Heimat

Kennst Du Wasserburg – Stadt – Künstler und Kunst

Kunst und Künstler findet man in Wasserburg reichlich. Vor allem Bildhauer und Maler sind reichlich vorhanden und wenn sie auch nicht direkt in Wasserburg Innenstadt arbeiten, so sind es doch Wasserburger Künstler. Denn hier in der Stadt ist ihre Heimat, auch wenn viele von ihnen mittlerweile international bekannt sind.

Da ich bei einer reinen Aufzählung mit Sicherheit die Hälfte vergesse, spiele ich am Besten gleich Stadtführer und wir machen einen kleinen Rundgang durch die Stadt.

Treffpunkt an der Brücke über den Inn.

Na, gut her gefunden? Schön dass Ihr alle da seid. Ich glaube, Du bist hier von der Bundesstraße da vorne den Berg runter gekommen? Dann hast Du sicher schon das Schild zum Malatellier Ute Lechner gesehen. Jaja, die gibt auch Malkurse. Aber wir wollen ja in die Innenstadt. 

Hm, wie wollt ihr gehen? Links ginge es zu einer Töpferei mit schönen natürlich Handgefertigten Sachen? Oder lieber rechts auf den Skulpturenweg am Inn entlang, um gleich mal ein paar Skulpturen einheimischer Bildhauer zu sehen? 

Ach erst später und lieber erst mal geradeaus? Nun direkt hier nach der Brücke seht ihr den Verkaufsraum der hier tätigen Künstler. Im Ferstlhaus, als dem Brucktorhaus, sind Atelliers verschiedener Künstler untergebracht. Wie Maler, Stoffkünstler, Bildhauer etc.  Aber gehen wir ein paar Schritte weiter. 

Stopp, nicht so schnell, recht im Schaufenster des Copyshops hast Du die Bilderausstellung übersehen. Ja ich weiß, der Weg hier ist eng und die Kunstwerke am Ende der Straße haben Dich fasziniert. Diese Tonvögel sind ja auch zu goldig. 

Gehen wir rechts unter den Arkaden weiter. Wer interesse hat am „alten Kram“ kann gegenüber mal in die Galerie schauen, doch diese Kunst spricht mich so gar nicht an. Sorry. Aber weiter geht es. Im Amtsgericht da vorne, finden regelmäßig Ausstellungen statt. Meist Malerei. Oft richtig gut. 

Gegenüber im Rathaus finden oft vom Arbeitskreis 68 Ausstellungen ihren Platz. Leider oft genug gegen Eintritt, und wenn Du zum Bürgermeister etc. möchtest, musst Du die hintenrum rein. Aber auch sehr oft  kostenfreier Eintritt. Das Spektrum vom Arbeitskreis 68 reicht von Malerei zu Bildhauerei etc. Weitere Ausstellungen dann noch im Ganserhaus, da kommen wir später noch hin. 

Das war schon ganz schön viel hm. Machen wir eine kleine Pause und gehen gemütlich Richtung Innenstadt, am Rathaus und bei der Sparkasse vorbei. Apropos Sparkasse. Hier und auch im Gebäude hinter der Brücke finden auch immer wieder Präsentationen von einheimischen Künstlern statt. Ja die Sparkassen sind bekannt dafür. 

Jetzt sind wir in der Hofstatt. Recht unspektakulär, aber das heißt nicht, dass es hier keine Künstler gibt. Rechts und links seht ihr Ausstellungsräume von Bildhauern.Vor allem die Metalskulpturen sind toll. Doch die Bilder da drin sind auch zu verkaufen. Hmmm. Wenn wir jetzt links um die Ecke biegen sind ziehmlich verseckt eine kleine Galerie, ein toller Fotograf – dessen Wasserburgbilder sind klasse! Aber auch Gesichter….. – Der Einzige, der bisher ein vernünftiges Passbild von mir Zustande gebracht hat. Nein, ich schaue im neuen Ausweis nicht wie ein Verbrecher aus… 

Wenn wir dort vorne in den kleinen Durchgang gehen, ist dort eine recht schöne Fischstatue auf dem Brunnen und links gegenüber ist ein Verkaufsladen, bei dem es auch kreatives zu Kaufen gibt. 

Ach gehen wir lieber die Schustergasse weiter. Und weil wir gerade an einer Kirche vorbei kommen. Nein es gibt hier nicht nur viele zeitgenössische Künstler, sondern auch früher haben unbekannte Wasserburger Meister heute sehr wertvolle Altäre etc. geschaffen. Viele sind in den Kirchen hier zu sehen. Und schaut doch auch mal die Wandmalereien an den Gebäuden an. Da kann kein Graffiti mithalten. Das weiße Rössl hier ist doch toll, oder? 

Gehen wir noch ein paar Schritte geradeaus und dann an der Straße rechts. Hier kommt das Ganserhaus, was ich vorhin schon erwähnt hatte. Ja die Ausstellungen da drin wechseln, aber schaut doch mal die Fassade an. Ja, schon, sie gehört wieder renoviert, doch 1975 haben die diese tolle Malerei freigelegt. Wahnsinn, oder. Direkt daneben eine Fotoausstellung. Ja, da könnten wir auch mal rein gehen. 

Ach ihr habt jetzt genug?

Kann ich verstehen, wir sind auch so gut wie fertig. Ich könnte Euch noch über den Skulpturenweg führen, da habt ihr zumindest nur etwa alle 10 bis 20 Meter neue Eindrücke zu verarbeiten oder auf dem Weg dorthin könnten wir noch bei ein oder zwei Holzkünstlern reinschauen, die sich um alte Möbel kümmern oder wir machen jetzt einfach nur Pause. 

Kommt, gehen wir in die Wasserburger Kaffeerösterei. Das ist schließlich auch Kunst, einen guten Kaffee zu rösten und zu machen. Und die Pralinen und die alte urige Ausstattung da drin. Das passt heute wunderbar!

Ich hoffe der kleine Rundgang hat Euch gefallen und nächste Woche gehen wir in die Natur!

6 Kommentare

    • Mella

      Hi Sabienes,
      Rosenheim ist schon auch gut, doch ich finde, die Stadt hat in den lezten Jahren sehr verloren. Die Bundesgartenschau hat zwar einiges wieder rausgerissen, doch das Rosenheim aus meiner Kindheit ist verschwunden. Zu Groß und zu hektisch geworden.

  • Iris

    Hey ihr zwei, zankt euch nicht!

    Da ich Rosenheim genauso wenig kenne wie Wasserburg, kann ich jetzt grad nur was zu dem hiesigen Artikel schreiben und der ist wirklich prächtig geworden und v.a. sehr originell geschrieben als Stadtführung. Ich hab jetzt also das Gefühl, nicht nur Kunst gezeigt bekommen zu haben, sondern auch gleich eine Menge von der Stadt gesehen zu haben. Richtig gelungen, die Präsentation, Mella!

    LG Iris

    • Mella

      Danke für das Lob, hat mich sehr gefreut, Iris.
      Ach Rosenheim ist auch hübsch, doch mich ärgert, dass hier so viele „Bausünden“ begangen werden. Alte Gebäude weg, schnell neu ersetzen. Und meist potthässlich. Beispiel Polizeigebäude. Brrr. Da wird mir Sabienes sicher recht geben. Das ist in Wasserburg oft nicht so. Außerdem ist Rosenheim irrsinnig gewachsen, halt keine Kleinstadt mehr, was sie aber noch war, als ich dort gewohnt habe.

      Rosenheim kommt sicher auch noch in meinen Beschreibungen vor, wenn ich die Stadt verlasse und in die Umgebung schweife.

  • Sabienes

    Ich komme leider nicht mehr so oft nach Rosenheim, als Bausünde ist mir nur der Karstadt-Bau in berüchtigter Erinnerung.
    Meistens bin ich nur noch an Weihnachten oder Familienfesten da unten und wenn, dann ironischerweise in der Gegend um Soyen.
    Grüß mir mal den Inn!
    Sabiene

    • Mella

      Hi Sabienes, dann wirst Du Rosenheim genauso wenig wieder erkennen, wie ich. Es hat sich viel geändert und leider nicht alles zum Positiven. Rosenheim war früher noch viel schöner und angenehmer. Schau es Dir mal wieder an und sag mir dann Deine Meinung

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