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Auf den Körper hören

Diese Lektion habe ich ja vorletztes Jahr auf die harte Tour lernen müssen. Oder besser gesagt ich habe saumäßiges Glück gehabt.

Bei mir ist im Auge eine Vene geplatzt und mein Glück war:

  1. die Vene ist nur im Auge geplatzt und nicht im Gehirn – was sonst ein Schlaganfall bedeutet hätte
  2. Meine Sehkraft nicht dauerhaft verloren ging
  3. Mein Körper es geschafft hat, den Schaden so gut wie es nur geht zu reparieren. Noch ist zwar nicht alles ganz normal aber immerhin scheint ein guter Heilungsprozess im Gange zu sein.  –

Vor allem letzteres ist alles andere als Normal.

Seit dem höre ich auf meinem Körper

und versuche nicht nur genug zu trinken, sondern auch möglichst gesund zu leben. (Auch wenn momentan der Sport etwas zu kurz kommt).

Vor allem die letzte Woche ging an die Substanz, und ich habe bewusst diese Woche langsamer getreten und auch am Montag mir einen gewissen Freiraum gegönnt. Denn nochmal brauche ich solche Warnung auch nicht.

Als ich zuletzt mich mit einem Bekannten unterhalten habe, hat der gesagt, bei ihm ist es immer ein sicheres Zeichen, wenn es zu viel wird, wenn er erstens einen Mittagsschlaf braucht und dieser zweitens lange dauert.

Auch er hört auf seinen Körper und versucht dann kürzer zu treten.

Geht nicht gibt`s nicht

denn  – wenn man nicht kürzer tritt – dann geht es vielleicht irgendwann gar nicht mehr.

Daher:

lasst Euch nicht stressen und nutzt Ruhephasen. Hört auf Euren Körper und – nein ihr müsst nicht alles erledigen, sondern nur so viel wie nötig. Der Staub wartet auch nächstes Jahr noch auf Euch und läuft nicht weg 

8 Kommentare

  • Iris

    Eine sehr gute Einstellung, aber oft tut der Kopf ja, als gehörte er nicht zum Körper dazu und macht sein eigenes Ding, indem er uns immer weiter auf Hochtouren laufen lässt. Im privaten Bereich kürzer treten halte ich noch für machbar, beruflich ist es oft schwer und führt dann eben zu langfristigen Ausfällen, wenn die Leute bis zum bitteren Ende durchmachen. Grade wieder in Form einer Embolie bei einem jüngeren Kollegen von mir passiert.

    Ich selbst habe mich z.B. für die nächsten Jahre aus einem wohlgemerkt freiwilligen Arbeitsbereich zurückgezogen (Klassenreisen) und kriege dafür nur Druck und Unverständnis bzw. eine unverschämte Anspruchshaltung von Eltern, Schülern und Kollegen als Resultat. Da geht es einem auch nicht unbedingt besser. Hab mir aber vorgenommen, stur zu bleiben. War einfach zuletzt zu viel und da dachte ich mir, ich mache da Abstriche, wo es vorher ohnehin freiwillig und zusätzlich war.

    • Melanie

      Ja, die Anspruchshaltung ist manchmal echt unverständlich. Ist doch besser, wenn der Lehrer nicht ausfällt (also kein Unterrichtsausfall), und erholt ist. Da ist doch die Qualität vom Unterricht besser. Klassenreisen? Einerseits jammern, dass diese so teuer wären, aber andererseits darauf bestehen. Kapier ich nicht.

      Und ja, ich trete bewußt kürzer und Du lass Dich nicht eintreten. Jeder ist erst mal selbst verpflichtet und lass die Eltern und Kollegen schreien. Können ja selbst mitfahren, wenn sie meinen sie bräuchten das.

  • Sabienes

    Ich habe monatelang meinen Körper extrem vernachlässigt. Keinen Sport, kaum frische Luft, wenig getrunken – dafür viel gearbeitet und leider auch viel geraucht.
    Der Körper hat es mir nun die letzten 4 Wochen ganz gut gegeben und mich praktisch mit Gewalt in die Waagerechte ezwungen. Dabei habe ich sogar noch Glück gehabt und mir blieb das Krankenhaus erspart.
    Also: Seid alle schlau!
    Hört auf euren Körper!
    Und ruht euch zwischendurch mal aus.
    LG
    Sabienes

  • aga80

    Ja das ist eine sehr gesunde Einstellung, auch im Bezug auf den Körper, gibt es Alarmzeichen, auf die man sofort hören sollte und andere die man ruhig auslaufen lassen kann. Denn Gesundheit mit Schmerzfeinheit gleich zu setzen ist hierzulande leider eine recht verbreitetet Einstellung.

    Ich habe mich im Spätsommer auch operieren lassen und der Unterschied zwischen Überstunden kloppen und einer Zwangspause könnte nicht größer sein, aber da merkt man doch, das man auch mal netter zu sich selber sein muss.

    • Melanie

      Das doofe bei mir war ja, ich habe mich nicht krank gefühlt. Aber es stimmt schon – schmerzfrei heißt nicht gesund und Schmerzen heißt nicht immer krank, sondern oft genug ungesunde Lebensweise

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