Der Bauch muss weg

Experiment 52 – Woche 4

Zur gesunden Lebensweise gehört nicht nur Essen, Trinken und Sport, sondern auch die richtige Abwechslung zwischen Arbeit und Entspannung. Nicht ohne Grund leiden immer mehr Menschen unter Burn-Out. Diejenigen, die Kinder haben und arbeiten gehen, werden mir sicher zustimmen, wenn ich jetzt mal behaupte, dass man als Mutter meist irgendwie dauerbeschäftigt. ist. Besonders schlimm ist es in den Ferien, und ganz schlimm sogar, wenn mein Mann noch zu Hause ist und wir nicht wegfahren. Denn dann wird gearbeitet….

Neuerung der Woche

Um Entspannung zu bekommen und einfach runterfahren und dabei den Akku aufladen und Kraft tanken, dachte ich, wäre es schön, wenn ich 10 Minuten mal nichts tue. Nicht trinken,nicht lesen, einfach nur die Sonne genießen, dem Regen zuhören. Ansonsten nichts. Kein Fernsehen, kein Radio. Einfach bewusst abschalten.

Soweit der Plan. Doch die Umsetzung ist bei mir eine Katastrophe. Am ersten Tag hochmotiviert im Liegestuhl das Gekreisch der Kinder mehr oder weniger erfolgreich ausgeblendet. Am nächsten Tag fleißigst unterbrochen und ich habe mich erwischt, wie ich mir einen imaginären Merkzettel geschrieben habe. Am dritten Tag wurde aus den 10 Minuten kurzerhand 2, am vierten Tag war nichts mehr da. Gestern ein neurer Anlauf – doch nach einer Minute habe ich meinen Kaffee vorgezogen.

Wenn ich also meine Augen schließe und versuche nichts zu tun, fällt mir alles mögliche wichtige ein, was ich noch erledigen muss. Vielleicht bin ich hier auch zu ungeduldig, doch etwas habe ich immerhin in dieser Woche gelernt. Von bewusster Entspannung und aktiven Abschalten bin ich noch meilenweit entfernt. Deshalb versuche ich lieber mir immer wieder kleine Freiräume zu erarbeiten, in denen ich gemütlich meinen Kaffee trinke oder ein Buch lese.

Sport

Noch sind Ferien, noch bin ich Fahrdienst und Aufpasser meiner Kinder. Noch kann ich nicht ins Fitnessstudio gehen. Genausowenig wie heute. Denn die Herren möchten ausschlafen und das dauert mindesten so lange, bis BodyPump beginnt. Okay, habe ich halt erst nächste Woche Muskelkater. Eh schon egal. Immerhin sind wir 2 mal gelaufen und meine Bauchübungen habe ich bis auf einmal auch brav gemacht. Doch langsam werden sie langweilig! So was von! Gut dass in der nächsten Woche wieder am Sport geschraubt wird.

Trinken

Ja, ich habe es geschäft. Jeden Tag 1,5 Liter. Mittlerweile habe ich schon richtig Durst darauf und es geht mir etwas ab, wenn es nicht so klappt. Das habe ich gestern schön gesehen, als wir das Schulzeug hergerichtet haben und gleichzeitig einen Teil von meinem Schreibtisch in Ordnung gebracht haben. Normalerweise vergesse ich hier vor lauter wursteln das Trinken, doch diesmal nicht. Ich werte das als gutes Zeichen.

Essen

Das mit dem Obst und/oder Gemüse zu jeder Mahlzeit ziehen wir weiterhin erfolgreich durch und wir ernähren uns jetzt auf jeden Fall gesünder. Letzte Woche haben wir an mindestens 3 Tagen vegetarisch gelebt und lauter leckere Sachen gegessen. Vor allem auf den Großen bin ich stolz, denn dieser zieht den Bereich auch total streng durch und sogar bei seinem Freund besteht er auf Obst und Gemüse zu den Mahlzeiten. – Finde ich gut.

Fazit

Das mit der Entspannung war so wohl nichts. Mal schauen, ob mir hierzu etwas besseres einfällt. Vielleicht in Zusammenhang mit Trinken – vielleicht einen Tee? Auch am Sport muss sich etwas ändern, denn er wird so langsam langweilig. Mal schauen, was ich in nächster Woche so teste – Liegestütze?

Auch ob weiterhin jeden Tag Sport sinnvoll ist, weiß ich nicht. Normalerweise gehe ich am Montag in Bodypump, und jogge Dienstag und Donnerstag. Da könnte ich am Mittwoch, Freitag und Samstag sicher auch Sport machen und es wäre immer noch genug. Bauch ist zwar gut und schön – aber nicht unbedingt nötig.

Ach ja, an der Waage zeigt sich nichts, aber der Bauchumfang war etwas kleiner. Immerhin.

6 Kommentare

  • Steffi

    Das mit dem bewussten Entspannen geht mir häufig auch so. Kaum hat man die Augen zu, fallen einem dies und das und jenes ein, was es noch zu erledigen gilt.
    Man kann sich ja auch nicht immer erst in den Wald absetzen, wo man gar keine Möglichkeit hat, anderes zu tun. Erzwingen kann man es nicht, aber irgendwo braucht man ein wenig innere Ruhe schon.
    Ist wirklich eine Zwickmühle, und ich habe die Lösung dafür noch nicht gefunden. Vielleicht findest du sie ja 😉

  • Iris

    Das mit dem Teetrinken zum Nichtstun finde ich eine gute Idee.

    Wenn ich so zurückdenke an die Zeit, wo meine Kinder im Alter von deinen waren und ich auch gearbeitet habe, dann kommt es mir manchmal so vor, als wäre es sogar der familiäre Alltagswahnsinn gewesen, der mich vor dem beruflichen Burnout gerettet hat, denn ich empfand es als ausgesprochen bereichernd und wohltuend, durch Familienpflichten bewusst vom Job abschalten zu können. Hoffe mal, das ist nicht nur verklärende Rückschau jetzt bei mir, sondern eine wirkliche Option.

    LG Iris

    • Mella

      Ach das mit dem Ablenken und dem Wahnsinnigwerden funktioniert auch andersherum. Ich bin immer froh, wenn ich bloggen kann. Das hält mich auch vom Familienwahnsinn ab. 🙂

      • Iris

        Dann war es bei mir wohl eindeutig so, dass der Job noch viel wahnsinniger ist/war als das Familiendasein Ist eigentlich auch logisch: Zu Hause nur zwei Kandidatetn und im Job immer ca. 30 auf einen Haufen

        • Mella

          Bei Dir hat das mit den Kindern eine andere Dimension. Wenn ich mir überlege – 30x meine oder wenn „nur“ meine Beiden. Dann sind mir 2 Kinder schon lieber. Aber wenn man so rechnet:
          2x Kind im vergleich zu himmlischer Ruhe alleine…..;-)

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