Kinder

Das schwierigste am Elternsein

Ich empfinde die Entscheidungen am schwierigisten. Gerade muss man immer wieder Entscheidungen treffen, die das ganze Leben der Kinder beeinflussen können.

Dies fängt in kleineren Bereichen an, bis hin zu welcher Schule das Kind gehen soll. Doch was ist, wenn die Entscheidung falsch ist. Ist dann bereits Schaden entstanden – eventuell einer der nicht wieder gut zu machen ist?

Leider muss man auch immer Entscheidungen treffen, in Bereichen, von denen man als Elternteil viel zu wenig Ahnung hat. Da fängt man an, sich darüber zu informieren, liest, redet und fragt nach.

Doch oft verunsichern die dann bekommenen Informationen noch mehr und man findet einfach keinen Idealweg.

Wir stehen beim Kleinen gerade vor solch einer Entscheidung und müssen im Moment auch versuchen zu korrigieren, was zu korrigieren ist. Leider war eine Entscheidung von uns falsch, was aber leider vorher nicht absehbar war. So haben wir in den letzten 3 Jahren neue Facetten eines Lebensbereiches kennen gelernt, auf die wir gerne verzichtet hätten.

Doch was nun tun?

Die Entscheidung fällt sehr schwer und leider ist es noch schwerer einen wirklich brauchbaren Ratschlag zu bekommen. Wenn wir Pech haben, kommen wir vom Regen in die Traufe ohne Weg zurück, wenn wir Glück haben, dann wendet sich alles zum Guten.

Hier ist Schwarz, Weiß und alle Grauabstufungen dazwischen möglich. Auch gäbe es noch die Möglichkeit des Aussitzens. Auch hier ist alles möglich, doch schätzen wir die Chancen dabei etwas schlechter ein.

Natürlich gibt es immer noch „Möglichkeiten“ danach. Doch unsere Erfahrungen haben gezeigt, das der Weg danach wieder zurück oder der Umweg hinauf zum Ziel nicht nur erheblich schwerer ist, sondern auch ein großes Maß an Disziplin, Glück und vor allem dem Wollen nötig ist.  So ist dieser 2.Weg meines Erachtens nicht als „normal“ gehbar zu nehmen, sondern er benötigt ein einschneidendes Ereignis, welches sozusagen den Schalter umlegt. Das dieses Ereignis eintritt – das kann Niemand voraussagen oder gar voraussetzen.

Leider kann ich im Moment nur so kryptisch darüber schreiben, doch so lange noch nichts in „trockenen Tüchern“ ist, möchte ich mich nicht genauer darüber auslassen.

Doch andererseits beschäftigen mich diese Gedanken so sehr, dass mein Hirn für andere Dinge wie leergefegt ist und ich mich auch mal freue, diese Gedanken mal loszuwerden. Denn wenn ich sie einmal (mit-)geteilt habe, kann ich mich wieder auf die nächsten Schritte und dem weiteren Leben widmen.

3 Kommentare

  • Alex

    Und gerade die „Tipps“ von Leuten die keine Kinder haben, helfen einem überhaupt nicht. Wenn man nicht selber damit beschäftigt ist, kann man oft die Ausmaße die solche „kleinen“ Entscheidungen wie Kindergarten, Schule, Hort (oder lieber nicht?) gar nicht nachvollziehen. Ich hab das auch oft, dass eine anstehende Entscheidung mich so beschäftigt, dass ich mehrmals täglich daran denken (und darüber nachdenken) muss. Bin dann oft total „blockiert“. Ein Umzug allein ist ja organisatorisch mit Kindern und Berufstätig schon eine Katastrophe. Ich hoffe du triffst die Entscheidung mit den „geringsten“ Nebenwirkungen, auch wenn du wirklich sehr kryptisch schreibst 🙂

  • Freundin A.

    Es ist aber auch wirklich schwer als Außenstehender – egal ob mit oder ohne Kinder (!) – da hilfreiche Tipps geben zu können. So ist doch jede Familie unterschiedlich. Was bei der einen Familie super passt kann bei der anderen zu erheblichen Problemen führen.
    Doch ist man als Außenstehender ja auch Freundin/Freund der Familie und möchte den Freunden ja helfen, vielleicht Denkanstöße geben.
    Doch sicher: die Entscheidung muss die Familie selber treffen.

    Liebe Familien, nehmt die Ratschläge/Tipps von Außenstehenden eher als Denkanstöße und nicht als „Vorschrift“. Umgekehrt ist es ja genau so. Familienlösungen können bei Paaren ohne Kinder arg anecken

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