Die Bastardtochter von Petra Schier

Lange ersehnt wurde der dritte Teil dieser Trilogie, von der ich glaube, dass auch mit dem dritten Buch kein Ende zu finden ist.  Denn im Gegensatz zu den klassischen Trilogien, bei denen die hauptsächlich handelnden Personen immer gleich bleiben, liegt hier der Fokus immer auf anderen Personen.

So ist es auch möglich die Bastardtochter als eigenständiges Buch zu lesen, ohne dass das Lesevergnügen geschmälert wird. Jedoch gibt es für den Fan der Reihe genügend Andeutungen, die Lust darauf machen, dass man die anderen beiden Teile nochmals liest.

Klappentext

Koblenz 1362. Die schöne Ennelyn lebt mit einem Makel: sie ist unehelich geboren. Zwar hat Graf von Manten sie als Tochter anerkannt, die gesellschaftliche Akzeptanz jedoch bleibt ihr verwehrt. Als Ritter Guntram von Eggern um ihre Hand anhält, zögert sie deshalb nicht lange.

Schon bald stellt sich heraus: Sie hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Nach außen ganz liebevoller Gatte, verbirgt Guntram geschickt seine dunklen Seiten. Nur Ennelyn weiß um seine Brutalität und Machtgier. Und um seinen großen Plan, der sie alle ins Unglück stürzen kann….

Meinung

Bei der Bastardtochter spielen nun die jungen Geschwister oder die Kinder der Hauptfiguren der anderen Bände die Hauptrolle. Es sind Ennelyn und Anton, die nun Anfang 20 sind und ihren Weg gehen müssen. Anton hat seine Lehre als Kaufmann erfolgreich abgeschlossen und kehrt nun nach Koblenz zurück. Ennelyn ist eine junge Frau geworden, die nun bereit ist zu heiraten. Wenn ihr nun glaubt – klar Ennelyn heiratet Anton – Pfffff. Nee, Anton ist bereits verheiratet. 

Mehr verrate ich aber nicht, auch wenn es sich bei dem Buch eindeutig um einen Liebesroman geht. Es gibt sogar zwei Liebespaare, die zusammenkommen. Natürlich erst nach Irrungen und Wirrungen und nach fiesen Intrigen. Etwas anderes erwartet man ja bei historischen Romanen und speziell bei Liebesromanen auch nicht wirklich. Interessant ist wieder die lebendig erzählte Geschichte. Wie war das damals? Abgerundet mit einem Rezept im hinteren Teil des Buches fühlt man sich recht schnell ins Mittelalter versetzt, wo andere Regeln herrschten und Waren nicht so leicht beim Aldi um die Ecke besorgt werden konnten, sondern oft wochen- und monatelang unterwegs waren.

Warum ich aber anfänglich behauptet habe, dass es nicht bei einer Trilogie bleiben könnte? Auch hier kommen wieder interessante Personen in die Geschichte hinzu, von denen man schon wissen möchte, wie es weiter geht. Was passiert mit Palmiro? Kommt das Kreuz des Zachäus wieder zu den Familien zurück? Bewahrheitet sich der Traum von Luzia? Fragen über Fragen, bei denen sicher viele Leser hoffen, dass diese von der Autorin noch beantwortet werden.

Ich gebe eine ganz klare Kaufempfehlung und wem das Buch gefallen hat und die anderen beiden Teile noch nicht kennt – sie sind genauso gut!

Viel Spaß beim Lesen!

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