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Harte Diagnose

Wie ist es, wenn man vor den Ärzten sitzt, und die klaren Fakten einem um die Ohren fliegen. Nicht nur angenehme Fakten, sondern eher auch die unangenehmen Resultate.

Sollen wir jetzt entsetzt sein? Entsetzt darüber, dass unsere schlimmsten Befürchtungen wahr geworden sind – zumindest fast alle?

Oder sollen wir froh sein endlich unsere Einschätzung als richtig bestätigt zu bekommen. Froh darüber zu sein, dass wir schon die richtigen Maßnahmen teilweise eingeleitet haben.

Egal wie man es dreht und wendet. Nun ist es Fakt – zumindest wenn man den Ärzten glaubt (oder ihnen vertraut). Wir haben jetzt neue Herausvorderungen zu meistern und müssen uns nun mit den Gegebenheiten auseinandersetzten. Darüber nachzudenken, ob dieses oder jenes etwas geändert hätte oder ob in der Vergangenheit Fehler passiert sind und wer eventuell Schuld hat – das bringt jetzt nichts mehr. Es hilft jetzt nur noch der Blick nach vorne und dass wir die Fakten annehmen und das Beste daraus machen.

Trotzdem – der Schock bleibt. Zumindest anfänglich, bis man alles verdaut hat. Die brutale Wahrheit die man am liebsten nicht wahr haben möchte. Bei der man sich fragt, warum wir. Was haben wir getan um das zu verdienen? Wie sollen wir das schaffen?

Nur negative Gedanken kommen dadurch zu Tage. Doch wie soll man positive Seiten finden, wenn die schlimmsten Befürchtungen wahr werden? Das ist wie eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Und wenn man einen positven Gedanken hierzu gefunden hat, dann ist er oft so winzig, dass er keinen wirkliche Trost spendet.

Doch diese Sichtweise ist zu negativ. Ich weiß. Aber die positive Sichtweise fällt mir im Moment halt verdammt schwer. Klar könnte es schlimmer sein. Natürlich könnte auch noch mehr passieren und ich kann froh sein, es „nur“ so schlecht getroffen zu haben. Steigerungen sind immer noch möglich. Doch das muntert mich wirklich nicht auf.  Ich kann mich nicht an dem Elend der Anderen nach oben ziehen. Nein, ich muss einen anderen Weg finden.

Eine Möglichkeit wird wohl diese sein, dass wir uns auf die guten Dinge konzentrieren und die schlechten einfach ignorieren. Das hat was vom Vogel Strauß, doch manchmal  braucht man auch diese Pause um Kraft zu schöpfen. Und vielleicht auch um den Abstand zu finden, noch mehr positive Seiten zu sehen und irgendwann wieder mal positiv denken zu können. Denn das habe ich leider in letzter Zeit ein wenig verlernt.

Schade.

Hat Jemand eine Idee, wie ich wieder zu positven Gedanken kommen kann?

2 Kommentare

  • Sylvia

    Falls du ein Ohr brauchst, melde dich.

    Ansonsten – an solchen Tagen lautet mein Mantra: „Morgen ist ein neuer Tag“. Ernsthaft – wie auch immer es aussieht, Schritt für Schritt kommt man immer irgendwie voran. Ihr schafft das !

    Alles Gute *MellaundFamilietröst* !

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