ADHS,  Kinder

Belohnungsprinzip

Unser Belohnungsprinzip haben wir aus der Ergotherapie übernommen, da es sich dort in der Gruppe gut bewährt hat.

Die Kinder haben täglich als Guthaben je 3 Klammern (Büroklammern oder Wäscheklammern) als Guthaben, ohne daß sie dafür etwas leisten müssen. Bei kleinen Kindern können Büroklammern gut am Pulliärmel befestigt werden, so daß sie immer daran erinnert werden. Bei uns hängen bunte Wäscheklammern am Kalender im Eßzimmer.

Wenn die Kinder besonders brav sind oder im Haushalt helfen, können sie sich eine Klammer „erarbeiten“. Dies kommt meiner Faulheit zugute und die Kinder lernen so gleichzeitig im Haushalt zu helfen und auch mal freiwillig anzupacken.

Klammern werden hingegen abgezogen, wenn:

  • mit vorheriger Ermahnung: „Noch einmal und die Klammer ist weg“  – bei kleineren „Vergehen“ wie Füße auf dem Tisch, nicht aufräumen (wollen), extreme Schimpfwörter etc.
  • ohne vorherige Abmahnung – denn dies wurde vorher schon besprochen – wie schlagen, Zerstörungswut, etc.

Wenn beide Kinder ihre 3 Klammern am Tag behalten:

dann passiert nichts, egal ob sie die Klammern behalten, weil sie nicht angestellt haben ode weil sie verlorene Klammern wieder erarbeitet haben.

Wenn sie zu wenig Klammern haben:

dann gibt es entweder keinen Aufkleber (für den Aufkleber müssen bei uns (2Kinder) 6 Klammern vorhanden sein) oder

eine kleine Strafe, wie z.B. Abgabe einer Pokémon-Karte – hier ist jedes Kind für seine Klammern selbst verantwortlich

Wenn sie mehr als je 3 Klammern haben:

gibt es einen Aufkleber und eine kleine Belohnung oder

je Plusklammer im Moment eine Pokémon-Karte

Aufkleber:

je 10 Aufkleber darf je ein Kind abwechselnd einen Wunsch äußern, der Familientauglich ist. Das geht vom Eisessen zu Ausflügen bis zum gemeinsamen Aquarienkauf oder Spieleabenden. Es sollte halt etwas nicht alltägliches sein.

Wir setzen immer dies ein was momentan am Erfolgsverprechendsden ist. Momentan sind es bei uns die Pokémonkarten, aber auch mit den Aufklebern haben wir gute Erfahrungen gemacht. In der Ergotherapie wurde dieses Prinzip in einer Guppenstunde eingesetzt, bei der es um Ruhe, Einhalten der Regeln, Konzentration etc. gegangen ist. Dort mussten alle Kinder am Schluß je 3 Klammern vorweisen um an einen Aufkleber zu kommen. Nach 10 Stunden gab es dann eine Wunschstunde. Dort waren die Regeln strenger, dafür aber auch die „Bravsein-Zeit“ erheblich kürzer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.