Radtour im Ferienprogramm

Eine Radtour von Wasserburg bis nach Oberaudorf am Inn entlang und am Abend mit dem Zug zurück. Mit Bademöglichkeit

Okay, die Strecke ist nicht gerade kurz, so ca. 60 km, aber für unsere Gegend doch recht eben und ohne große Berge. Die Kinder hätten auch Pausen mit Baden und den ganzen Tag Zeit gehabt. Unser Großer hat sich richtig auf die Radtour gefreut. Als Mutter habe ich mich auch gefreut, denn Fußball fällt derzeit aus und er ist nicht mal ansatzweise ausgelastet.

Leider ist dieses Ferienprogramm wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt worden. Die Teilnehmerzahl war eh recht niedrig begrenzt. Schade.

Eine Mutter meinte, es wäre zu anstrengend für ihre Tochter. Diese Argumentation kann ich nicht so ganz verstehen. Wir haben zuletzt eine Radtour über ca. 20 km gemacht. Diese war erheblich bergiger als die andere Strecke. Wir hätten ruhig weiterfahren können, wenn wir eine Pause gemacht hätten. Auch bin ich in dem Alter bereits von Rosenheim zum Chiemsee und zurück gefahren. Diese Strecke war bestimmt genauso lang und richtig sportlich werde ich aber erst mit 34 Jahren.

Wirklich schade. Allerdings nachdem wir für den Großen nun ein gutes 26-Rad gefunden haben und, wenn wir das kleine Rad an meine Freundin A in Kolbermoor abgeben, könnten wir auch gleich eine Radtour dahin machen und das kleine Rad liefern (nächstes Jahr ist es dann wirklich zu klein)  und uns vom Papa mit dem Auto heimfahren lassen. Der muß wieder arbeiten. Er wäre eigentlich auch der Einzige, der diese Strecke als zu anstrengend empfunden hätte. Naja, Autofahren kostet halt weniger Kraft.

Ein Tag im Mittelalter

So hieß das Angebot im Ferienprogramm. In Wasserburg ist sowieso jeder im Moment am Mittelalter interessiert, da das Bürgerspiel momentan läuft. Zudem hat unser Großer das Thema gerade in der Schule gehabt und Eltern waren erwünscht.

Toll, ich habe die Kinder einfach mal angemeldet.

Natürlich hat sich bei diesem Programm alles um das Bürgerspiel gedreht, klar die Stadt ist entsprechend dekoriert, die historischen Platten (Schiffe) sind am Inn fest gemacht und es gibt viele Schauspieler in historischen Gewändern, von denen sich auch einige bereit erklärt haben, die Kinder zu unterhalten.

Begonnen hat das Programm mit einer sehr kleinen Stadtführung, bei der kurz erläutert wurde, daß Wasserburg der Hafen Münchens war, woher und wohin die Schiffe fuhren und wie die Beschiffung des Inns ablief. Für alle, die den Inn nicht kennen, er ist ein relativ schneller Fluß, der zwar einiges an Wasser führt, aber die Rinnen sich stänig verändern und die Strömung ist nicht nur stark, sondern auch gemein mit vielen Strudeln etc. So fuhr man früher flußabwärts von Wasserburg nach Wien in ca. 4-5 Tagen und zurück brauchte man ca. 4-5 Wochen, mindestens, je nach dem wie voll die Schiffe waren, denn die Schiffe mussten zwischendurch immer wieder entladen werden, um die Untiefen passieren zu können, die Waren wurden dann hinter der Untiefe wieder aufgeladen. Ein Schiffszug von ca. 5 Schiffen wurde mit 30-40 Rösser flußaufwärts gezogen.

Dieses ganze Wissen wurde uns teilweise an tollen alten Bildern in der Stadt erklärt. Danach durften wir das Haus bzw. den normaler weise gesperrten Innenhof des Gumpelsheimers Haus besichtigen. Bei dem Bürgerspiel ist der Wasserburger Kaufmann, der Gumpelsheimer die Hauptperson. Diese Person hat es wirklich gegeben. Er war einer der reichsten Käufleute in Wasserburg. Das Haus von ihm steht noch und die Kinder durften sogar den Keller bestaunen. Für uns Eltern blieb der nicht minder schöne Innenhof.

Als wir gerade den Innenhof Richtung Inn verlassen wollten, staunten wir nicht schlecht, als ein mittelatlerlicher Barde plötzlich auftauchte und uns ein schönes Ständchen sang.

Am Inn haben wir anhand der dort liegenenden Plätten noch einiges mehr über die Schiffahrt erfahren. Dabei alles sehr lebendig und kindgerecht von unserem Führer erklärt, der kurzerhand in die Rolle des Schiffmeisters Kinberg geschlüpft ist.

Danach war das Lagerleben angesagt. Dort war ein Schmied, der den Kindern erklärt hat, was ein Schmied so alles anfertigt. Nicht nur Nägel, Rüstungen, Waffen und Hufeisen. Der Höhepunkt war, als der Schmied zusammen mit einem Jungen ein Messer geschmiedet hat. Es hat wirklich toll ausgesehen.

In der Apotheke wurde dann vorgestellt, wie Bonbons und Gummibärchen im Mittelalter gemacht wurden. Die Kinder bekamen viele Kostproben und die Einladung selbst in der Apotheke Gummibärchen zu gießen.

Bei der Schamanin war es dann sehr geheimnisvoll. Sie sollten ihre Energien spüren und bewußt fließen lassen. Bei beiden Jungs hat es geklappt. Die Kinder haben so noch einen ganz anderen Umgang mit der Natur mitbekommen.

Als sie dann aus dem Zelt der Schamanin kamen, war ein großer Streit im Gange, Der Barde wollte bei dem Wirt seine Zeche nicht zahlen. Ein Schwertkampf musste entscheiden.

Wow, eine tolle Stunde die viel zu schnell vorbei war. Sehr gelungen und es hat nicht nur den Kindern sehr gut gefallen sondern auch uns Eltern.

Mini-Rosenheim / Miniro

Eine Stadt von Kindern für Kinder. Hier könnt ihr arbeiten und Geldverdienen und dieses wieder im Theater, Restaurant, Kino usw. ausgeben.

Interessante Beschreibung im Ferienprogramm. Der Kleine kommt mit dem Geld bzw. der Wertigkeit des Geldes sowieso nicht so ganz klar. Vielleicht wird es besser, wenn er dafür arbeitet? Also habe ich mich über Miniro mal etwas schlauer gemacht.

Es ist eine Spielstadt. Hier gibt es Geschäfte, Dienstleistungen, ein Arbeitsamt, einen Bürgermeister, Werkstätten und Vergnügungen. Alles von Kindern gemacht. Die Kinder gehen da Arbeiten und bekommen ein Gehalt in Spielgeld. Dieses können Sie dann bei diversen Vergnügungen oder bei Einkäufen wieder ausgeben. Dieses Konzept der Jugendarbeit besteht schon seit über 20 Jahren und scheint sehr beliebt zu sein, wie mir andere Mütter auch bestätigt haben.

Auch der Kleine war 2 ganze Tage in dieser Stadt  am ersten Tag war er Postbote. Postbote war cool, denn er hat Trinkgeld bekommen. Dieses wurde auch ausgegeben, aber seinen Lohn hat er nicht abgeholt, da er am 2. Tag auch wieder Postbote sein wollte und man das Gehalt erst nach der Kündigung erhält.

Nun ja, jetzt spart er halt. Deshalb habe ich ihm am 2. Tag keine allzugroße Brotzeit eingepackt, in der Hoffnung, daß er vielleicht doch kündigt und von seinem Gehalt sich Essen kauft.

Da aber leider sein Bus Verspätung hatte, war der Postbotenjob schon weg. Er hat dann in der Kartenwerkstatt gearbeitet und Karten hergestellt. Dies hat ihm auch sehr viel Spaß gemacht.

Doch auch hier hat er sein Gehalt nicht abgeholt und auch nichts gekauft. Da er in der Werkstatt kein Trinkgeld bekam, hat er an diesem Tag kaum den Vergnügungen teilgenommen. Ich schreibe hier kaum, da es geregnet hatte und die Stadt eine Pause einlegen musste.

Die Stadt besteht aus Zelten, und einige “Arbeiter” und Spielmöglichkeiten sind draußen. Wenn es stark regnet, wird in einem Gemeinschaftszelt zusammen gespielt.

Dies hat ihm anscheinend schon gereicht.

Fazit:

Für ihn war es bisher der Ferienhöhepunkt und er will nächstes Jahr unbedingt nochmals dort hin, am besten aber noch einmal dieses Jahr. Nächstes Jahr kann ich ihm gerne erfüllen, doch dieses Jahr schaut es schlecht aus, da Mini-Ro nur an 4 Tagen in den Sommerferien angeboten wird und an 2 Tagen war er bereits da.

Sommerferien, Reisezeit – Sommerloch

Sommerloch klingt so nach: “Heute scheint die Sonne und die Katze liegt im Bett”.

Natürlich sind viele Familien in den wohlverdienten Urlaub gefahren und auch wir werden am zu Hause entspannen. Allerdings, ganz so vom Computer kann ich doch nicht wegbleiben. Und nein ich bin nicht süchtig! (Zumindest gebe ich nichts zu! ;-) )

Ich werde diesen Blog deswegen kurzerhand für die nächsten 6 Wochen in einen “Urlaubsblog” verwandeln. Hier werde ich einfach mal unsere Ferienerlebnisse, Aktionen und Infos vom Ferienprogram posten. Vielleicht bringe ich ja Jemanden auf eine gute Idee?

Heute haben wir bereits einiges geplant und meine Männer sind bereits unterwegs zum ersten Termin. Die Kinder gehen heute Fischen. Bin mal gespannt, welche Fische sie fangen werden, und was wir dann damit anstellen.

Weitere Infos dazu dann am Montag (Morgen sind meine Sonntagseiten wieder dran).

Ich wünsche Euch schöne Ferien, erholt Euch gut und ich freue mich, wenn Ihr immer wieder mal Zeit findet mal bei mir reinzuschauen.

In der Bäckerei

Wollt ihr das wirklich machen? Da muß man ja so früh aufstehen und Kuchen backt ihr ja genug zu Hause!

Dies war meine erste Reaktion, als die Kinder den Programmunkt “In der Bäckerei” im Ferienangebot angekreuzt haben. Doch ausnahmsweise waren sie sich mal absolut einig. Naja, Harmonie soll man fördern, also durften sie.

Als wir sie in der Frühe an der Backstube abgeliefert hatten, wurde sofort das Brot gebacken. Die Kinder bekamen einen fertigen Teig, den sie nach Lust und Laune noch mit Körnern wie Sonnenblumenkerne, Sesam, Leinsamen etc. veredeln durften.Ganz nach Geschmack. Das Brot wurde dann in den Garraum gebracht.

Zwischenzeitlich wurden Brezen geformt. Einmal die klassische Form, dann noch einen Brezenzopf. Die nächsten Osterzöpfe etc. machen die Kinder, die sind erheblich schöner als meine! Mit dem restlichen Teig durften dann  Fantasieformen geformt werden.

Das Brot wurde mit vereinten Kräften vom Garraum in den Ofen verschoben. Während die Brezn im Garraum warteten, hatten die Kinder Pause mit einer kleinen Brotzeit.

Darauf mussten die Brezen zuerst in die Lauge getaucht und in den Ofen geschoben werden.

Die Kinder haben noch ihre selbst gebackenen Köstlichkeiten verpackt und uns Eltern mit sehr köstlichen, frischen, reschen Brezen und einem besonders guten Brot überrascht.

Sommerferien

So, nun ist es geschafft. Als eines der letzten Bundesländer haben die Bayern ab heute nun auch Ferien. Bei uns genau ab 10.00 Uhr. Die Kinder sind nun glücklich, daß die schönste Zeit des Jahres beginnt.

Wir bleiben diese Ferien absichtlich zu Hause. Einerseits, weil ich ehrlich gesagt keinerlei Lust verspüre das Auto vollzustopfen, stundenlang auf der Autobahn zu fahren und dann eventuell noch die Kinder die ganze Zeit zu beschäftigen. Nein, wir bleiben zu Hause.  Es ist eigentlich hier dann die schönste Zeit. Die Freibäder sind nicht zu voll, die Kids können stundenlang auf den Spielplatz und wenn das Wetter wirklich mal schlecht ist, haben wir hier genug Spiele und Möglichkeiten.

Auch haben wir die Zeit endlich mal den oder den anderen Ausflug zu machen. Mal in die Berge zu fahren oder mit dem Rad einfach mal loszufahren. Das ohne Streß und ohne großen Rummel, der noch vor den Ferien bei den beliebtesten Ausflugszielen  herrscht. Die Anderen sind ja alle weggefahren.

Wenn das Wetter mitmacht, könnten sie eventuell im Garten das große Zelt aufstellen und mit ihren Freunden darin übernachten. Dies ist aber nur bei schönem Wetter möglich.

Das Geld für den Urlaub investieren wir lieber anders. Die Kinder nehmen am Ferienprogramm teil, da ist für sie jede Woche mindestens 1-2 Aktivitäten geplant. Und das die ganzen 6 Wochen lang. Das kommt immer noch billiger, als wenn wir dies mit den Kids machen würden. Und nächste Woche werden wir das Kinderzimmer aufmotzen. Raus mit dem Kinderzeug. Nun brauchen wir ein Jugendzimmer.

Auf Dauer haben die Kinder dann viel mehr davon, als wenn wir nur 2 Wochen am Strand liegen, wo sie nach spätestens 7 Tagen auch Animation und “Aktion” brauchen.

Ach ja, der Gameboy ist und bleibt in den Ferien weg. Und die Kinder verbringen nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher oder dem Computer, auch wenn das Wetter schlecht ist. Denn es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung und der Hund muss auch beim Regen aufs Kloo. Gerade dann, kann ein Spaziergang im Wald richtig Spaß machen, wenn die Erde feucht ist und alles anders riecht, oder im matschigen Boden Tierspuren zu entdecken sind.

Ich bin mal gespannt, ob meine Kinder in diesen Ferien wirklich alles machen was sie sich vorgenommen haben und ich kann mir nicht vorstellen, daß ihnen langweilig wird.

Und ich?

Ich freue mich, daß ich nicht Tage vorher Koffer packen muß und Tage später alles waschen muß. Mir bleibt so einiges an Streß und Arbeit erspart. Auch kann ich weiter Sport machen und so essen, wie ich möchte und muß nicht immer teuer und fett außwärts essen oder in einer kleinen Küche irgedwelche Essen zaubern.  Mein Mann kann endlich mal in Ruhe am Computer sitzen (das, was die Kinder nicht sollen…).  Der Hund freut sich, daß wir nun genug Zeit für ihn haben und wenn wir einen Ausflug machen, wo Hunde nicht erlaubt sind, ist er in seiner gewohnten Umgebung. Der Kater ist froh, daß seine Bediensteten ihn zu seinen gewohnten Zeiten rein und raus lassen, wo er sie doch mühselig dressiert hat.  Eigentlich nur Gewinner, inclusive unseren Geldbeutels.