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Planungen – und doch kommt es meist anders

Normal sind meine Beiträge zum Webmaster-Friday recht lang.

Doch ich befürchte, dieser Artikel wird recht kurz ausfallen.

Planungen von Projekten bzw. deren Management 

Stand der Dinge

Fakt ist, dass dies unsere Schwachstelle ist. Mittlerweile haben wir diese erkannt und nein wir warten nicht bis zum 1.1. um neue Vorsätze zu fassen – wir haben gleich Maßnahmen ergriffen.

Erst mal alle Projekte aufgelistet (ups, ganz schön viele). Nun gehen mein Mann und ich diese möglichst nach und nach durch – Zeitplan 1/2 Jahr. In dieser Zeit wird versucht unlukrative Projekte abzustoßen und andere zu optimieren. Leider funktioniert es nicht ganz so wie ich mir das vorstelle. Mein Mann möchte zur Abwechslung schon neue Projekte machen, ich erst mal am liebsten den alten Sch… erledigen. Denn Spaß macht die Arbeit sicher nicht.

Und jetzt auch noch WordPress-Update *urgs* Darauf freue ich mich jetzt schon

Und wie das Leben so spielt.

Warum genau aber jene Tätigkeit bei uns so gar nicht optimal läuft, wo ich doch eigentlich ein sehr strukturierter Mensch bin (sonst könnte ich das große Buchwichteln nicht managen) liegt wohl daran, dass mein Mann und ich aufgehört haben langfristig voraus zu planen. Damit haben wir etwa aufgehört, als der Kleine auf die Welt gekommen ist.

Bei einem Kind, welches in keine Schublade passt, heißt es flexibel zu reagieren. Aber nicht nur der Kleine überrascht uns immer wieder. Auch die Projekte bringen immer wieder Überraschungen. So haben wir in unserer Liste Projekte zum Verkauf – die plötzlich Geld bringen. Und diese Änderung innerhalb ein paar Monate und vorher ewig lang nichts. Also da ändern, da flexibel umschmeißen und hier eine 180° Wende.

Das nervt und ich habe deshalb schon lange aufgehört langfristig zu planen und mich jedes mal mühevoll umzustellen. Nein momentan lasse ich das Leben mehr auf mich zukommen.

Das liegt auch an den vielen anderen Dingen, in denen wir einfach in der Luft hängen, ohne selbst Einfluss nehmen zu können. Ich sage nur Loch in der Wand…. Haben wir immer noch. Schaffen wir es bis März – also innerhalb eines Jahres es zu flicken? Wetten werden angenommen. Planungen nicht möglich.

Gut oder schlecht?

Beides. Einerseits bedeutet eine Planung auch eine Art von Zielstrebigkeit – also man kann auf ein Ziel hinarbeiten. Andererseits ist man dann auch nicht mehr offen für die positiven Überraschungen des Lebens und ich hätte nie gedacht, dass sich Buchkritik.org so entwickelt. Hätte ich darauf hinarbeiten können? Wohl kaum, denn meine Erwartungen waren andere – viel kleiner und andere Richtung. Aber so – natürlich viel besser.

Und bei Euch – Zielstrebig oder doch eher das Leben auf Euch zukommen lassen?

 

 

10 Kommentare

  • Sabrina

    Du sprichst mir aus der Seele. Es gibt Zeitpunkte, da muss man einfach mal seine ganze Planung über den Haufen werfen und einfach flexible und spontan sein. Solange du nicht den Überblick verlierst, finde ich, ist alles in Ordnung. Was das Loch in der Wand angeht, ich wette, dass ist bis März 3 x dicht 😉

    • Melanie

      okay, Wette angenommen – das ist nicht dicht 🙂

      Ich bin jemand, der ganz gut den Überblick behalten kann, was ich ja auch am Buchwichteln merke. Ansonsten ja, man kann das Leben nicht planen 🙂 Schön, dass Du das auch so siehst.

  • Malte Koj

    Also ich denke, jeder ist für seine Zukunft verantwortlich. Spontanität finde ich sehr wichtig, weil auch die Bedürfnisse des Menschen nicht immer lange geplant sind, sondern spontan entstehen.

    Manche Dinge müssen aber natürlich geplant werden, sonst wirds nicht. Wichtig dabei ist vielleicht noch der Punkt, dass man Dinge auch zu Ende bringt, daran scheitert es einfach oft, weil dann wieder 1000 neue Ideen kommen.

    • Melanie

      Grobe Planung muss sein, da hast Du recht.
      Den Punkt mit dem zuende bringen – stimmt, der geht bei mir oft unter, weil ich es geschafft habe mich so zu disziplinieren, dass ich, wenn ich etwa annfange, es auch gnadenlos zu Ende bringe.
      Sonst verzettle ich mich, und das hat mich früher so gestört, dass ich ins andere Extrem gefallen bin 😉 Bin zwar bei Fehlern oft einsichtig, dauert aber lang.

      LG Mella

  • Manni

    Auch bei meinem Broterwerb kann, will und muss ich hin und wieder spontan handeln. Dennoch habe ich gerne eine mittelfristige Planung, weil ich dann Ziele nicht aus den Augen verliere. Außerdem will ich nicht dauernd „fremdgesteuert“ werden.

    LG
    Manni

  • Sascha

    Ich habe früher alles oft bis ins kleinste Detail durchgeplant. Bis ich erkannt habe, dass die Planungen enorm viel Zeit gekostet haben, nur um dann letztlich oftmals doch anders abzulaufen. Denn planen lässt sich meist nur -wenn überhaupt- das eigene Handeln. Bei den Handlungen anderer ist man hingegen machtlos, so dass letztlich auch immer eine große Portion Zufall im Spiel ist. Und bei den meisten Projekten sowie auch dem „sonstigen Leben“ spielen ja meist auch Handlungen Dritter eine nicht unwesentliche Rolle.

    Von daher habe ich aufgehört, zu viel zu planen. Die Zeit nutze ich nun lieber anders. Klar, grobe Leitplanken kann man sich setzen, aber innerhalb dieser Leitplanken bestimme ich dann inzwischen lieber spontan, auf welcher Spur ich gerade fahre, ob ich lieber Gas geben oder ein wenig auf die Bremse treten soll etc. Kommt halt auch darauf an, wie der sonstige Verkehr gerade so läuft.

    Mein Leben ist dadurch nicht wirklich unorganisierter geworden, nur ein bisschen weniger hektisch und vor allem: unverkrampfter 😉 Weil ich nicht mehr einem zwingenden Plan hinterherhechele, sondern in erster Linie versuche, das beste aus dem Hier und Jetzt herauszuholen, ohne dabei das Ziel der Fahrt aus den Augen zu verlieren.

    • Melanie

      Hi Sascha – langsam wirst Du mir unheimlich. Warum kannst Du meine Gedanken eigentlich immer besser formulieren, als ich?

      Schöner Kommentar und genauso meine ich es auch 🙂

      LG Mella

      • Sascha

        Ich wünschte ja, dass ich jetzt behaupten könnte, dass es daran liegt, dass ich ein Frauenversteher sei 😀 Aber ich fürchte, es hat einfach damit zu tun, dass ich mich angeblich schon immer ganz annehmbar ausdrücken konnte – dies behaupten zumindest immer wieder unabhängig voneinander Dritte, weswegen ich dazu übergegangen bin, daran zu glauben, dass da etwas dran sein könnte.

        Erstaunlichweise gelingt es mir oftmals besser, fremde Gedanken in kurze Worte zu fassen als mir das bei meinen eigenen möglich ist. Da schweife ich dann immer stark ab. Vielleicht ein allgemein menschliches Problem, dass man sich über sich selbst oft viel zu viele Gedanken macht und einem das bei Dritten immer leichter fällt.

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