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Touristenhochburg oder Individualurlaub

Ich finde, beides hat etwas, und zwar zur richtigen Zeit. Die letzten Jahre haben wir oft einen Individualurlaub gemacht, ganz einfach, weil es für uns momentan besser passte. Preislich, von den Kindern und nicht zu vergessen, wir hatten ja auch noch einen Hund.

Es war eine schöne Zeit, auch wenn die Reichweite meist nicht besonders hoch war.

Nun verdiene ich auch wieder mit und eine Flugreise ist auch mal möglich. Finanziell also könnte die Reichweite steigen. Doch dann kamen die Fragen auf, was tun? Meist kommen dann gleich  noch sprachliche Barrieren dazu, das Auto ist zu Hause, also die Mobilität eingeschränkt und echt – ich hatte einfach auch keine Lust nach einem Hotel zu suchen. Vor allem, da wir sehr offen waren, wohin es gehen sollte. Spanien, Italien, Griechenland. Alles möglich. Aber von hier aus organisieren? Nee irgendwie keine Lust dazu.

War es Zeit für eine Pauschalreise?

Ja, warum nicht? Keine Organisation alles in einem Paket. Doch was wollen wir eigentlich genau? Was soll in dem Paket drin sein? Nun, unsere Teenies brauchen noch ein wenig Beschäftigung unter Aufsicht. Sind zwar schon sehr selbständig, aber sie wollen doch noch gebotene Unterhaltung. Sollen wir dies leisten oder ein Animateur? Oh ja, Clubanlage, wäre nicht schlecht.

Dann Essen. Mir reicht Frühstück und Abendessen. Ja, mir und etwas Obst dazwischen. Ich sehe meine Kids, wie sie mitleidig auf mich runterschauen, denn die Herren brauchen regelmäßige Fütterung. Morgens nicht so, da kommen sie nicht aus dem Bett. Aber Mittags, Nachmittags, Abends und zwischendurch bitte auch.

Oh weia, wenn ich nicht den ganzen Tag mit Futtersuche beschäftigt sein will, wäre wohl auch All-Inklusive angebracht.

So, jetzt finde mal ein Hotel, halbwegs strandnah, geeignet für Teenies (denn für den Kinderclub sind sie zu alt) und für uns Eltern mit entsprechenden Fütterungsmöglichkeiten und doch einigermaßen zentral, da wir ja kein Auto dabei haben. Zudem noch relativ kurzfristig.

Ach ja. Norditalien schied aus, denn da kommt man von hier ja mit dem Auto hin – wie langweilig *hust* Jo, jetzt werden sie auch schon anspruchsvoll.

Ergebnis: Mallorca Cala Millor. Ja nicht Ballermann – das brauche ich auch nicht. Aber Touristenhochburg – ja ganz bewußt dafür entschieden, denn das bedeutet gleichzeitig auch möglichst viel Selbständigkeit für die Kids und viel Unterhaltungsmöglichkeiten.

Wir können so vielleicht auch zur Ruhe kommen. Denn ich bin weder für die Animation noch für die Nahrungsbeschaffung verantwortlich.

Mal schauen, was ich wohl mit so viel unverhoffter Freizeit anfangen werde 

6 Kommentare

  • Mel

    Hey Mella,

    Viel Spaß und Erholung!!!! Mallorca ist toll, wenn man nicht am Ballerman ist. Man kann da echt gut wandern und die heimische Märkte besuchen.

    Lg Mel

  • MestraYllana

    Ich wünsche Dir/Euch einen wunderschönen, erholsamen Urlaub – Mallorca ist (abseits des Ballermann) wirklich toll, ich war im „besten Partyalter“ dort und wir haben auch nicht die ganze Zeit betrunken am Strand rumgelegen, weil ich nie der Typ dafür war. Wir haben Ausflüge gemacht, uns bewusst Lokale abseits des Touristenstroms gesucht (GOTT, dort kann man soo lecker essen, wenn man erst mal den Touristenfraß los ist)… ein wunderschöner Urlaub! =)

  • tonari

    Wir haben es auch so gehalten, die Art des Urlaubs vom Erschöpfungszustand der Eltern abhängig zu machen.
    In Zeiten schmaler Geldbörse (vor allem kurz nach der Währungsunion 1990) verbrachten wir den Urlaub oft in Ferienhäusern oder -wohnungen. Gemeinsam mit Freunden und deren Kindern. Dann konnte immer mal ein Elternpaar „ausbüxen“ und die anderen hatten ein paar Kids mehr zu hüten 😉
    Später dann entschieden wir von Jahr zu Jahr neu, ob wir pauschal oder selbstorganisiert unterwegs waren. Alles hat seinen Reiz.
    Heute weiß ich, dass ich kein Reisegruppenfan bin, aber es gibt Länder, in die ich mich einfach nicht alleine traue.

    Ich wünsche Euch einen tollen Urlaub und bin sicher, dass ihr richtig entschieden habt.

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