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Wie schreibst Du die Artikel?

wmf-468x60Der heutige Webmasterfriday dreht sich um den Blog-Workflow und ich greife mir hier genau den Punkt „Artikelschreiben“ heraus.

Denn manchmal habe ich echt ein schlechtes Gewissen. Mir fällt nämlich das Schreiben relativ leicht. Vor allem, wenn ich ungefähr weiß, was ich so schreiben möchte. Also ein Thema habe, zu dem ich mich auslassen möchte.

Ich gehe meist ohne Konzept in den Beitrag rein. Weiß noch nicht, was alles drin stehen soll und schreibe einfach los. So wie jetzt auch. Ich weiß, es geht um das Artikelschreiben.

Dann schreibe ich. Fällt mir zwischenzeitlich etwas ein, was rein muss, aber nicht gerade zum Thema passt, dann setze ich unten ein Stichwort rein und tipple dabei einfach oben weiter. Meist ist es sogar so, dass ich schneller denken als schreiben kann, gut dass ich hier mittlerweile kräftig aufgeholt habe und auch recht zügig schreiben kann.

Den fertigen Artikel.

Manchmal denke ich, meine Gedanken waren recht krude und Wirr. Doch komischerweise sind das oft die Artikel (die ich aufgrund Zeitmangel oder Lust) nicht überarbeitet habe, diejenigen, die oft genug am meisten Kommentiert werden.

Anscheinend versteht ihr sehr wohl, was ich so sagen möchte. Deshalb erspare ich mir viel Überarbeitung, denn ich habe in der Schule damals gelernt, dass ich anscheinend gerne verschlimmbessere.

Ist das in allen Bereichen so?

Im Blog ja. Da ist es meist egal, welchen Beitrag ich schreibe. Auch im Buchblog. Meine Rezensionen kommen direkt aus dem Bauch heraus und beschreiben genau das, was ich empfinde. Da ich auch im realen Leben kein Mensch der schönen Worte und tollen Umschreibungen bin, stehen diese auch nie in meinen Rezensionen drin, obwohl ich so was oft richtig toll finde. Auch steht immer die Wahrheit drin. Sind mir die Protagonisten nicht sympathisch – dann steht das drin. Ehrlich, fair und hoffentlich nie verletzend. Zumindest nicht absichtlich. Auch bei meinen ganzen anderen Beiträgen versuche ich es so zu halten. Keine Ironie (oder nur ganz ganz wenig mit viel Markierung), fair und ehrlich.

Bei meinem Buch war das zumindest am Anfang auch alles so. Ein Grundgerüst aufgestellt, welche Punkte bitte alle rein sollen und losgetippt. Auch frisch von der Leber weg, so wie ich es sehe und empfinde.

Überarbeitung

Oben habe ich ja schon angedeutet, dass ich meine Blogartikel nicht überarbeite. Meist nur kurz überfliege. Ich schreibe über Chrome, direkt in WordPress. Was ich am Chrome liebe? Es ist die automatische Rechtschreibprüfung, die ich in den anderen Browsern mittlerweile sehr vermisse. So habe ich mittlerweile nur mehr wenige Rechtschreibfehler, die ich nicht noch ein weiteres mal überprüfe. Die Kommas bleiben wie üblich verschollen .

Bei meinem Buch war das komplett anders. Dies habe ich immer wieder durchgelesen. Okay, einmal. Dann ging es zum Lektorat. Als dann die ersten Seiten mehr farbig als Schwarz zurück kamen, habe ich das ganze Buch nochmal überarbeitet. Das ging nur mit laut lesen. .

Auch wenn ich dann schon viele Fehler gefunden habe, habe ich mich beim anschließenden Lektorat über jeden Absatz gefreut, in dem es keine Anmerkungen gab und das waren recht wenige. Gut, ein Buch ist etwas anderes und es gab nicht nur Fehler, sondern auch viele Anregungen, leichte und kleine Veränderungen, die es einfach flüssiger zum Lesen machten. Das ist auch gut so. Nur ist mir der Aufwand für einen Blogbeitrag ehrlich viel zu hoch. Es ist mein Hobby, Platz für mich und meine Empfindungen und meine Meinung. Jeden Tag aufs Neue. Momentaufnahmen kann man auch sagen. Daher betreibe ich dort sicher nicht so viel Aufwand.

So, und nun habe ich schon über 575 Wörter – ohne vorheriges Konzept.

Ich habe auch ein schlechtes Gewissen, denn ich weiß, dass es manchen wirklich nicht so leicht fällt ihre Gedanken auf Papier zu bringen und auch die Menge an Wörtern für sie eine Herausforderung darstellen.

Aber jeder hat Talente. Mehr oder minder ausgeprägt. Ob Bloggen mein Talent ist? Vielleicht, zumindest bilde ich es mir gerne ein 

Perfect Seo betreibt einen größeren Aufwand als ich

P.S. ein Wort zur Verlinkung:

Ich bin immer zeitlich recht früh dran und verlinke ungern auf die Leute, die aus dem Webmasterfriday ein Webmaster-Thursday machen. Mea Culpa, ich vergesse es meist, die Freitagsleute nachzutragen *schande über mich*

13 Kommentare

  • Tina

    Ich vergesse auch meist die Freitagsblogger nachträglich zu verlinken – aber so schlimm wirds schon nicht sein 🙂
    Ansonsten finde ich es gerade gut, das jeder Blogger so seinen eigenen Stil oder seine eigene Schreibweise hat – so bleibt es doch wenigstens abwechslungsreich

    LG
    Tina

    • Melanie

      Ja, das ist das schöne daran, auch hat jeder eine etwas andere Meinung zu einem Thema, das macht es echt abwechslungsreich.

  • K4RL

    Hi Melanie,
    beneidenswert, wenn man sich mit dem Schreiben so leicht tut. Freilich, auch ich muss mich nicht unbedingt plagen beim Schreiben, aber meistens hat man ein Problem damit, ein geeignetes Thema zu finden.

    • Melanie

      Hallo K4rl, mein Leben ist so turbulent, dass mir meist die Themen nicht ausgehen. Und falls doch, dann einfach mal die Augen aufmachen und schon sehe ich wieder viele viele Punkte.
      Daher habe ich überhaupt einen Blog, damit ich nicht übersprudle.

  • Alex L

    Hi Melanie,
    toller Artikel und ich lege eine grossen Wert auf die Vernetzung unter den Bloggern, versuche bei jedem WebmasterFriday, allesamt zu verlinken. Ich warte immer und nehme am Friday meistens einen Tag später teil, damit ich andere verlinken kann. So wäre für die gegenseitige Vernetzung etwas getan. Ansonsten schreibe ich Artikel, nachdem ich mich mit dem Thema kurz auseinandergesetzt habe. Ich lasse mir dabei aber Zeit und lasse alles sacken, sozusagen. Ich lese nur einmal Korrektur und lasse den Artikel soweit gelten. Und ich verfasse direkt im Dashboard und möchte nicht mit Copy & Paste arbeiten. Das gefällt mir einfach nicht und ist zu umständlich. In Firefox habe ich die Rechtschreibung installiert, sodass unbekannte oder falsch geschriebene Wörter rot unterstrichen werden.

    Wie schaut es bei dir mit der Pflege von sozialen Netzwerken? Verbringst du viel Zeit damit?

    • Melanie

      Ja Alex, ich normal auch und ich würde auch gerne mehr verlinken, doch Freitags übersehe ich es später (bei mir ist ab 11 Uhr der Computer aus) und am Wochenende mache ich ihn nur selten an, und wenn dann nur, um schnell was zu schauen und am Montag – ist ja schon wieder eine neue Woche.
      Okay, ist nicht ideal und irgendwie sollte ich mir da mal was besseres einfallen lassen. Ansonsten lese ich zumindest viel bei den Leuten mit.

      Soziale Netzwerke? OH ja, vor allem Facebook. Auch hauptsächlich durch die Bücher und das Wichteln und die Bücher. Ohne Schmarrn, hier habe ich sehr viele Kontakte und viel Kontakt. Aber meist in den Gruppen und oft Themen, die man nicht unbedingt öffentlich ausbreiten sollte, aber in einem etwas größeren Kreis diskutiert werden sollten. Und das geht in Facebook erstaunlich gut.

      Bin selbst ganz erstaunt drüber

  • Sabienes

    Ich habe immer so ein inneres Konzept von einem Artikel und schreibe ihn dann „aus dem Bauch“ raus. Und dann feile ich an den meisten Artikeln noch mal rum. Eine automatische Rechtschreibprüfung verwende ich eigentlich nicht (merkt man das?)
    Im Übrigen bin ich durchaus der Meinung, dass du ein Talent zum Bloggen und zum Schreiben hast.
    LG
    Sabienes

    • Melanie

      Danke, das Kompliment kann ich zurückgeben.
      Ich merke es schon in meinen Texten mit der Rechtschreibung. Ich kann viel schneller tippen und muss dann nur noch das Rot-unterkringelte entfernen, oder prüfen. So kann ich dann ansatzweise mit meinen Gedanken schritt halten.
      Ich glaube die Texte, die aus dem Bauch heraus entstehen, sind eigentlich auch die besten Texte.

  • Thomas Meurer

    Wunderbarer Artikel. Das sind genau die Art von Artikeln die mich immer wieder motivieren weiter zu bloggen.
    Und ja, die Vernetzung unter Bloggern finde ich ebenfalls sehr wichtig und nützlich!

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