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Fragt eigentlich einer mal wie es Müttern geht?

Damals als ich schwanger war, sagte mal jemand zu mir:

Genieße es, jetzt interessiert sich jeder für Dich, danach nur noch jeder für das Kind.

In meiner Einfalt dachte ich klar, das Baby ist ja auch viel interessanter. Doch das dies alles ein Leben lang anhält daran hätte ich im Traum nicht gedacht.

Heute wird immer noch nicht gefragt, wie es mir mal so geht. Mit all den Problemen die wir haben. Immer auch dann wenn einem Kind etwas passiert oder gerade so nicht passiert. Immer dann, wenn erst falscher Alarm geschlagen wird und dann doch nicht alles so schlimm ist.

Dann wird nie gefragt, wie es einer Mutter denn so geht. In dieser Situation und überhaupt.

Speziell ärgert es mich dann, wenn es so pseudo gut gemeint wird. Ich kann das jetzt nicht richtig beschreiben, doch die meisten Mütter werden bestimmt irgendeine Situation kennen:

Da tut man alles, damit das alles so in Ordnung ist und gut läuft und dann kommt jemand daher und stößt alle Bemühungen um. Beispiel: Kind soll im Moment keine Süßigkeiten essen. Man lotst es um die Eisdiele, blind durch den Einkaufsmarkt und dann bei Oma – hier ein Bonbon für Dich….. oder

dieses „Ich möchte nur das Beste für Ihr Kind“ bzw. „Es hätte ja sein können“ was hätte sein können? Dass es sich bei der Pustel um einen normalen Mückenstich handelt und nicht um einen gefährlichen Auschlag? Aber vorher alle Leute verrückt machen und am Besten noch Notarzt, Behörden und Co. einschalten.

Wie geht es uns Müttern wohl dabei?

Ich könnte mit dem Kopf auf den Tisch schlagen – meist darf ich nur die Augen verdrehen. Doch welche Sorgen, Gedanken und Befürchtungen ich dadurch ausstehen musste. Den Ärger und die Kraft die dadurch verbraucht wurde – das interessiert keinen. Und ganz ehrlich wir kommunizieren es auch zu wenig. Auch gegenüber dem Mann. Wir erwarten, dass wenn wir den Ärger verstehen er ganz automatisch die richtigen Schlüsse zieht. Doch das kann er nicht. Er hat die Situation nicht mit durchlebt und war nicht den Problemen selbst ausgesetzt. Das ist was anderes. Mitleid bekommt frau vielleicht schon, aber er fragt dann nur –

aber dem Kind gehts gut oder?

2 Kommentare

  • Kerstin

    Hallo,

    ich kenne solche Situationen auch. Den meisten Eltern ist das bestimmt bekannt *lächel*. Das eine hat mit einem Generationenkonflikt zu tun ( z. B. Die Oma, die früher eine sehr strenge Erziehung genossen hat, möchte beim Enkel besser handeln und will den Eltern signalisieren das man in der Lage ist Dinge anders zu machen/ macht aber dadurch oftmals etwas Gegenteiliges zu dem was die Eltern wünschen *gg*) Hier ist im Ersten Schritt Diplomatie oder zumindest Zurückhaltung angebracht und im zweiten Schritt sollten Eltern sich mit Oma und Co. absprechen was, in welchem Maße, erlaubt ist.
    Was das Private betrifft, so kann ich nur sagen, dass Mann durch sein Wesen nicht immer ganz so feinfühlig ist wie die Frau. Wenn Frau eine Änderung möchte, diesbezüglich, würde ich empfehlen ein offenes Gespräch zu führen wobei beide Partner sich mitteilen, was sie gerne geändert hätten. Die Frau ist ja z. B. auch nicht immer so kräftig das sie jedes Gewicht heben könnte und sagt dann ihrem Mann Bescheid das er bitte helfen möchte.
    Du hast da vollkommen Recht, in den meisten Fällen redet man zu wenig miteinander. Das kann man aber nur ändern wenn man sich selbst darauf sensibilisiert und den Partner mit einbezieht. Nach einer gewissen Zeit, (Bereitschaft dazu vorausgesetzt) sensibilisiert er sich ebenfalls.

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