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Terror und Krieg – früher und heute

Terror und Krieg ist blöd, gar keine Frage. Da muss man auch nicht diskutieren und ich halte Gewalt generell für keine Lösung. Seien es Anschläge oder wenn zwei Nationen oder Glaubensrichtungen sich die Köpfe einschlagen.

Zur Zeit ist dieses Thema auch in aller Munde, wahrscheinlich einmal durch die Nutzung der Sozialen Medien und wir uns global immer näher rücken, aber auch durch die Flüchtlingswelle. Vielleicht sind die Medien und die Taktik der Panikmache der Medien ein Grund dafür.

Ich habe mir mal darüber Gedanken gemacht, warum das jetzt alles so hoch gepuscht wird. Haben wir so lange in Frieden gelebt? Nun ja, nein, also doch eigentlich nicht wirklich, oder?

Ich bin in den 80ern groß geworden. RAF, Irland, Basken – ja, sagen Euch diese Stichworte auch was? Anschläge hier in Deutschland, aber Krieg in Irland und Unabhängigkeitsunruhen in Spanien. Ich kann mich noch gut an die Fahndungsplakate erinnern, die überall aushingen.

Dann Krieg im Kosovo als Jugoslawien zerfallen ist. Krieg im Irak, den ersten und den zweiten. Streikunruhen bei Englands Bergarbeitern, Revolution in Estland, Unabhängigkeiten von der GUS. Kalter Krieg und Atombomben.

Fremdenfeindlichkeit.

Das sind nur spontan Stichworte die mir so einfallen und mit denen ich nicht nur aufgewachsen bin, sondern auch als Erwachsene miterlebt habe. Frieden in den letzten Jahren? Nein, eigentlich nicht wirklich oder und bei dieser Aufzählung habe ich sicher noch vieles vergessen.

Jedoch glaube ich, dass der Terror und Krieg uns näher rückt, da man durch die sozialen Netzwerke viel enger verbunden ist. Auch durch die Urlaubsreisen kennt man vielleicht Tatorte und hat sogar Bekannte oder Freunde in der Nähe.

Vielleicht ist es auch so, dass durch die Anschläge einfach unsinnig Menschen getötet werden, wobei bei den Terroristen wohl gilt, je mehr desto lieber und vor allem Menschen, die damit nichts zu tun haben. Ich denke hier mal spontan an Paris. Das schockiert uns und wenn sich früher zwei Soldaten gegenüberstanden, dann waren es meist doch Menschen, die von ihrer Sache überzeugt waren und die oft freiwillig in diese Richtung gegangen sind. Ja, ich weiß nicht immer ganz freiwillig. Doch hier gibt es Menschen, die keinerlei Interesse an dem Konflikt hatten, sich raus gehalten haben und weder eingreifen noch Partei ergriffen haben. Unbewaffnet und uninteressiert.

Nah bei uns, in Gegenden die wir vielleicht direkt kennen.Durch Facebook, Twitter und Co direkt in unser Privatleben hinein. Nicht mehr anonym und mit Distanz durch den Fernseher, das macht uns Angst, daher fällt es den Medien leicht noch mehr Angst zu schüren. Pegida und Co haben so leichtes Spiel, weil vor allem auch viele etwas tun möchten, aber hilflos davor stehen und nicht wissen, was sie tun wollen.

Ob Pegida der richtige Weg ist? Ich bezweifle es, denn auch dieser Weg ist auf Angst gebaut. Aber wenigstens versuchen diese Menschen etwas zu tun. Sich im Wohnzimmer zu verkriechen und nichts zu sagen ist vielleicht auch nicht der richtige Weg. Sich den bewaffneten Terroristen entgegen zu stellen aber auch nicht, denn es bring nichts, wenn man selbst erschossen wird.

Hier fehlt es noch an Ideen, die hoffentlich bald kommen, wenn die Schockstarre verflogen ist.

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