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Worte auf der Goldwaage

Manchmal läuft in der Erziehung nicht alles optimal ab und die Kinder kommen erst sehr viel später darauf, warum sie manches Verhalten an den Tag legen, was für andere Menschen nicht oder kaum nachvollziehbar ist.

Nun bin ich ja jemand, der normalerweise erst redet und dann denkt, bzw. mindestens so schnell redet wie er denkt und ich denke schnell. So kann es passieren, dass ich mich um Kopf und Kragen rede. Oft meine ich es gar nicht böse oder gemein, doch dann sitze ich schon bis zum Hals im Fettnäpfchen drin.

Ich bin in der Hinsicht auch sehr verunsichert und mache mir oft noch tagelang Gedanken, ob ich da nicht wieder zuviel geplappert habe. Oft ist es allerdings meinem Gegenüber gar nicht negativ vorgekommen und meine Entschuldigung macht dann oft noch alles viel schlimmer oder weist auf genau den Punkt hin, den der Andere gar nicht mitbekommen hat und der ist nun im Nachhinein beleidigt.

Mir ist mein Verhalten erst vor kurzem mal wieder so bewußt geworden. Auch habe ich den Grund dafür gefunden. Bei meiner Mutter musste ich alle Worte auf eine Goldwaage legen, da sie sehr sehr schnell beleidigt ist und war (heute ist es mir egal) und auch vieles reininterpretiert hat.  Daher kommt auch meine Verunsicherung.

Ich hingegen habe auch ein sehr dickes Fell und bekomme (glücklicherweise) vieles nicht mit, wenn jemand etwas andeuten möchte.

Jetzt hoffe ich mal, dass ich den Fehler deshalb auch bei meinen Kindern nicht wiederhole, denn die haben eher meine Eigenschaften geerbt. Der Große redet sich auch oft um Kopf und Kragen und der Kleine plappert durchgehend.

5 Kommentare

  • Mella

    Also ich habe lt Werbung Probleme mit WordPress

    Nee keine Ahnung, Google sucht sich vermeintlich passende Werbung zu meinem Text raus – funktioniert anscheinend nicht immer

  • Simon

    Also wenn keine böse Absicht hinter dem steckt was man zu jemandem sagt, muss man finde ich auch im Nachhinein kein schlechtes Gewissen deshalb haben, wobei man sich das ja oft nicht aussuchen kann und es trotzdem hat.
    Was du da von deiner Mutter erzählt hast finde ich sehr interessant. Ich glaube die wenigsten Menschen machen sich genau bewusst welche Angewohnheiten bzw. Verhaltensweisen sich durch die eigene Kindheit erklären lassen.
    Greetz aus Berlin

  • Mella

    Hi Simon,
    ja bei mir kommt das wohl auch daher, da mir mein Großer täglich den Spiegel vorhält – er ist jetzt im dem Alter.

    Der Kleine ist der Spiegel vom Papa 🙂

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