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Mit Laib und Seele

Wenn man mit Leib und Seele bei der Sache ist, dann macht man es gerne. Sehr gerne sogar und dann achtet man automatisch auf Qualität, denn zeigt man seine Wertschätzung . Glücklich sind diejenigen, die ihren Beruf mit so viel Herzblut ausleben können. Vor kurzem habe ich so Jemanden getroffen, der mit Leib und Seele den Beruf ausübt. Und zwar einen alten und nun selten gewordenen Beruf des Müllers. Doch ich rede hier von einer Frau!

Annelie Wagenstaller ist Müllermeisterin und wirklich mit Laib und Seele dem Brot verschrieben. Doch nicht nur dem Mehl und dem Brot, sondern alles was rund um die Mühle im Jahreskreis so los ist. Darüber hat sie auch ein Buch verfasst. Nach dem Buch „Brot und Heimat“ heißt das Buch, welches ich Euch vorstellen möchte: „Laib und Seele“[aartikel]3000281304:right[/aartikel]

Wie man an der Wortspielerei schon erkennen kann, lässt eine Müllermeisterin das Brot nicht außen vor. Geht auch gar nicht, denn was man mit dem Mehl so alles anstellen kann ist doch immer wieder interessant. Auch wie sich das Mehl verhält, dass es zum Sauerteig wird und wie man ihn selbst herstellt. Ja, das kommt mir doch jetzt sehr gelegen, wo meine Männer nun mehr mein selbst gemachtes Brot verlangen. Doch diese Anleitung findet man ja noch öfter, doch was mache ich mit dem Sauerteig, wenn ich in den Urlaub fahre, kann man Sauerteig auch einfrieren? Oh ja, man kann und wie! Aber noch viel cooler ist ihn selbst zu trocknen.

Jetzt schreibe und schreibe ich, und  bin gerade mal beim ersten Kapitel. Dann richtet sich das Buch nach dem Jahreslauf und zu den wichtigsten Festen gibt es leckere Rezepte. So findet man zum Fasching Schuxn oder dann zu Gründonnerstag vor Ostern  schon eine Brennnesselsuppe. Womit wir bei dem zweiten Bereich sind, was mir an dem Buch sehr gut gefällt. Nein, nicht die Brennnesselsuppe. Es sind viel mehr die Informationen zu Kräutern (die auch mal vor dem Haus direkt wachsen), das alte Wissen um die Bräuche und um die Verarbeitung und um die Hochachtung vor der Natur.

Aufgelockert wird das Buch mit den vielen Rezepten und Informationen noch mit Gedichten, Geschichten und Sprüchen. Vieles rund um die Mühle der Familie Wagenstaller. Neben den üblichen Bildern von den Rezepten findet man auch gerade hierzu viele weitere schöne Fotos.  Zu guter Schluss werden dann noch die Mehltypen kurz vorgestellt und deren Verwendung erwähnt, Gott sei Dank endlich, sage ich dazu mal.

Wie schon erwähnt, hatte ich das Glück die Autorin zufällig kennen zu lernen. Ich habe bei Ihr endlich das Mehl gefunden, was in einem Rezept gebraucht wurde, denn zum Brotbacken nimmt man meistens eben nicht das Standard-Mehl her. Es war bei ihr sogar noch um einiges günstiger als im Supermarkt. Darüber sind wir ins Gespräch gekommen, dass ich eben auch im Moment leider keinen Sauerteig finde. Fertig. Wie ich den denn nun selbst machen könne etc. Zum Testen habe ich den Fertigsauerteig (in Pulverform) von ihrer Mühle gekauft und probiert.

Super!!!!

Und viel billiger, denn mit dem Päckchen für etwa 3 € bekomme ich etwa 8 Brote (laut Packungsangabe), als wie mit dem Sauerteigzeugs vom Supermarkt (welches im Moment hier eh nicht zu bekommen ist.) Misstrauisch war ich ja schon, da ich mit Trockenhefe auf Kriegsfuss stehe und sie bei mir niee aber wirklich NIIEE funktioniert. Doch dieser Sauerteig funktionert! Ganz einfach mit frischer Hefe zu kombinieren.

Wer nun auch gutes Mehl (günstig) und fertigen Sauerteig in Pulverform und noch viele weitere Dinge probieren möchte, kann auch online einkaufen. Hier geht zum Shop.

Und noch etwas, am Freitag, den 05.11.2010 stellt Amelie Wagenstetter ihr Buch im Bayerischen Fernsehen in der Sendung „Wir in Bayern“ vor. Zeit zwischen 16-17 Uhr.

Wenn ich es nicht vergesse, werde ich dann einen Link auf die Sendung selbst setzen, sobald sie gelaufen ist.

Noch etwas in eigener Sache: das andere Buch „Brot und Heimat“ werde ich in der Brotwoche vom 15.11.2010 bis zum 21.11.2010 vorstellen und dieses landet dann auch im Adventskalender (doch mehr wird nicht verraten!)

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