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Zu den Hobbys stehen

So ziehmlich jeder Mensch hat ein Hobby. Der eine bastelt stundenlang an seiner Modelleisenbahn, der andere sammelt Kronkorken und wieder andere basteln, malen, stricken oder machen Sport.

Es ist gut, daß man einfach mal machen kann, wozu man Lust hat und was einem Spaß macht. Und wenn etwas Spaß macht, ist man in der Regel auch relativ gut darin, im Rahmen seiner Möglichkeiten. (Nicht jeder ist zum Fußballstar oder Sänger geboren).

Manche Hobbies muten etwas seltsam an. Doch aber nur, weil es einen selbst nicht interessiert oder man keinen Bezug dazu aufbauen kann. Ich persönlich kann halt mit Kronkorken nichts anfangen und deshalb würde ich diese nie sammeln. Derjenige, der die Kronkorken sammelt, kann mit sticken oder stricken nichts anfangen.

Ich hingegen stricke und sticke recht gerne, auch wenn ich es normalerweise nicht zugebe. Dies hat sich erst seit kurzem richtig geändert, als ich Anerkennung von meiner Familie für mein Hobby erhalten habe. Ich habe ja schon erwähnt, daß ich mit der Sockenproduktion kaum noch hinterherkomme. Auch als ich mal Hardanger (Stickart) ausprobiert habe, wurde der Musterfetzen (10×7 cm ) mir sofort aus der Hand gerissen und als Lesezeichen verwendet. Es ist sogar so, daß sich die Kinder schon fast um solche Sachen streiten.

Dies tut mir so richtig gut, denn von meinem Elternhaus wurde ich zwar angehalten diese Hobbys auszuüben, doch gab es immer etwas zu meckern. So hat meine Mutter grundsätzlich alle Knöpfe, die ich mal angenäht habe wieder aufgetrennt und nochmals angenäht.

Ja gut, ich gebe zu meine Technik ist beim Knopf – Annähen vielleicht nicht die sauberste oder schönste, doch hat bis jetzt jeder Knopf an seinem Platz ausgehalten, wenn ich ihn denn einmal dort befestigt hatte.  Es wäre schön von meiner Mutter gewesen, wenn sie nicht alles selbst gemacht hätte und mir so das Gefühl des Versagens gegeben hätte, sondern mir eine bessere Technik gelehrt hätte.

Ich versuche daher meine Kinder es alles so machen zu lassen, wie sie wollen, und wenn ich der Meinung bin, das sie auf dem falschen Weg sind, bitte ich sie sich meine Methode mal anzusehen und dann sollen sie selbst entscheiden, was vernünftiger ist. Sie brauchen ja das Rad nicht neu erfinden, aber vielleicht erfinden sie etwas Neues und Besseres oder bleiben beim Althergebrachten.

Auch dürfen sie sich Ihre Hobbys selbst aussuchen. Wenn der Kleine meint, daß er Kassenzettel sammeln muß, nun gut. (Die Phase geht hoffentlich bald vorbei) Auch finde ich es toll, daß er gerne Reiten geht und wenn er deswegen gehänselt wird, daß ein Junge reiten geht, helfe ich ihm dabei die richtigen Argumente dagegen zu finden (ein Cowboy ohne Pferd ist ja wohl das blödeste was man lange gesehen hat – oder waren das etwa nur Mädchen???)

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