Gedanken

Mit dem Zufrieden sein was man hat…..

Am letzten Wochenende hatte ich mal so richtig Zeit. Zeit mit meinem Schatz ein wenig Zweisamkeit zu verbringen und miteinander mal zu Reden. Aber auch über diverse Dinge mal nachzudenken.

Leider ist mir auch klar gworden, dass ich perfektionistisch veranlagt bin. Ich will immer alles erreichen und schaffen. Der Hund soll gut erzogen sein, bei den Kindern soll alles gut laufen, ich sollte sportlich sein und eine gute Figur haben und alles soll möglichst reibungslos funktionieren.

Das das ein unrealistisches Ziel ist und ich mich dabei aufreibe, habe ich zwar schon vorher geahnt, aber ich dachte auch immer gleichzeitig, dass die Umwelt dies von mir verlangt. Dies mag schon teilweise richtig sein. Aber eben auch teilweise nicht. An diesen Gedanken muss ich mich erst mal gewöhnen. Dass nicht das 100%ige Funktionieren von mir verlangt wird. Dass ich auch Fehler machen darf und dass weder Figur, noch Hund noch Kinder perfekt sein müssen.

Klar muss ich gerade beim ADHS-Kind 100% verlässlich und berechenbar sein. Aber eben nur da und sonst nicht. Mein Fehler ist es, dass ich diese 100Prozent auch gleich auf alle anderen Bereiche übertragen habe. Vielleicht war ich deshalb auch so unzufrieden. Mit mir und der Welt, da ich meinen eigenen Ansprüchen nicht genügen konnte.

Dies wird sich jetzt ändern. Total.

Wir brauchen nicht Perfekt zu sein. Auch meine Seiten und alles andere von dem was ich mache und meine Umwelt – nein. Nichts ist Perfekt und ich bin nicht dafür verantwortlich!

Und ehrlich gesagt, das ist auch gut so. Denn nur durch die kleinen Fehler und Eigenheiten wird doch ein Mensch erst so richtig liebenswert.

Das Problem dabei ist nur, dass man dazu ein gewisses Maß an Selbstbewußtsein braucht. Und nun ja, das ist nicht vorhanden. Vielleicht ist ja Perfektionismus auch nur ein Weg Unsicherheiten zu kaschieren. Wahrscheinlich sogar.

Doch es ist der falsche Weg.

Das ist mir jetzt klar.

4 Kommentare

  • Frau_Mahlzahn

    *lol* — na ja, beim Hund wär’s vielleicht auch nicht ganz schlecht, wenn er im Griff wäre… Meine Herren, was ich da manchmal beobachte… Aber ansonsten hast Du sicher Recht, und ich wünsche Dir viel Erfolg dabei, Deinen Perfektionismus ein wenig zu reduzieren. (Mir dagegen könnte ein wenig mehr nicht schaden, *fg*).

    So long,
    Corinna

    • Mella

      Es kommt auf den Hund drauf an. Ist es wirklich so schlimm, wenn er auf der Straße mal bellt oder schlecht vor dem Geschäft warten kann? Solange er sonst nichts anstellt……
      Hier bitte – eine Scheibe Perfektionismus rüberreich

  • yvonne

    also verstehe ich das richtig das nicht-perfektionisten (anti-perfektionisten) ein größeres und stärkeres selbstbewusstsein haben als perfektionisten??
    hm stellenweise finde ich das sogar logisch und das bringt mich schon wieder zum grübeln.

    klar machen kleine fehler sympathisch, aber ab wann ist ein fehler groß bzw. wie groß darf ein kleiner fehler werden?? (man sind wir heut philosophisch )

    • Mella

      Hi Yvi,
      das siehst Du richtig. Anti-Perfektionisten haben sicher ein stärkeres Selbstbewußtsein.
      Aber die größe der Fehler spielt keine Rolle. Eher die Größe der Macken.
      Und Fehler sollten ja einmalig sein, denn aus Ihnen soll man ja lernen. Ach ja und jeder Fehler hat auch seinen Sinn. Einmal um etwas daraus lernen zu können und zum anderen weil er uns prägt und manchmal auch unser Leben verändert. Auch wenn uns der Sinn oft oder zumindest anfangs verschlossen bleibt, kann man später oft feststellen, dass es schon so richtig war wie es war.

      Also Perfektionismus ist nie richtig gut, egal bei Macken oder Fehlern. Nur eines ist wichtig – aus Fehlern lernen.
      Und selbstbewußt zu den Macken stehen lernen…..

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