Gedanken

Corona: 10 positive Änderungen

Die momentane Zeit schränkt uns schon sehr ein, und egal wo man hinhört oder hinschaut, sieht man nur negative Auswirkungen von Coronaund Gaststätten geschlossen, Urlaub unsicher bis nicht möglich, Homeschooling und Angst vor Ansteckung. Maskenpflicht und Abstand, sowie Einschränkung Leute wie gewünscht zu treffen, keine Feste.

Aber Corona bewirkt auch gutes, oder ich hoffe, dass daraus Gutes entstehen kann. Hier 10 Dinge:

1. Homeoffice

Es ist erstaunlich, dass Homeoffice plötzlich möglich ist. Die technischen Hürden wurden größtenteils übersprungen, die Chefs stellen fest, dass von zu Hause aus genauso gut gearbeitet werden kann. Zugleich sehen wir die Grenzen des Netzausbaus und ich gehe davon aus, dass sich hier einiges noch tun wird.

2. neue Geschäftsideen

Zoom ist ein Player, der vorher nicht im Fokus der meisten Leute war. Heute kennen viele den Video-Telefonie-Konferenz- Anbieter. Gerne von verschiedenen Firmen genutzt und auch von der Hochschule. Hat sich schnell stark etabliert und zeigt was er kann.

Aber auch lokal haben einige Anbieter tolle Ideen entwickelt um zu überleben. Die eine geht Richtung Service – mit Lieferservice, etc. andere bieten Essen zum Mitnehmen, aber nicht nur zum sofortigen Verzehr, nein auch im Kühlschrank lagerbar, da Vakuumiert. Steckerlfisch-Drive-Inn Volksfest zum Drive-Through etc, Einige neue kreative Ideen sind entstanden und einige neue Firmen konnten sich im Markt etablieren.

3. mehr Bewegung an der frischen Luft.

Da wir egal ob vor oder in Corona meist die gleiche Joggingstrecke nutzen, ist es uns schon sehr aufgefallen – Ich sehe viel mehr Leute, die sich an der frischen Luft bewegen. Sei es mit dem Fahrrad, Joggen, oder auch nur beim spazieren gehen. So viele Leute waren noch nie so unterwegs.

Letzte Woche, seitdem die Spielplätze hier wieder geöffnet sind, haben wir auch viel mehr Kinder entdeckt, die zusammen etwas unternehmen. Wir haben bestimmt 6 „Kindergangs“ entdeckt, die mit dem Fahrrad zusammen unterwegs waren und Spiele gespielt haben. Dies haben wir über Jahre zuvor nicht mehr gesehen.

4. Zusammenhalt in Familie, Freunden und Gesellschaft

Es ist wie immer, erst wenn man etwas nicht mehr hat, vermisst man es umso mehr. Viele haben ihre Freunde und Verwandten vermisst und es ist tatsächlich so, dass Kontakt auch zu weniger engen Freunden gesucht wurde. Natürlich nur virtuell, aber doch Kontakt. Freundschaften die vorher nicht mehr so gepflegt wurden, auch aufgrund mangelnder Zeit, wurden nun wieder geweckt. Auch hat man, wenn man in Kurzarbeit war, auch wieder mal mit Kollegen telefoniert und dort auch mal anders gesprochen, als wie in der Kaffeeküche.

5. Renovieren, Garten, Heimwerken

Viele haben die Zeit genutzt, und haben einige Dinge in der Wohnung oder im Garten endlich auf Vordermann gebracht, die aufgrund des normalen Alltags oft liegen geblieben sind. Andere haben die Gelegenheit zum Ausmisten genutzt – wohl auch oft dingend mal nötig.

Andere hingegen haben was neues ausprobiert und sind zu Hause kreativ geworden und haben sich handwerklich betätigt.

6. neue Hobbies entdeckt.

womit wir auch beim nächsten positiven Grund sind. Einige haben neue Hobbies entdeckt indem sie was neues ausprobiert haben. Manche sind durch das Handwerken in der Wohnung darauf gekommen, andere hatten endlich mal Zeit z.B. die Nähmaschine wirklich zu nutzen. Nicht nur zum Nähen einer Corona-Maske, sondern sie sind dann gleich weiter zum Rock etc. gegangen. Wiederum andere hatten endlich mal Zeit zum Lesen oder um sich am Computer mit neuen Dingen zu beschäftigen. Andere haben den Sport für sich entdeckt, siehe auch Punkt 3

7. Neue Urlaubsziele

Auch hier zwingt uns die aktuelle Zeit unsere üblichen Urlaubsmuster zu überprüfen. So ist es aktuell nicht mehr so leicht möglich einen Badeurlaub in der Türkei oder in Italien zu buchen, in dem man doch recht nah aufeinander sitzt. Nein, nun denkt man um und überlegt sich Wanderurlaub in den Alpen, Radfahren an einem Fluß oder doch mal Urlaub auf einem Bauernhof. Auch die Reiseziele haben sich geändert. Fernreise ist nicht, dafür werden vielleicht doch mal die schönen Ecken von Deutschland, Österreich, Schweiz etc. entdeckt. Denn wenn die Grenzen wieder geöffnet werden, dann wohl erst in den grenznahen Ländern und nur dort, wo Corona einigermaßen unter Kontrolle ist.

8. Firmenstrategien überdenken

ich glaube, dass auch in einigen Firmen die Gelegenheit genutzt wird, die aktuellen Vorgehensweisen und Ausrichtungen zu überdenken. Sind wir zukunftsfähig? Sind so viele Geschäftsreisen auch nach Corona wirklich noch nötig? Wie können wir aktuell unsere Kunden halten, unterstützen oder neue Kunden gewinnen. Wer jetzt handelt, hat glaube ich einen guten Vorsprung für die Zeit danach. Dabei ist es oft egal, in welcher Branche man ist. Siehe auch Punkt 2 Kreative Ansätze für aktuell entwickeln, Ziele für später entwickeln. Jetzt wo alles ruhiger geworden ist, ist endlich Zeit die Firma neu zu strukturieren und neu auszurichten. Diese Zeit fehlt oft. Auch kann man endlich das Controlling durchführen, was sonst gerne in die Zukunft verschoben wird 😉

9. Kochen

hier habe ich überlegt, ob ich es aufnehmen soll, denn für einige bedeutet es eher lästige Pflicht, als positive Neuerung. Doch Andere haben hier ihre Liebe zum Backen entdeckt oder endlich mal Zeit neue Rezepte auszuprobieren. Ich bekomme oft eher auch mit, dass manche Leute nicht kochen können oder keine Zeit oder Lust dazu haben, nun ist es die Zeit, Kochen zu lernen und einige haben nun Zeit im Überfluss. Bei uns ist es ja so, dass wir sehr viel selbst kochen, da ich als Allergiker doch nur sehr eingeschränkt Essen gehen kann und auch nicht allzu viele Fertiggerichte bekomme. So wurde ich durch andere Umstände zum Kochen gezwungen. Aber auch wir haben Zeit nun auch während der Woche den Römertopf zu nutzen oder eine Bolognese-Soße den ganzen Tag vor sich hin köcheln zu lassen. Das geht auch im Homeoffice – ab und an mal umrühren oder den Backofen bereits nachmittags anzumachen, wenn man abends essen möchte. Dies geht nicht, wenn die ganze Familie den ganzen Tag nicht da ist.

10. Mehr Zeit

Ich arbeite weiterhin meine 40 Stunden, doch dadurch, dass ich im Homeoffice bin, fallen 1,5 Stunden tägliche Fahrzeit weg. Diese Zeit nutze ich natürlich für mich.

Auch haben wir alle mehr Zeit für unseren Kater. Entweder liegt er beim Großen auf den Schoß und studiert im Homeoffice mit, oder mein Mann hat tagsüber Zeit für Spieleinheiten oder er sitzt bei mir. Wobei er auch viel im Körbchen ist und schläft. Zusätzlich hat er tagsüber nun immer jemanden, der ihm die Terrassentüre offnet, sofern sie nicht aufgrund des schönen Wetters eh offen steht. Diesen Luxus hat er sonst nicht und muss warten, bis jemand nach Hause kommt.

Die Hunde einer Kollegin genießen es auch sehr, dass Frauchen immer zu Hause ist.

Bei den Kindern ist es eine gespaltene Sache. Einerseits ist es schön, dass man mehr Zeit miteinander verbringen kann, allerdings ist Homeschooling oder Homeoffice mit Kindern schon eine große Herausforderung ist.

Meine Kinder nutzen die vermehrte Zeit, die sie haben, um neue Serien zu entdecken oder um am Computer zu spielen. Ich selbst stehe später auf und bin früher mit Sport und Co fertig. Mein Mann ist jetzt auch komplett in das Yoga-Programm von mir eingestiegen und stellt fest, dass es ihm gut tut. Auch konnte er sich endlich mit seinem neuen Mac beschäftigen.

Fazit

Ihr seht, dass wenn man sich mal genauer umschaut, bring die Corona-Krise nicht nur negative Dinge hervor. Natürlich geht es der Wirtschaft schlecht und viele von uns müssen mit weniger Geld auskommen. Auch die Kontaktbeschränkungen sind nicht leicht einzuhalten und mich nerven die Masken auch total. Aber wo Schatten ist, ist auch Licht und jede Krise bietet auch die Möglichkeit daran zu wachsen. Nur so können wir stärker werden und unsere eigenen Wege gehen. Nehmt die Chance wahr und überdenkt einfach mal ein paar Punkt in Eurem Leben. Wollt Ihr wirklich immer so weiter machen, wie bisher, oder gibt es nicht doch neue Wege, Euer Leben noch besser zu gestalten.

Ich bin ja ein sehr selbstkritischer Mensch und überprüfe mich und mein Leben regelmäßig. Aktuell stelle ich fest, dass ich Lebensfreude verliere und mich von den negativen Nachrichten beeinflussen lasse. Dann noch Streß in der Arbeit und mir geht es nicht gut. Deshalb ist es für mich umso wichtiger auch die positiven Aspekte im Leben und in der aktuellen Situation nicht aus den Augen zu verlieren.

2 Kommentare

  • Miki

    Schön zusammengefasst.
    Allerdings gibt es auch Leute, die so in ihrer Existenz bedroht sind, dass sie dem positiven Aspekt nicht folgen können.
    Bei uns geht es so, der Kurzarbeit bin ich knapp entkommen und der Mann ist kurz davor in eine blöde Sondersituation gekommen, aus der er nun noch schwergängiger raus kommt. Aber was soll’s, man wächst mit seinen Aufgaben, ne?
    Unser Kater hat das auch gleich sehr genossen, dass praktisch immer ein Türöffner verfügbar war. Inzwischen (jetzt kommt der Handwerker- Teil 😉 ) hat er eine Chip-gesteuerte Katzenklappe, d.h. nur er kommt rein und raus. Bewährt sich jetzt schon über einen Monat. Kann ich empfehlen.
    Viele Grüße und bleibt gesund! Miki

    • Mella

      Hi Miki,
      schön wieder von Dir zu hören. Klar hat es einige finanziell ganz schön erwischt. Auch mein Mann ist in Kurzarbeit und der Blick auf den Lohnzettel tut schon weh. Dennoch dürfen wir alle nicht den Kopf in den Sand stecken oder nur immer das Negative sehen. Wir wachsen alle mit unseren Aufgaben und auch mit der Aufgabe, den Gürtel enger zu schnallen und trotzdem weiter gut zu leben. Es ist auch eine Einstellungssache wie viel Luxus ich brauche. Klar, einigen geht es wirklich finanziell mies und ich verstehe, wenn sie diesen positiven Ansatz aktuell noch nicht sehen können. Aber wo eine Türe zu geht, geht eine andere wieder auf. 🙂
      Apropos Handwerkerteil – Katzenklappe bei 30 cm dicker Mauer…. Nö. Außerdem ist unser Kater ein eifriger Jäger und eine lebendige Maus als Geschenk hat mir gereicht, da brauche ich ihm nicht noch den roten Teppich auszurollen, damit er seine Vorräte bei uns in der Wohnung hinterlegt.
      Viele Grüße
      Mella

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