Elternabend

Kurz vor Weihnachten laufen bei uns die ganzen Elternabende auf. Erst beim Kleinen, dann nochmal beim Kleinen und nun auch beim Großen. Ich bin wie jedes Mal froh, dass ich diese hinter mich gebracht habe. Doch dieses Jahr war es komplett anders.

1. Elternabend beim Kleinen

Dies war ein sehr schöner Elternabend. Was ich ja leider sonst nicht so von ihm gewohnt bin. Sonst habe ich hier immer nur gehört, was alles nicht klappt und wo es Probleme gibt.

Doch dieses Mal O-Ton Lehrerin “Ihr Sohn macht mir sehr viel Freude!” Was will man anderes hören? Ein Traum. Genauso, dass alles im Groben und Ganzen funktioniert und er genau richtig an der Schule ist. Erste Fortschritte schon eindeutig sichtbar.

Elternbeiratswahl

Gleich vorne weg, ich gehöre der großen Mehrheit an, die sich nicht freiwillig meldet. Zum einen weil ich die Zeit nicht opfern möchte, zum anderen, weil ich ungerne im Rampenlicht stehe.

Ich denke wie so viele – das kann der neben mir doch auch machen.

Wie allgemein bekannt, haben wir 2 Kinder. Die von mir genannte Einstellung kenne ich aus der “Elterngeneration” des Großen sehr gut. Auch der Klassenelternsprecher wird eher so gewählt – wer will es freiwillig machen?

Ach nur 2?

Hat jemand was dagegen? Nein, also in Ordnung.

Kurz und schmerzlos.

Auch bei der Elternbeiratswahl haben sich micht Ach und Krach 15 Kandidaten gefunden, 12 werden gewählt. Also können wir gerade mal 3 nicht wählen. Reicht ja eigentlich auch locker. Nur zur Erinnerung, die Realschule hat knapp 1300 Schüler. Da werden sich wohl 12 finden lassen. Es ist da ja nicht so, dass es nicht genug “Nebenmänner” gäbe, die sich zur Verfügung stellen könnten.

Ganz anders beim Kleinen. Da gab es beim Klassenelternsprecher tatsächlich 8 ! Kandidaten. Es wurde da tatsächlich eine geheime Wahl mit Zettel und Urne veranstaltet. Hier gab es wirklich Engagement. Genauso bei der Elternbeiratswahl, hier gibt es auch große Auswahl.

Doch mir ist das persönlich schon wieder suspekt. Ja, mir ist schon klar, dass der Elternbeirat und der Klassenelternsprecher wichtige Aufgaben erfüllen, doch es ist kein Elternteil dazu verpflichtet und wer übernimmt schon gerne die Aufgaben, wenn man nicht gerade ein Faible dafür hat.

So sind es in der Realschule wirklich viele, die entweder selbst als Lehrer oder Erzieher tätig sind oder mehrere Kinder an der Schule haben, oder einfach ein tolles diplomatisches Händchen haben, welches sie hier gut ausleben können.

Ach ja, in der Realschule gibt es einen Festausschuß der Lehrerschaft, so dass das Kuchenorganisieren und Festorganisieren wegfällt. Die Arbeit und die Konzentration bleibt dabei bei den Belangen der Schule.

Auch wenn ich die Arbeit interessant finde, so weiß ich doch, dass ich nicht wirklich für diese Aufgaben geeignet bin. Einerseits natürlich von der Diplomatie, andererseits von meiner Bereitschaft dafür Opfer zu erbringen.

Hausaufgaben – der tägliche Wahnsinn

Zur Zeit geistert ja der Herr Sarrazin mit seiner Forderung das Kindergeld zu halbieren, wenn die Hausaufgaben nicht erledigt werden, durch die Nachrichten. Dabei setzt er die Grenze meines Erachtens mit 2-maligen Vergessens recht niedrig an.

Ich kann diesen Mann leider nicht ganz ernst nehmen, doch andererseits verstehe ich auch irgendwie seine Beweggründe. Wir haben ja in unserer Grundschulklasse einen recht hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Und ja, es ist auffällig, dass diese recht schlecht in der Schule sind und dass diese auch oft keine Hausaufgaben machen. Ich will jetzt Niemanden über einen Kamm scheren, deswegen schreibe ich nun nur noch über die Kinder, über die ich genaueres weiß:

Es gibt einen russisch-stämmigen Jungen, dessen Mutter tagsüber arbeiten musste. Er ist in der 2. Klasse bereits sitzen geblieben und als ich ihn mal bei mir zu Hause bei den Hausaufgaben hatte, ging er in die 3. Klasse. Er war bemüht, doch musste er an diesem Tag ca. 10 Hausaufgaben nachholen. Meist weil diese unvollständig oder sehr falsch waren. Dies hatte bei ihm folgende Gründe – seine 15-jährige Schwester hat ihn beaufsichtigt (und war überfordert) seine Mutter war in der Arbeit und zusätzlich spricht seine Mutter auch kein Deutsch.

Ich habe mich darauffolgend eingemischt und seitdem geht dieser Junge in die Hausaufgabenbetreuung an der Schule und ist nun ein guter Schüler.

Hier verstehe ich Herrn Sarrazin, dass er meint sich da teilweise einmischen zu müssen. Denn die Probleme mit den Jugendlichen kommen ja auch nicht von ungefähr und je früher wir hier helfen oder die richtigen Maßnahmen einleiten umso besser. Doch die  Kürzung des Kindergeldes ist die falsche Maßnahme. Ich wäre davon auch betroffen.

Diese Woche war mit dem Kleinen besonders schlimm. Vor allem die Hausaufgaben. Okay, normalerweise ist es nicht gar so schlimm, aber was diese Woche war haben wir sicher im Monat locker zusammen. Hier mal eine Auflistung:

  • Montag – Hausaufgabenheft irgendwo verschlampt, weiß aber auch nicht genau was er aufhat. Also Spaziergang zur Schule und die Hausaufgaben nochmal abschreiben. – Alle gemacht hoffentlich
  • Dienstag – Alle Hausaufgaben gemacht – zumindest die die er heute sogar aufgeschrieben hat – (Hausaufgabenheft fehlt noch immer – Ersatzhausaufgabenheft dabei) Heute sogar mit Zusatzaufgabe, da er in der Schule nicht mitgemacht hat. 1. Unterschrift der Woche geleistet, wegen mangelnder Mitarbeit.
  • Mittwoch – wie üblich keine Hausaufgaben auf – ah doch Lernen. Und ihm ist noch eingefallen, dass er gestern nicht Englisch aufgeschrieben hat und dies auch noch machen sollte- Gott sei dank, war heute kein Englisch, sonst wäre schon wieder eine Unterschrift fälltig geworden
  • Donnerstag Hausaufgaben schon wieder nicht aufgeschrieben, da das Ersatzhausaufgabenheft nun auch weg ist. Er weiß aber angeblich alles, was er aufhat. Im Heft ist die 2. Unterschrift nun doch fällig, da er am Dienstag nicht alle Hausis aufgeschrieben hat und wir nun diese nachholen dürfen – Probe auch geschrieben – ging schlecht, hat zuwenig gelernt. (KopfaufdenTischschlag zum 1.) Langsam auch mißtrauisches Nachfragen: Hast Du sicher heute alle Hausis aufgeschrieben????? Hast Du das Geld fürs Kino abgegeben? Nein, ich habe einen Teil verloren, bzw. ich hatte nicht genug Geld dabei. ???? Da fehlen doch nur 30 ct. Du hattest 1€ und ein 2€ Stück – wie geht das? - Ich habe noch Geld mitgenommen (trotz Verbot) (Der Kopf landet wieder auf dem Tisch) – Nun gut ja, dann mach jetzt wenigstens die Hausaufgaben – Ähm stopp: wie willst Du die Aufgabe ohne das Lesebuch machen? – Ich weiß sie auswendig ???Das hoffe ich nun wirklich, denn es ist mittlerweile 15 Uhr und die Schule zu. – Als Strafe: Kinderzimmer aufräumen

Oh Wunder – das 1. Hausaufgabenheft ist nun wieder da – es war hinter dem Bett. Oh Wunder zum 2. : das Ersatzhausaufgabenheft ist auch da – es war in einem Buch, welches in einem Heft, welches in der Mappe war – versteckt.

Jetzt bemühen wir uns wirklich mit den Hausaufgaben. Ich sitze bei den Hausaufgaben täglich dabei und kontrolliere sie auf Vollständigkeit (soweit mir bekannt), auf Richtigkeit und auf Leserlichkeit. Wir brauchen oft ewig lange für diese Arbeiten – typisch ADHS halt  (mit Tabletten geht es etwas besser aber nicht viel).

Mein Kleiner hat einfach keine Lust mehr auf diese Schule, will diese Sachen nicht für die Lehrerin lernen und will einfach nicht. Dass er für sich selbst lernt und es nur für ihn ist – geht nicht in seinen Sturschädel rein.

Ich kann ihn auch nur soweit unterstützen, denn ich bin nicht in der Schule dabei und ich werde nicht jeden Tag in die Schule gehen um dort die Hausaufgaben für ihn abzuschreiben und zudem werden wir auch nicht jeden Tag einen Klassenkameraden anrufen. Er muss lernen, selbst dafür zu sorgen, dass er weiß was er braucht und was er aufhat.

Herr Sarrazin, ich möchte Ihnen einen Vorschlag unterbreiten:

Sie übernehmen für 1-2 Wochen die Hausaufgabenbetreuung meines Kleinen. Wenn Sie es schaffen, dass er alle Hausaufgaben macht und diese sauber und ordentlich sind – dann können Sie gerne weiterhin auf dem Standpunkt stehen bleiben – 2 mal Hausaufgaben vergessen – Kindergeld kürzen. Doch wenn Sie es nicht schaffen- vielleicht können Sie sich dann überlegen, wie Sie diese arbeitsintensiven und somit auch kostenintensiven Kinder vernünftig unterstützen können.

P.S. Hausaufgabenbetreuung kommt nicht in Frage, da unser Kind dann erst recht wenig oder schlecht die Hausaufgaben macht und wir dann Zuhause noch nacharbeiten müssen – die Ablenkung ist einfach zu groß.

P.S.S. Dieses Angebot gilt für alle Politiker – denn vielleicht kann so mal das Schulproblem wirklich verstanden und dann angegangen werden. Ich verweise noch zudem auf Sylvia – bei denen der Schulwechsel ansteht – sie haben ähnliche Problem: Intelligentes Kind mit ADHS – ohne Alternative und ohne Unterstützung – nur Richtung Abstellgleis.

Überlegen Sie doch alle mal, welche Resoucen wir da verschenken. Es sind meist überdurchschnittlich intelligente Menschen, die von dem momentanen Schulsystem nach unten durchgereicht werden und oft so demontiviert sind, dass sie auch später nicht mehr weiterlernen – denn die negativen Erfahrungen sitzen zu tief.

Sind Eltern harmoniesüchtig?

Wenn Eltern die Rechte der Kinder verteidigen oder durchsetzen müssen, schwingt immer die Angst mit, ob das Kind das nicht ausbaden müsse. Das die Lehrer und Erzieher sich dann vielleicht am Kind rächen könnten.

Gibt es 10 Gründe für Häfft-Hefte?

Dies ist ein Gastartikel von meinem Großen:

So lautete die Frage meiner Mutter, als ich sie nach einem weiteren Häfft-Vokabelheft gefragt habe. Un cih habe nach kurzem Überlegen welche gefunden:

1. Alle zwei Zeilen hellblau

Dies dient dazu, dass ich beim Lernen nicht in einer Zeile verrutsche.

2. nach 5 Zeilen erfolgt eine Leerzeile

Dies hat eigentlich zwei Vorteile: es macht übersichtlich und es spornt an – (es sind nur noch 5 Wörter)

3. 9-Kästchen-Lernsystem

Ist ganz vernünftig, bei jedem Mal, wenn ich etwas richtig habe, kreuze ich eines an. Beim neunten Mal kann ich es dann sicher.

4. Grammatik im Häfft

In der Mitte des Heftes sind Grammatik-Seiten, die irregular Verbs, und noch nützliches zum Lernen. Dadurch habe ich in einem Heft alles wichtige drin.

5. Landes- und Sprachinformationen

Vor den Grammatikseiten sind Landes- und Sprachinfos, damit ein bißchen z.B. über die USA oder England bescheid weiß.

6. die letzte Seite für die schwierigsten Wörter

Hier kann ich die schwierigsten Wörter eintragen, so gehen sie nicht unter und ich kann sie immer wiederholen.

7. Hält zwei Jahre lang.

Bei mir hat das Vokabelhäfft zwei Jahre lang gehalten! Und dass obwohl wir in der 5. und 6. Klasse doch einiges an Wörtern gelernt haben.

8. Coole Informationen

Unten am Häfft-Rand stehen immer wissenswerte Texte und lustige Sprüche. Zum Beispiel das treffende Zitat zum Vokalbel lernen:

Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen, ist derselbe wie zwischen Blitz und Glühwürmchen.

9. Das Häfft  ist vielseitig.

Es gibt 2 bis 3-spaltige Hefte, kleine und große formatierte Hefte und in verschiedenen Sprachen.

10. cooles Design

Es sind witzige Zeichnungen von Brot und Schwein im Heft und es ist der schönste Umschlag von allen Heften, die ich sonst habe. Deshalb nutze ich hier am liebsten einen durchsichtigen Heftschoner.

Für die 7. Klasse brauche ich jetzt noch das Französisch Vokabelhäfft und für Englisch kann ich hoffentlich das Universale Sprachenhäfft hernehmen.

Also Mama, ab ins Geschäft!

Okay, okay, wenn er tatsächlich dafür einen Blogbeitrag schreibt. Meinetwegen. Warten wir jetzt nur noch ab, welche Formate von den Lehrern gewünscht werden…..

Es geht ja doch! Endlich

Heute habe ich etwas total schönes zu berichten.

Es ist gelungen einen großen Kreis von Lehrern, Therapeuten und uns Eltern zu organisieren um über die weitere Schullaufbahn des Kleinen zu beraten.

Ich hatte ja ehrlich gesagt ziehmlich Bammel vor dem Gespräch, denn bisher liefen die Gespräche nur darauf hinaus, welche Probleme er hat und dass Niemand so richtig eine Lösung weiß und ja wir Eltern im Endeffekt mehr machen sollten. Kam zumindest bei uns so an.

Ist Religion in der Schule noch zeitgemäß?

In unserer Grundschule sind die Hälfte der Kinder aus der Klasse meines Kleinen ausländischer Abstammung. Zumeist türkisch.

Ich möchte keineswegs die Immigration so weit treiben, dass sich auch die Religion anpassen muss, wenn nach Deutschland eingewandert wird, doch genau das wird meiner Meinung nach in der Schule praktiziert.

Schulneuigkeiten

Bei vielen von Euch neigt sich das Schuljahr dem Ende zu. Bei uns in Bayern dauert es zwar noch ein wenig länger, doch die Entscheidungen für das nächste Jahr fallen bereits jetzt. Besser gesagt sie sind gefallen. Bestimmt interessiert ihr Euch brennend, wie es bei dem Kleinen weitergeht:

Schulform speziell für ADHS

Diese ist bei ihm bitterlich nötig und wie ich bereits angekündigt habe, brauchen wir eine spezielle Schule, da er mittlerweile einfach keinen Bock mehr hat und im Unterricht nicht mehr mitmacht. So kann er nur noch auf die Hauptschule und dort wird es sicher nicht besser.  Also hatten wir uns ja über das Jugendamt im Landschulheim Elkofen beworben.

Der erste Besuch dort verlief recht positiv und die Schule macht einen guten Eindruck. Das Gebäude ist schon relativ alt und hat etwas Schlossartiges. War früher ein Lungensanatorium. Die Zimmer sind gemütlich eingerichtet und jede Gruppe hat einen Frühstücks und Aufenthaltsraum. Ach ja, es handelt sich um ein Internat, nur zur Info. Die Klassen sind klein und jedes Kind hat einen Einzeltisch. Während des Unterrichts (brav aufpassen), für die Hausaufgaben und für besondere Leistungen können Punkte verdient werden, die dann in Belohnungen eingetauscht werden. Da ich weiß, dass unser Kleiner darauf recht positiv reagiert, sehe ich hier wirklich eine Chance.

Während des Bewerbungsgespräches hat unser Kleiner mit der Rektorin einen Deal ausgehandelt, bei dem er sich nun in der Grundschule mehr anstrengen muss, um zu beweisen, dass er wirklich Realschulreif ist. Dies zeigen seine Noten bisher nämlich nicht.

Zwischendurch hat das Jugendamt seine Zustimmung gegeben und letzte Woche waren Probetage. Von Mittwoch über den Feiertag am Donnerstag bis zum Freitag ging es für ihn zum Probewohnen. Leider erzählt unser Sohn von Haus aus recht wenig, außer dass es ihm super gefallen hat und auch der Ausflug am Vatertag gut war und die Schule angeblich sooooo leicht. Ah ja. Trotzdem hat er uns gleich überrascht, da er freiwillig das Hausaufgabengedicht gelernt hat. Und zwar selbständig!!!! Das ist bisher noch nie vorgekommen.

Am Dienstag kam dann der erlösende Anruf, dass unser Sohn in das Internat aufgenommen wird. . Sobald wir das schriftlich haben köpfen wir eine Flasche Sekt!

Nun heißt es für uns den Gürtel enger schnallen und Schmalhans wird wieder Küchenchef, denn die Zuzahlungen sind leider auch nicht ohne, obwohl das Jugendamt einen Großteil der Finanzierung übernimmt. Doch geht es uns im Vergleich zu manchen anderen Eltern richtig gut zu Sylvia.

Als Tageskind wollte ich ihn nicht unterbringen, obwohl wir auch “nur” 45 Minuten Autofahrt entfernt wohnen, da bei ihm gerade das Sozialleben problematisch ist und in den gemeinsamen Gruppen vieles unternommen wird und hier an den Defiziten gearbeitet wird.

Neue Wege in der Realschule

Auch beim Großen stehen Entscheidungen an, und zwar welchen Zweig er wählen wird. Zur Auswahl steht Technisch, Wirtschaft, Hauswirtschaft und Sprache.  Da ich erst vor kurzem erfahren habe, dass nicht jedes Bundesland diese Möglichkeiten bietet, hier kurz die Info: In Bayern wird zur 7. Klasse eine Differenzierung geboten. In der Realschule und im Gymnasium. Die Kinder haben nun die Chance gemäß ihren Neigungen und Vorlieben einen entsprechenden Zweig zu wählen und die Schwerpunkte in den Fächern werden entsprechend gelagert. So gibt es im Sprachzweig in der Realschule ein zweite Fremdsprache oder im Wirtschaftszweig Buchhaltung.

Unser Großer hingegen hat es in die Talentklasse verschlagen. Dies ist anscheinend ein Pilotprojekt in unserer Schule (die ist ja groß genug), in der zwei Zweige zusammengefasst werden. Und zwar den mathematischen und den sprachlichen Zweig. Er bekommt nun eine zweite Fremdsprache, und zusätzlich die höheren Anforderungen im Mathebereich und zusätzlich noch technisches Zeichnen. In dieser Klasse wird auf Gymnasial-Niveau unterrichtet, so dass er nach Abschluss der 10. Klasse entweder auf das Gymnasium wechseln oder über die FOS sein allgemeines Abitur nachholen kann.

Allerdings kann nicht jeder in die Talentklasse. Die besten Schüler haben eine schriftliche Einladung bekommen und die Wackelkandidaten konnten sich so bewerben. Grundvoraussetzungen ist ein Notendurchschnitt von maximal 2,5 und in den Hauptfächern möglichst nur Zweier oder Einser.

Unser Großer gehörte zu den Wackelkandidaten und hat seit dem wir ihn angemeldet haben noch mal so richtig Gas gegeben. Statt 2,6 steht er nun auf 2,4 im Notendurchschnitt und in den Hauptfächern hat er sich überall verbessert. Die aktuellen Schulaufgaben werden  entscheiden, ob er eine Zwei im Zeugnis hat oder eher eine Drei in den Zwischenzeugnissen stand er überall auf 2,x mit Tendenz zur Drei. Doch hier hat er sich auch gut verbessert. So steigt seine Chance nicht in die Probezeit der Talentklasse zu müssen. Denn die Anforderungen sind hier angeblich schon um einiges höher als im normalen Zweig. Immerhin werden ja auch zwei Zweige zusammengefasst und um den Mehrstoff zu bewältigen wurde ein Nebenfach (gesunde Ernährung) gestrichen und er hat zwei mal die Woche Nachmittagsunterricht, was seine restlichen Schulkollegen nicht haben.

Trotzdem finde ich diesen Weg gut und er ist intelligent genug um den Stoff zu bewältigen. Einzig seine Faulheit hat bisher bessere Noten verhindert und seitdem er diese reduziert hat steigen die Noten auch gut an.

Tina und ihr Sohnemann haben sich für ein Gymnasium entschieden, welches ein sehr interessantes Lernkonzept bietet. So etwas wird es hier in Bayern erst mal lange nicht geben, doch immerhin werden die ersten Neuerungen durchgeführt.

Ich erhoffe mir für alle unsere Kinder, dass sie Spaß an der Schule haben und dass ihnen das Schulkonzept zusagt. Meines Erachtens soll Lernen Spaß machen und vielen macht das Lernen erst richtig Spaß, wenn sie gefordert werden und auch ihr Wissen anwenden dürfen. Andere hingegen brauchen eher den Freiraum und ich finde es gut, dass nun für die verschiedenen Typen endlich auch entsprechende Beschulungen angeboten werden. Und nicht nur über die Privatschiene, sondern eben auch staatlich. Obwohl die Privatschulen hier oft noch eine Vorreiterrolle einnehmen, wie etwa Waldorfschulen und Montessori für diejenigen die Freiraum bieten oder die teilweise kirchlichen Schulen oder aber das SchulCentrum Augustinum, welches auch der Träger vom Landschulheim Elkofen ist, für die Kinder die eine spezielle Förderung brauchen.

Doch darf man auch nie die Kinder vergessen, denen das Lernen leicht fällt und die einen Anreiz brauchen um überhaupt etwas zu tun und nicht nur im Wachkoma mit Noten zwischen 2 und 4 ihre Schulzeit verschlafen. Hier rede ich aus eigener Erfahrung und finde es toll, dass nun auch der Große geforder und gefördert wird. Mit mehr Stoff und auch bilingualen Unterricht.

Endlich tut sich was!

Das Warten neigt sich dem Ende zu. Jetzt muss es nur noch ruhiger werden auf unserem Trampelpfad, hier in Kürze mehr dazu.

Ganztagesklasse

Wir hatten das wahnsinnige Glück in die Ganztagesklasse zu kommen, nachdem es mit der Lehrkraft fast um Eklat gekommen ist.

Nun haben wir wieder seit 2 Wochen Schule und ich kann Euch meinen ersten Eindruck vermitteln.

Also das Lehrkonzept ist anders und es wird von den Kindern sehr viel verlangt. Aber es macht anscheinend Spaß, denn oh Wunder  mein Kind lernt wieder – freiwillig.

Es gibt eine Klassenlektüre – Caius ist ein Dummkopf. Vielleicht kennt ihr das Buch aus Eurer Kindheit – ich schon und es ist absolut empfehlenswert! Wenn auch nicht ganz einfach.

Montags wird immer der Stoff aus der letzten Woche abgefragt – und schon hatte mein Kleiner eine 3!!!

In Deutsch wird gleich mit lateinischen Begriffen um sich geworfen – diese Woche waren Possesivpronomen dran. Wenn ihr auch nicht wißt was das ist – bis zur letzten Woche habe ich dazugehört . Das sind die besitzanzeigenden Pronomen wie mein, dein etc. (Achtung 3. Klasse!)

Ja hier werden die Kinder gefordert und vor allem auch gefördert. Seine Schrift ist immer noch grausam, doch hier ist der Lehrer der Meinung: so lange sie lesbar ist, ist alles okay – na das müssten wir doch auch noch schaffen.

Nun haben wir ein wenig aufzuholen, doch das wird schon und die Schule macht meinem Kleinen endlich wieder Freude. Wenn wir jetzt noch aus der 4-6-Notenschiene rauskommen – brauchen wir die Hoffnung nicht ganz aufgeben.

Also gerade noch den Absprung geschafft . Wie es mit der alten Klasse weitergeht? Ich wünsche und hoffe für alle das Beste.

Das Kind mit den zwei Gesichtern

Der Große mit den Sternzeichen Zwillinge hat eindeutig 2 Gesichter. Diese sind auch eindeutig sichtbar. Er kann nett und charmant sein und auch Gegenteiliges zeigen.

Beim Kleinen war ich bisher der Meinung, dass dieser eher ein geradeliniges Kind ist und ich mein Kind eigentlich auch ganz gut kenne.

Doch