause bleiben können und selbst wenn ich nun nicht mehr dort arbeite, würde sich mein Arbeitgeber kaputt lachen, wenn ich sage „Sorry, ich habe Angst vor dem Straßenverkehr, kann heute nicht kommen“. Klar doch. 

Ich finde die kollektive Panik und die ganze Betroffenheit falsch. Versteht mich bitte richtig, es ist schrecklich, was da vorgefallen ist und es sollte auch wirklich nicht so sein. Doch wenn es Massenkarambolagen auf den Autobahnen gibt, dann fahren wir morgen doch trotzdem mit unserem Auto genau dort auch ganz normal vorbei, ohne gleich vor Betroffenheit zu erstarren. Und woanders sterben auch Menschen – auch durch Terror, nur halt in Ländern die ganz weit weg sind. Auch da jammert keiner. Und schlimmer, es sterben Menschen vor Hunger während hier oft gute Lebensmittel weggeworfen werden. Warum wird hier nicht gehandelt und lamentiert?

Ich werde weiterhin über Banalitäten schreiben, jetzt erst recht und wen es interessiert:

Mein kleiner Großer jüngster Sohn feiert heute seinen 15. Geburtstag. Es klingt so viel älter, als ich mich fühle. Trotz des Regens werden wir Joggen gehen und nur kurz die Nachrichten anschauen, ob sich was anderes besonders in der Welt getan hat – ansonsten genießen wir banales Fernsehprogramm oder testen weiter, welches Spiel sich für 2 Personen im Urlaub eignet. Komisch, wenn man immer nur zu mehreren fährt und dann nur zu zweit unterwegs ist. Ich habe festgestellt Backgammon – ein tolles Spiel – eignet sich so rein gar nicht. Ich bin nicht fies genug für meinen Gegner . Brauchen etwas, bei dem sich das Blatt wenden kann 

Also, macht es gut und genießt das Leben – werde nun die Joggingschuhe schnüren und hoffen nicht allzu nass zu werden

 

Juli 22 2016

Nachrichten – Boykott

Nachrichten zu schauen war letzte Woche nicht besonders erfreulich. Anschlag hier, Putsch da und Messerattacken dort. Leichen, Hass, Neid und dann noch die Selbstherrlichkeit diverser Politiker und selbsternannte Experten. Zusätzlich noch im Angebot Gestörte, Wahnsinnige, Fatalisten und Leute, denen ein Leben nichts wert ist. Zusätzlich alles zusammen ein Schlachtfest für die Medien, die alles bis ins kleinste Detail dramatisieren und hochbauschen.

In welcher Welt leben wir eigentlich?

Mein Leben hingegen ist eigentlich ruhig und langweilig. Schön langweilig. Ich freue mich auf den nächsten Urlaub, denke darüber nach was es zum Essen heute Abend gibt und wann wir welchen Sport machen und ob es meiner Familie gut geht. Kurz – ich lebe in meiner kleinen Welt und kümmere mich um meine Dinge.

Warum kann das nicht jeder tun? Also in seinem Rahmen und Möglichkeiten. Warum fühlen sich Leute dazu aufgerufen mein Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten? – Hey das ist mein Leben! Klar finde ich es gut, wenn man die Welt ein wenig ändert, aber doch nicht mit Hass und Machtgier – das sind die falschen Wege. Ich selbst finde Änderungen in anderen Bereichen viel wichtiger, wie z. B. dass unsere Lebensmittel noch gesund sind und Wasser für alle da ist. Oder dass wir aufhören die Umwelt so zu verschmutzen. Das sind Dinge, die mich wirklich interessieren und hier sollte doch viel mehr Energie reinfließen. Stellt Euch mal vor, der IS würde darum mit ehrlichen Methoden kämpfen. Statt sich sinnlos die Köpfe einzuhauen wird auf das Meer gefahren, zu diesem riesigen Plastikteppich und es wird angefangen dieser abzutragen. Statt Waffen und Co werden Methoden entwickelt, wie wir diesen recyceln und statt Panzer werden saubere Energien produziert. Und hey – was meint ihr, wie gut sich auch damit Geld verdienen lässt. Mit Leuten, denen es gut geht und konsumieren können statt auf der Flucht zu sein!

Ich höre und schaue kaum noch Nachrichten. Einfach weil es mir auf das Gemüt schlägt. Ich will mich nicht dem ganzen Hass und dem ganzen Gehetze anschließen. Auch will ich die Medien, die so vieles aufbauschen und übertreiben und ausschlachten nicht weiter unterstützen.

Bitte etwas mehr Besonnenheit! Die Welt könnte ein so schöner Ort sein, wenn alle etwas mehr Respekt zeigen würden. Respekt gegenüber Anderen und der Umwelt. Das würde eigentlich schon reichen.

Respektiert doch einfach, dass nicht jeder den gleichen Glauben haben muss, es viele verschiedene Hautfarben gibt und noch mehr Haarfarben. Es ist doch egal ob jemand superschlau ist oder dafür superlieb. Ob dick oder dünn – das Wesen zählt doch!

Mein Jüngster hat einen ganz lieben Satz gesagt, als wir uns über wirklich übergewichtige Kinder unterhalten haben (ich bin der Meinung, dass hier die Eltern auch in der Pflicht sind die Kinder bei gesunden Ernährungsgewohnheiten zu unterstützen und finde Übergewicht bei Kindern ganz schlimm – kämpfe seit 30 Jahren gegen die Fehler meiner Mutter an meiner Figur an), aber nun zum Zitat:

Auch wenn x und y dick sind – beide sind ganz, ganz liebe und nette Menschen! Ich mag sie total gerne!

Das ist es was zählt und seid mir nicht böse – wenn ein 15-jähriger Teenager so etwas weiß, sollten wir Erwachsene das doch schon längst kapiert haben. Sorry, das musste jetzt mal raus und ja, manchmal muss ich mich auch an meine eigene Nase fassen, dass ich auch Leute, die ich nicht besonders mag, ihr Leben leben lasse, so wie sie es wollen. Dazu gehört auch, dass ich akzeptiere, dass andere sich von Hass und Neid beeinflussen lassen. Aber lasst mich damit bitte in Ruhe.

Juli 19 2016

Einfach bewegen

Ostseeurlaub

Erst regnet es zu viel und unsere Laufstrecke besteht aus Pfützen. Dann wird es wieder so heiß, dass Laufen keinen Spaß macht.

Wie mit diesem Wetter umgehen?

Nun – zum Glück sind wir nicht aus Zucker. Und so lange es nicht aus Eimern gießt, gehen wir natürlich laufen. Unsere Turnschuhe schauen entsprechend aus, aber da kann man ja bei schönem Wetter eine Reinigung durchführen.

Schlimmer finde ich das richtig schöne, strahlende Wetter. Hier macht mir das Laufen so rein gar keinen Spaß. Wir möchten auch nicht warten, bis es kühler wird, denn da komme ich nicht mehr hoch, daher weichen wir nun vermehrt auf das Fahrrad oder auf Badeseen aus. Hauptsache wir bewegen uns, und auch wenn es erheblich weniger ist, als Laufen bringen würde.

Dennoch lieber etwas Bewegung, als keine Bewegung, oder?

Wie geht Ihr mit dem Wetter um? Augen zu und durch?

Juli 17 2016

Vorbereitung ist alles

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Ich merke, wenn man als Allergiker irgendwo hin möchte, muss man sich vermehrt vorbereiten. Gestern waren wir in München unterwegs. Jede Menge Möglichkeiten, schnell einen Happen zu essen. Doch was, wenn man nicht genau weiß, was drin ist. Wir haben dann dankend verzichtet und zu Hause etwas gegessen.

Nun steht ja bei uns auch ein Urlaub an, bei dem wir uns nicht komplett selbst verpflegen möchten, sondern nur teilweise. Hier fange ich nun schon an, nach Restaurants zu suchen, die zumindest teilweise auf Allergien eingehen. Auch schauen wir, was wir zum Essen mitnehmen können, welche Möglichkeiten wir hier haben.

Auch interessiere ich mich für Sachen, die ich zu Hause vorbereiten kann. Noch steckt alles in den Kinderschuhen, doch gestern waren wir bei sage und schreibe 4 Restaurants, bevor ich etwas zum Essen bekommen habe. Die Allergie hat schon eine gewisse Rolle gespielt, aber leider auch das Desinteresse mancher Wirte.

Schade.

Ich werde mich nun auf die Suche nach Rezepten machen, die wir ggfs. vorbereitet mitnehmen können, denn fertige Gerichte ohne Sonnenblumen oder Guarkernmehl sind ja leider Mangelware, vor allem wenn sie noch schmecken sollen.

Juli 14 2016

Der Sommer neigt sich dem Ende zu

rote Rose

Sommer, welcher Sommer, das frage ich mich, wenn ich heute aus dem Fenster schaue. Es ist richtig frisch, um nicht zu sagen kalt, draußen. Und das nach einem Wochenende, an dem es richtig schön warm war.

Dennoch bleibt es bei der Tatsache, dass wir Mitte Juli haben. Eigentlich sollte es so richtig warm sein, sonnig und trocken, stattdessen hört man von Schneefall. Hallo SCHNEE.

Bei uns ist aktuell leichtes Hochwasser – Meldestufe 1. Also noch nichts dramatisches, und auch für die Jahreszeit nicht besonders ungewöhnlich, wenn man sich mal so die Hochwassermarken anschaut.

Dennoch hat jeder nach dem verregneten Juni gehofft, dass dann der Juli zumindest schön wird – jetzt setze ich jede Hoffnung auf den August. Vor allem, da wir ja einen Camping-Urlaub planen. Also zumindest wir Eltern. Den Kleinen wird es in Südengland nicht besonders jucken, wenn das Wetter vielleicht mal feucht wird, aber uns im Zelt? Der Große wird Pilgern gehen, Anfang September. Er hofft, dass es einen langen Sommer gibt, da der Jakobsweg in der Schweiz doch über einige Berge führt und er keinen Bedarf an Schnee hat.

Tja, so hoffen wir, dass der Sommer einfach nur Verspätung hat und der Regen jetzt bald aufhört. Immerhin möchten wir heute noch raus, zum Joggen.

 

Obwohl, da ist es ja wieder gut, wenn es nicht gar so heiß ist.

So hat das einen seinen Vorteil, genauso wie auch Nachteil. Trotzdem hoffe ich auf bald schöne Tage, an denen ich nicht mit der Strickjacke im Büro sitzen muss.