Überwachung und Spionage

wmf-468x60Puh, kaum aus dem Sommerurlaub zurück, geht der Webmasterfriday wieder in die Vollen. Das Thema hat es in sich.

„Fühlt ihr Euch von der NSA ausgespäht und was tut man dagegen?“

Fühle ich mich ausgespäht?

Ja, schon lange, aber nicht von der NSA. Die stehen in meiner Paranoia-Liste ehrlich ziemlich weit hinten. Ich fühle mich eher von Google, Facebook, unliebsamen Nachbarn, Jugendamt und Co ausgespäht. Also wild durcheinander ob Online oder Offline. Wobei ich im Onlinebereich noch die meiste Kontrolle besitze, was  und mit wem ich über welche Kanäle kommuniziere. So würde ich weder im Blog noch auf Facebook wirklich private Dinge ausplaudern, noch nenne ich meine Kinder beim Namen.

Unliebsame Nachbarn kann ich nicht so genau beeinflussen. So haben wir einen Kandidaten, der gerne mal mit dem Fotoapparat vor unserem Haus steht. Keine Ahnung ob er zusätzlich ein Fernglas nutzt oder uns sonst wie beobachtet.

Auch das Jugendamt verlangt schonungslose Offenheit und fragt auch Lehrer, Betreuer, Erzieher, Psychologen, wie es unseren Kindern geht. Nur zur Info – es geht ihnen gut, doch nachdem wir eine Förderung vom Jugendamt in Anspruch nehmen, wird halt genau hingeschaut. Ja, ich fühle mich hier überwacht und ausspioniert, und das nur, weil unser Kind seelisch behindert ist und eine Spezialschule braucht. Einfluss habe ich hier keinen. Und es werden auch teilweise sehr private Dinge abgefragt, die ich z.B. niemals online veröffentlichen würde.

Fazit:  ja ich fühle mich ausgespäht, aber sicher nicht nur von der NSA.

Wird bei mir wirklich mitgelesen?

Wie, was ich habe Leser? Leser, die meinen Blog lesen? Sollte ich mich nicht darüber freuen? Ach es geht nicht um den Blog, sondern um meine Mails. Nun ja, normal freue ich mich auch da, wenn der Empfänger meine Mails liest.

Ach nicht nur der Empfänger liest meine Mails, sondern auch die NSA und der Nachrichtendienst. Ach und ihr meint echt es interessiert sie, dass ich ein Buch getauscht habe oder zum Wichteln einlade. Oder meint ihr, wir wichteln demnächst zusammen mit Obama und Merkel?

Nee?

Ach lass sie doch mitlesen – wie gesagt altmodisch wie ich bin bespreche ich wirklich private Dinge lieber privat, oder am Telefon (Festnetz) oder so. Ach wird auch mitgehört. Nun ja, wenn sie meinen – ist doch auch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Wird ja so viel Telefoniert, dass sie locker ein paar Tausend Leute beschäftigen können. Ach das war denen zu teuer, sie filtern nur. Also wenn wir hier von einer Bombenstimmung auf einem Treffen im Osten sprechen…. Im Glanze der Morgenröte erst nach Hause kamen und und bombig amüsiert haben.

Wenn sie meinen….. War wohl ein gelungenes Fest 

Fazit: ich sehe es recht locker. Es wird wohl nach Schlagworten gefiltert, aber wirklich alles kann wohl aufgrund der Masse nicht wirklich ausgelesen werden.

Wo geht es bei mir zu weit?

Dann wenn jemand mich manipulieren der beeinflussen kann. Es gibt z.B. einen Herzschrittmacher, der über einen W-Lan-Anschluss verfügt. Damit kann der Arzt mit Leichtigkeit die Einstellungen verbessern und die Arbeit des Herzschrittmachers auslesen und überprüfen. Das mag ja gute Absichten sein. Aber seien wir mal ehrlich. Wo ein Anschluss – da eine Möglichkeit der Manipulation und zwar nicht nur durch den Arzt.

Hacker haben eine Leichtes mal eben fern per Computer einen Mord zu begehen. Ohne Zeugen – Ursache Herzinfarkt. Das perfekte Verbrechen? Ich will ja Niemand auf böse Gedanken bringen, doch Hacker haben es bereits geschafft, diese jene zu manipulieren.

Aber denken wir noch mal gar nicht so weit. Die Technik entwickelt sich rasend schnell und was innerhalb der letzten 10 Jahre passiert ist – Wahnsinn. Wenn ich nun überlege, dass ein Herzschrittmacher hoffentlich ein wenig länger im Körper verbleiben mag, als nur 10 Jahre, dann frage ich mich schon, wie sich die Technik weiter entwickelt und ob die Fernwartung später erstens noch möglich und zweitens nicht zu einfach wird……

Fazit –  hier geht es für mich zu weit. Keinerlei Einfluss mehr auf mein Leben zu haben – nee danke.

Für eigene Zwecke nutzen

Fulano hat eine witzige Begebenheit aufgeschnappt. Ich fasse mal kurz zusammen: Ein betrunkener Amerikaner braucht etwas Geld. Doch leider weiß er seine Pin der Bankkarte im Rausch nicht mehr. Da die NSA sowieso alle Daten speichert – hat er kurzerhand dort angerufen und nach seiner PIN gefragt.

Lustig, oder nicht? Nun dieser Mann hat sich zumindest mit der Situation abgefunden und macht aus seinen Augen das Beste für sich draus. Muss ich mir nicht merken – hab ja ein Backup bei der NSA.

Überlegen wir mal weiter. Computer gecrashed. Wichtige Emails alle weg? Fragen wir bei der NSA.

Auch die Deutschen haben ja angeblich die Daten schon genutzt. Doch bei wirklich für uns wichtigen Dinge, wie etwa den NSU-Morden haben wir nicht zurück gegriffen.

Endmeinung

Es wird in der Hinsicht sicher noch mehr werden, dass wir ausgespäht und überprüft werden. Der gläserne Kunde sind wir eh schon und bald sind wir auch der gläserne Bürger. Zumindest unsere Kinder werden das sicher noch erleben. Wohl spätestens auch hier dann, wenn die Behörden sich besser untereinander vernetzten. Denn nach privaten Daten wird heute in verschiedenen Bereichen eh schon gefragt und zwar richtig tief. Auch im Realleben. Da braucht es keine Emails. Und davon abgesehen – wer ist so blöd und prahlt per Mail, dass er seine Kinder schlägt oder noch schlimmeres.  Der Verdacht wird wenn dann im Realleben gefunden und dort vermerkt und sobald das Jugendamt sich mit anderen Behörden vernetzt – dann könnte es für den einzelnen Bürger ganz schön eng werden, auch für unbescholtene, denn Verleumdung und anonyme Verdächtigungen werden dort ja gerne gesehen und auch unterstützt – so hat auch der böse Nachbar ein leichtes Spiel 

Was dagegen tun? Können wir wohl nicht wirklich, außer ein möglichst ehrliches und gutes Leben führen und das Beste zu hoffen.

Weitere Meinungen

Sabienes war auch schon fleißig

10 thoughts on “Überwachung und Spionage

  1. Das finde ich aber schön, dass Du meine Geschichte aufgegriffen hast. Was die Überwachung angeht, ist das natürlich nicht so schön. Andererseits sollte man sowieso nicht alles im Internet preisgeben.
    LG
    Fulano

  2. Der Karl Auer aus Rottalmünster hat auch mal bei der amerikanischen Botschaft angerufen und nach seiner PIN („Spärkäsch Rottalmunster“) gefragt. Solche Geschichten sind natürlich witzig.
    Weißt du, auch wenn ich nix zu verbergen habe, bzw. wichtige Dinge anders kommuniziere, erschreckt es mich der Gedanke schon, das ein wildfremder Mensch anhand meiner Onlinekäufe, Facebookgruppen und -postings, Blogbeiträge etc. ein Profil von mir erstellen könnte, aus dem man dann sieht, dass ich vielleicht bestimmte Eigenschaften oder Neigungen habe. Und wer sagt dir, dass dein Nachbar nicht ein Mitglied einer Organisation wie Hamas ist. Und auf einmal wird dem sein ganzes Umfeld unter die Lupe genommen und du und deine Famile vielleicht auch.
    Andere Leute sollen sich gefälligst aus meinem Leben raushalten.
    LG
    Sabienes

    1. Mich schreckt das auch, keine Frage, doch merke ich eben im Reallife, dass dort genauso nach meinen Neigungen und Benehmen ein Profil von mir erstellt wird, was auch nicht immer stimmt….

      Bin auch der Meinung, dass andere Leute in meinem Leben nichts zu suchen haben, was ist eigentlich mit dem guten alten
      „Leben und Leben lassen“ geworden?

  3. Hallo Sabienes,

    leider muß ich dich in puncto „gläserner Bürger“ etwas enttäuschen, das sind wir eigentlich längst schon. Schau dir mal den Artikel hier von mir an, besonders die vom mir genannten zehn Punkte! Da arbeiten sehr viele Behörden zusammen, was wirklich von jedem von uns ein gutes Profil ergibt. Wir Nutzer des Internets sind denen dabei besonders bekannt, da wir ja doch einiges von uns preis geben! :-(

    Viele sonntägliche Grüße nun aus den sonnendurchfluteten Gemächern von TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

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