Kinder

Gewissensfrage

In wie weit kann eine Mutter, oder besser gesagt ein Erziehungsberechtigter, sein Kind alleine lassen.

Gut bei Babys und Kleinkindern stellt sich die Frage wohl kaum, außer man überlegt „Alleine in einem Zimmer“.

Doch je größer die Kinder werden, desto mehr Freiraum erwarten sie. So sind es erst mal 10 Minuten (schnell was aus dem Auto holen bzw. Keller suchen) bis zu einer halben Stunde. Je älter das Kind wird.

manchmal geht es nicht anders

Ich hatte den „Luxus“ meine Kinder wenig alleine lassen zu müssen. Als ich noch auswärts gearbeitet habe, gab es Oma, Kindergarten und Hort. Seit dem ich von zu Hause aus arbeite – bin ich zumeist anwesend. Auch Mittags.

So geht es meinen Kindern relativ gut, denn es ist ja so, dass es eben nicht immer klappt. Dass oft eine Zeit überbrückt werden muss und einige Kinder für eine gewisse Zeit alleine zu Hause sind. Weil es eben nicht immer eine alternative Betreuungsmöglichkeit gibt und weil die Arbeitszeiten es oft nicht anders zu lassen.

Im Vergleich dazu sind meine Kinder in dieser Hinsicht sehr sehr unselbstständig.

Doch das wird sich wohl auch langsam ändern. Nicht nur, weil sie nun auch ein Alter erreicht haben (vor allem der Große), in dem man ihnen ein gewisses Vertrauen entgegen bringen (sollte) kann, sondern auch, weil ich nun immer wieder auswärtige Termine annehmen möchte. Weil sie mir Spaß machen und weil sie der nächste Schritt in meinem Arbeits- und Bloggerleben darstellen.

Auch wenn es mir schwerfällt.

Gebe ich ehrlich zu.

5 Kommentare

  • melliausosna

    Na ich bin froh das meine nun in einem Alter sind, wo man sie etliche Stunden ohne schlechtem Gewissen alleine lassen kann.Machen wir aber nicht oft, wenn wir mal essen gehen, oder ins Kino ansonsten ist immer jemand hier.

  • Iris

    Meine sind ja nun wirklich schon groß und sie hatten schon früh alleine zurechtkommen müssen, weil es zeitlich auch schon in der Grundschule nicht hingehauen hat, mittags immer da zu sein. Sie haben auf diese Weise auch früh gelernt, sich selbst zu versorgen. Kritische Menschen habenn sie als Schlüsselkinder bezeichnet und mir damit ein schlechtes Gewissen machen wollen, obwohl das hier in Berlin ein recht alltägliches Bild ist. Gegen dieses schlechte Gewissen haben meine Kinder selbst mich tatkräftig unterstützt, weil sie wussten, dass ich nicht zum Spaß nicht da bin.Zum Glück ist nie was Dolles passiert und ich war auch froh, immer ein Handy gehabt zu haben, auf dem sie mich erreichen konnten. Das Schlimmste war mal, als mein Sohn sich ohne Absprache Essen gemacht hat und dabei Öl angefangen hat zu brennen. Zum Glück war da die Nachbarin zur Stelle.

    Abends hatte ich am meisten Probleme, sie alleine zu lassen, weil ich mich an meine eigenen Ängste bei Dunkelheit erinnerte. Das hat ihnen aber nichts ausgemacht. Heikel wurde es allerdings immer dann, wenn BEIDE zusammen alleine waren, denn trotz der 5 Jahre Unterschied haben sie sich sehr viel und heftig gestritten. Naja, passiert ist auch da nichts Schlimmes und beide versichern mir heute, dass es völlig ok war, die Sachen frühzeitig selbst in die Hand zu nehmen. Dazu gehörte z.B. nach einem „Unglück“ auch mal das Putzmaterial. Ein schlechtes Gewissen solltest du gerade bei deinem Großen nicht haben. Der ist doch bestimmt froh, wenn er mal stundenweise Ruhe vor dir hat.

    • Melanie

      Hab auch kein schlechtes Gewissen, solange eben nur einer alleine daheim ist. Mein Großer hat sich trotzdem bei einem Freund eingeladen, also auch gut so.
      Schön, wenn sie langsam größer werden…….

      Zusammen alleine – ist immer ein eigenes Thema, auch wenn es mal geht.

  • Sina

    Ab einem gewissen Alter kann man die Kinder natürlich alleine lassen. Ich denke da ist es schwer den Mittelweg zu finden zwischen dem Freiraum, sodass sich das Kind alleine fühlt und der Betreuung, sodass das Kind unselbstständig wird. Für das spätere Leben ist sowas allerdings wichtig und lernt es das Kind erst einmal, dann möchte es auch später sehr schnell und gerne selbstständig werden. Man hat es ja von Anfang an gelernt. Wird ein Kind zu sehr bemuttert ist es ja bequem zuhause wohnen zu bleiben selbst wenn man schon längst erwachsen ist. Wichtig ist auf jeden Fall, immer erreichbar sein zu können wenn man nicht da ist oder jemand anderen die Aufgabe zu geben. So fühlt sich das Kind nicht zu sehr alleine, sondern kann jemanden anrufen wenn es etwas wichtiges gibt. Aber irgendwann kommt das Kind in ein Alter, wo man sich freut, dass die Eltern einmal nicht da sind und man die Ruhe hat. Je nach Bildung und Intelligenz ganz sowas aber auch von Kind zu Kind varrieren. Wichtig ist, mit dem Kind immer in Ruhe darüber zu sprechen und zu fragen, ob es alles so okay ist denke ich..

    • Melanie

      Interessante Aspekte führst du auf, hm, so habe ich es noch nicht gesehen. Der Mittelweg ist immer der schwierigste und zu sehr Bemuttern tue ich hoffentlich nicht.

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