Eine Prise gesunder Egoismus

Mütter haben es oft nicht leicht. Denn wir sind meist für die ganze Familie verantwortlich. Dafür dass die Kinder alles bekommen, was sinnvoll und nötig ist, dass es der Familie gut geht, dem Mann etc.

Wir stehen oft unter einem gewaltigen Druck und entsprechendes Verhalten wird auch von der Umwelt erwartet.

Doch wo bleiben wir?

Wo stehen eigentlich die Kinder? Wo bleiben unser Wünsche und Bedürfnisse? Sollen wir uns aufgeben? Ab wann sind wir egoistisch?

Eltern und Vorbild?

Sehe ich mich in der Erziehung als Vorbild für meine Kinder? Über diese Frage grüble ich nach, seit ich bei “Gemeine Mama” in den Kommentaren darauf hingewiesen wurde, dass Eltern immer die Guten sein sollten wegen des Vorbildes.

Nun ja, die einfachste Antwort die ich mir geben konnte ist die auf die Frage, ob meine Mutter oder besser gesagt meine Eltern mein Vorbild waren. Hier ist die Antwort klar und eindeutig NEIN. Das wollte ich auch nie so sein wie sie.

Doch ist dieses Verhalten eher normal oder sollte ich meine Beziehung zu den Kindern überdenken.

Super Vortrag ADHS und Schule

Am Freitag gab es bei uns einen tollen Vortrag von Dr. h.c. Biegert. Dieser leitet die HEBO-Schule in Bonn. Von den gut 300 Schülern haben ca. 270 Kinder ADHS. Also hat ein Pädagoge mit sehr viel Erfahrung den Vortrag geleitet.

Ich habe Dr. Biegert bereits einmal erleben dürfen, doch war da mein Kleiner noch viel jünger und die Schulprobleme noch nicht so vorhanden (er war ja noch im Kindergarten ).

Wie von Herrn Biegert gewohnt, war der Vortrag sehr interessant und kurzweilig. Meine Freundin hat den Platz von meinem Mann eingenommen, da er mit Grippe lieber die Kinder gehütet hat. Die 2,5 Stunden sind wie im Flug vergangen. Obwohl sich der Vortrag hauptsächlich an Lehrer richtet, haben die meisten anwesenden Eltern auch für ihren Alltag zu Hause sehr viel mitgenommen und auch Bestätigung bekommen.

Herr Biegert versteht es auch total gut, nicht nur die Problematiken aufzuzeigen (kennen wir ja alle zu genüge), nein er bietet auch Lösungsansätze an, die jeder schnell und einfach umsetzen kann. Also wenn Ihr mal die Gelegenheit habt einen Vortrag von ihm zu sehen – unbedingt anschauen!!! Auch meine Freundin, als begeisterte Tante, war sehr angetan von dem Vortrag. Durch ihren Neffen und ihrer Schwester hatte sie sehr viel Zugang zu Literatur über Kindererziehung. Doch all diese Bücher waren anscheinend oft nicht so ergiebig wie dieser Vortrag.

Ich fand es übrigens am nächsten Tag total nett meine Freundin A. mit meinen Kindern zu beobachten. Sie hat alles vom Vortrag wie ein Schwamm aufgesogen und super umgesetzt. Hier hast DU  Note 1 mit Sternchen verdient. Und es hat auch alles super geklappt.

Ich hatte mich (wie übrigens viele andere auch) bereits Wochen auf den Vortrag gefreut und bin nicht enttäuscht worden. Zumindest nicht von Herrn Biegert. Sondern eher von den anwesenden Lehrern.

Dabei muss ich eine Generalentschuldiung an die Lehrer des Gymnasiums aussprechen, denn die haben am Nachmittag einen Exklusiv-Workshop bei Herrn Biegert gehabt.

Doch leider waren am Abend nur insgesamt ca. 5 Lehrkräfte anwesend. Der Rest waren Eltern, Erzieher, Therapeuten.

Dies ist sehr enttäuschend!!!!

Es ist doch leider so, dass es sehr wenige ADHS-Kinder überhaupt ins Gymnasium schaffen (nicht wegen der Intelligenz, sondern wegen den anderen Problemen). Doch gerade die Lehrer die am wenigsten betroffen sind, die machen eine Weiterbildung und die Lehrkräfte, die am Meisten  von diesem Vortrag profitiert hätten fanden es nicht nötig sich hier Anregungen zu holen.

Dies ist für mich doppelt enttäuschend, da ich an diesem jenen Vormittag ein Gespräch mit der Lehrkraft des Kleinen hatte, bei dem alle diese Probleme angesprochen wurden, für die am Abend die Lösungen auf dem Silbertablett präsentiert wurden. So aber konnte ich als Mutter angegriffen werden und zum Eingreifen verdonnert werden, während doch die Lösung der Lehrkraft obliegt.

Ihr merkt,das Gespräch ist nicht so gut verlaufen, wie man sich ein konstruktives Gespräch mit einer Lehrkraft vorstellt. Aber dazu später vielleicht mehr.

Früher war alles schöner

Zumindest empfinde ich so, wenn ich an meine Kindheit denke.  Nicht, dass ich eine schöne Kindheit gehabt hätte, ich war der Aussenseiter und der Looser. Nein was mir in der heutigen Zeit fehlt, ist die Freiheit die wir damals gehabt haben.

Speziell aufgefallen ist es mir, als ich den Film “Wer früher stirbt ist länger tod” gesehen habe. Ich bin in der gleichen Zeit in der gleichen Gegend aufgewachsen.

Und meine Söhne sind dem Hauptdarsteller nicht so unähnlich, zumindest der Kleine nicht.

Doch wo dieser sich früher teilweise ausleben durfte und auch die Freiheit genoss in Wald und Wiesen rumzustreifen – da ist heute nichts mehr damit.

Auch die Großeltern schieben schon Panik, wenn die Kids alleine auf dem Spielplatz sind oder Abends (17-18 Uhr) alleine nach Hause gehen dürfen.

Beachte: das sind die gleichen Leute, die uns Kinder damals stundenlang alleine im Wald rumtollen ließen oder uns Abends um 20 Uhr endlich von draußen reinpfiffen.

Auch waren wir damals kaum zu bändigen und ich glaube unsere Eltern hatten teilweise ihre liebe Not uns ins Haus zu bringen. Sommer wie Winter.

Und heute:

Heute habe ich meine Mühe und Not die Kinder raus zu bringen. Dabei gehen sie ja auch gerne raus – wenn sie einmal draußen sind. Bei uns in der unmittelbaren Nähe sind Wald und Wiesen und viel Natur. Doch von selbst gehen sie da nie hin. Sie sind auch noch nie auf die Idee gekommen Kaulquappen zu suchen und wie wir dann zu züchten. Meine Kinder bewegen sich auch gerne, doch gehen sie nur nach mehrfacher Aufforderung auf den Spielplatz oder fahren Rad etc.

Doch woran liegt das?

Diese Frage stelle ich mir seit dem Film immer wieder.

Ich glaube es liegt einerseits an der heutigen Zeit. An die Angst der Eltern und der Großeltern, dass etwas passieren könnte. Wir durften damals alle ohne Helm fahren, sind beim Bulldog mit hinten drauf gesessen und und und. Dies ist heute nicht mehr so. Versteht mich jetzt nicht falsch, der Radhelm ist was tolles und sinnvolles und meine Jungs tragen auch immer einen. Doch diese Vorsichtshaltung bremst auch.

Denn bis der Große die ganzen Schoner fürs Rollerskaten an hat, ist die Lust schon oft wieder vorbei.

Zum anderen:

Die Anforderungen an die Kinder selbst sind gestiegen:

Heute Sport, Morgen Gitarre, dann bitte noch täglich lernen, damit keine schlechten Noten kommen und im Haushalt helfen und und und. Es sind auch ziehmlich viele Termine die so ein Kind hat. Ich glaube ich hatte nicht so viele – gut ich war auch mir mehr selbst überlassen. Da sind meine auch schon verwöhnt, denn ich bin doch immer für sie  da.

Und zu guter Letzt:

Die Kinder haben mehr Möglichkeiten etwas zu tun. Die hatten wir früher nicht. Es gab keinen Computer, Playstation, Wii, Gameboy bzw. Nintendo etc. Die Kinder wissen doch oft gar nicht, wann sie alles machen sollen, was sie gerne machen möchten. Dazu kommen noch die traditionellen Kinder”aufgaben” wie spielen, lesen, erforschen, toben.

Irgendetwas bleibt immer auf der Strecke.

Jetzt versuche ich schon immer, das wenn dann eher der Nintendo auf der Strecke bleibt, Wii und Playstation haben wir schon gar nicht mehr. Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Jetzt habe ich zwar das Glück, dass sie sich gerne bewegen (Hatte ich das schon gesagt? Ich bin immer froh drüber) und ich keine Stubenhocker habe. Doch Spaß an der Freude kommt halt auch oft mit der Freiheit.

Ich versuche schon immer ihnen die Freiheit zu geben, doch was soll ich tun, wenn sie diese Freiheit nicht annehmen wollen? Ich kann sie ja nicht zwingen.

Freunde von uns sind sogar soweit gegangen einen eigenen Wald zu kaufen. Deren Kinder gehen da auch gerne hin und machen dort tolle Sachen. Nicht nur auf Bäume klettern, nein sie bauen richtige Burgen mit alten Paletten. So richtig toll zum reinsetzen (auch für Erwachsene) Wege, Feuerstelle und Blumenbeete.

Jetzt kann aber nicht jeder hingehen und einen eigenen Wald kaufen. Und auch nicht jeder hat die Möglichkeit alte Paletten einzusammeln und den Kindern zur Verfügung zu stellen. Wir haben immerhin die Möglichkeit die 20 km zu fahren und auch in den Wald zu gehen, doch muss die Initiative für solche Bauwerke etc. wirklich von den Kindern aus kommen.

Denn nur dann macht es richtig Spaß und bedeutet auch etwas Freiheit und die Kinder lernen daraus. Die Burg wurde übrigens von 14-jährigen alleine gebaut, ohne Papa und ohne Mama.

Überlegt mal, was die dabei alles gelernt haben, angefangen von der Statik, bis zur Raumaufteilung etc.

Hier nun mein Appell an alle Kinder und Eltern:

Nicht immer nur Sicherheitsdenken, sondern auch wieder mehr Freiheit. Na und, dann ist halt mal ein kleiner Unfall irgendwo passiert, doch ist gerade der Straßenverkehr noch viel gefährlicher und Unfälle passieren auch in “ungefährlichen” Situationen. Lasst den Kindern wieder mehr Freiraum.

Freizeit heißt frei sein und das zu tun, was man tun will.

Aber es ist für uns Eltern so unheimlich schwer. Schwer loszulassen und schwer Vertrauen zu haben. Vertrauen, dass nichts passiert und alles gut geht. Vertrauen, dass unsere Kinder nichts anstellen und wir es wieder ausbaden müssen.

In der heutigen Zeit fehlt leider das Verständnis für Kinder, die etwas Anstellen, bzw. die die Eigeninitiative ergreifen. Da wird mit Schneebälle geworfen, einer verirrt sich auf die Straße zu einem Auto und schon wird die Schule verständigt und als Mutter bekommt man von dem getroffenen Autofahrer (selbst Vater) einen Anruf, was böses das Kind wohl angestellt hat.

Bleibt locker Leute! Das sind Kinder, die sollten sowas noch dürfen.  Wir waren nicht besser!!!!!!!!

Ergänzung:

Buchtipp Freunin A. :

Machtkämpfe

Zur Zeit probiert es der Kleine wieder massiv. Wie weit kann er gehen, wie lange hält die Mama durch. Schlimm.

Wenn man ihm einmal was sagt, ist es so als ob man gar nichts gesagt hätte. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um unwichtige oder wichtige Dinge handelt. Auch im Straßenverkehr ist es noch lange nicht sicher, dass er sich an Aufforderungen hält. Einfach nur um zu schauen, wie weit er gehen kann.

Genervt war ich vor allem am Freitag. Wie manche vielleicht von Euch gelesen haben, haben wir am Wochenende unser Esszimmer und Wohnzimmer gestrichen. Am Freitag habe ich deshalb bereits angefangen alle Bücher etc zu verräumen. Auch das Aquarium wurde wieder sauber gemacht. Der Kleine sollte für die Ergo eine Geschichte aufschreiben. Dabei nach Regeln vorgehen. Ich war also immer anwesend und auch geistig für ihn da (Bücher schleppen erfordert nicht viel Gehirn).

Doch weit gefehlt. Obwohl er in der Ganztagesklasse auch Hausaufgaben machen muss, zwar nicht viel und meist nur mündlich, war es nun wieder ein besonderer Kampf. Ich habe mich dann dazugesetzt. Auch dann noch hat der Herr jede Arbeit verweigert. Alles schimpfen, betteln und bitten hat nichts geholfen. Bestechungen wurden nicht angenommen. Bis ich ihm dann angedroht habe, dass es für mich kein Problem ist an die Ergo zu schreiben, dass nach einer Stunde ergebnislosen Wartens, er immer noch nicht in der Lage war, den ersten (!) Satz zu formulieren.

Erst als mir dann wirklich der Kragen geplatzt ist und ich ihm gesagt habe, dass er gerne bis Mitternacht daran sitzen kann, ich aber noch andere Dinge zu erledigen hätte, außer ihm eine Stunde lang beim Nichtstun zuzuschauen, erst dann hat er angefangen die Aufgabe zu erledigen und

alle Wörter klein geschrieben.

Er durfte natürlich den Satz wiederholen, denn es soll ja die Rechtschreibung geübt werden.

Er hat dann für die restlichen 5 Sätze noch etwa 15 Minuten gebraucht.

Nun meine Frage, warum.

Warum nur muss er jedes mal wieder testen, wie weit er gehen darf, es hat sich nichts geändert. Auch beim Straßenverkehr ist blindes Überqueren der Straße immer noch gefährlich.

Das zerrt an den Nerven und kostet einfach nur Kraft. Man könnte die Zeit doch auch mit viel schöneren Dingen gemeinsam verbringen und es wäre für alle Beteiligten angenehmer, wenn ich nicht so viel schimpfen müsste. Da wünscht man sich manchmal einfach mehr Geld und Platz um dann sich Hilfe zu holen, wie etwa ein AuPair die kann sich ja dann auch mal die Stunden hinsetzen und dem Kind beim Nichtstun zuschauen.

Abenteuerlust und Freiraum

Unser Psychotherapeut vom Kleinen hat uns geraten ihn viele Abenteuer erleben zu lassen. Dies würde das Selbstbewustsein und noch viel mehr fördern und und und.

Ich mache mir ja schon länger Gedanken über die Erziehung und den Freiraum. Speziell eigentlich im Vergleich zu meiner Kindheit.

Das Maß der Dinge

Unseren Kindern und uns geht es schon verdammt gut.  Doch das will eigentlich keiner wirklich hören. Vor allem mein Großer nicht. Zur Zeit ist er ein richtiger Neidhammel. Okay, das mag normal sein, doch es nervt mich schon.

Das Gras auf der anderen Seite des Zaunes ist immer grüner und man kann ihm nichts recht machen. Da meine ich ihm eine Freude zu machen und als Antwort kommt dann – das ist bei den anderen normal.

1. wir sind nicht andere

2. könnte er doch mal sich auch über kleine Dinge freuen

Ist das zuviel verlangt? Ich glaube nicht, sondern eher fehlt im das richtige Maß. Manchmal würde ich ihm daher gerne einen “Urlaub” gönnen. Und zwar da, wo es den Kindern nicht gut geht. Dort wo der Hunger regiert oder dort wo man Angst haben muss. So eine Woche lang. Danach hat er wahrscheinlich wieder Boden unter den Füssen und weiß auch kleine Dinge zu schätzen.

Das kling zwar jetzt hart und morgen klingelt der Jugenschutz bei mir Doch muss nicht jedes Kind eine Wii und ein Handy und einen Computer und einen Gameboy mit monatlich neuen Spielen und und und haben. Das alles ist nicht lebensnotwendig. Und ich bin auch keine absolute Rabenmutter, wenn ich manche Sachen verbiete oder beschränke. Denn der Gameboy muss nicht jeden Tag mindestens 3 Stunden laufen, damit er nicht kaputt geht und der Große muss nicht unbedingt die Tafel Schokolade vor dem Abendessen haben.

Und trotzdem müssen die Hausaufgaben vor dem Vergnügen erledigt werden und zwar sauber und ordentlich und nein, es ist nicht verboten, Hausaufgaben noch ein 2. mal zu machen, wenn die erste Version zu unordentlich und fehlerhaft ist. Das ist wirklich nicht verboten und ganz sicher wird der Lehrer deswegen auch nicht schimpfen (wie mir schon angedroht)

Armer Hund

Die Kinder haben uns hoch und heilig versprochen, während den Ferien mit den Hund regelmäßig Gassi zu gehen.

Anscheinend ist regelmäßig eine Auslegungssache. Ich bin von etwa 2 bis 3 mal am Tag ausgegangen, sie eher von 2 bis 3 mal in der Woche. Gestern wäre es nun wieder so weit gewesen. Doch bis Mittag hat der Hund noch keine Pfote vor die Türe gesetzt, obwohl immer wieder ermahnt wurde.  Die Ausreden von gelangweilt bis fantasievoll.

Soll ich mich jetzt dem armen Tier erbarmen oder sollen die Kinder ihre Pflichten erfüllen? Ich bin hin und hergerissen. Zwischen Erziehung zu Verantwortung (notfalls aussitzen – bis sie es machen) und Mitleid mit dem Hund. Doch wenn ich ihn jetzt in den Garten lasse – dann ist zwar der Hund erleichtert, aber die dringende Notwendigkeit der Gassirunde auch erledigt.

Also doch wieder bitten und betteln, dass sie endlich mit dem Hund gehen möchten. Doch dann kommen sie sich wieder wie die Wohltäter des Hundes vor.

Mist – keine Lösung in Sicht, nur die Erkenntnis, dass die Kinder immer irgendwie gewonnen haben. Und ich immer irgendwie verloren habe und Streß und Arbeit hatte.

gemeine Mama- oder psychologische Erziehung

Unser Kleiner ist ja kein Gemüsefan. Eher das Gegenteil und man braucht schon eine gewisse Kreativität um etwas Vitamine in den Kinderbauch zu bekommen.

Doch nun werde ich langsam gemein und es gibt bei uns Zuhause jetzt nur noch gemüsebetonte Gerichte.

Warum?

Ganz einfach als “Strafe”. Der Kleine will einfach nicht gehorchen bzw. hat etwas “unabsichtlich” verloren, oder besser gesagt sicherheitshalber versteckt. Der Verdacht hierzu liegt nahe, da er gerne mal unangenehme Hefteinträge oder Lehreraufforderungen gut verräumt. Meist sind wir ihm ja drauf gekommen, doch oft nur durch Zufall oder weil wir alle zusammen das Heft gesucht haben – nachdem der Lehrer uns darauf angesprochen hat.

Nun ist wieder ein Heft weg und er scheint so ganz glücklich darüber zu sein.

Doch ich mag nicht mehr!!!!!!!

So habe ich den Spieß umgedreht. Ich koche so lange nur noch Gemüse, bis das Heft wieder da ist oder die Sommerferien begonnen haben.

Mir macht das nichts aus, dem Großen auch nicht – denn dem könnte ich ja Mittags auch was anderes geben und mein Mann….

der war schon etwas entsetzt, doch der isst Mittags auch woanders und er könnte ja mal mitsuchen .

Zudem sind Gemüsegerichte oft kalorienärmer……

Konsequenz

Gestern habe ich mir ja Gedanken über gesunde Ernährung gemacht. Grau ist alle Theorie und das Wissen über die Ernährung ist gut in meinem Gehirn verankert, genauso wie das Wissen über die richtige Erziehung und wie man Ordnung hält und und und.

Doch was bringt mir das Wissen also die graue Theorie, wenn ich in meinem bunten Alltag dieses Wissen nicht konsequent einsetzen kann?

Zum einen halten sich die Kinder selten an Erziehungsvorschriften. Sie haben ihren eigenen Kopf und was der Herr kinderlose Superwissenschaftler in der Kindererziehungstheorie so toll findet – ignorieren meine Kids einfach. Also doch wieder Versuchskind 1 gegen Versuchskind 2. Mal schauen, welche Methode bei welchem Kind anschlagen könnte…..

Oder: Mjami, lecker, Mango. Bäh was soll ich da jetzt mit dem Apfel. Mango ist doch auch gesund, oder? Doch hat sie eine lange Anreise, ist unreif geerntet worden, ziehmlich klimaschädlich – aber wenn 2 Personen sabbernd vor dem Mangoregal stehen – Naja hauptsache die Kinder essen Obst.

Mist schon wieder nicht konsequent gewesen. Oder? Würden sie denn den Apfel essen? Wohl eher nicht oder doch? Meine verwöhnte Bagage würde wahrscheinlich schon den Apfel essen, wenn es keine Auswahl gäbe, doch die gibt es aber.

Da ist es schon schwer, ständig konsequent zu sein, wenn einen doch das gelüstet.

Auch ist diese doofe Konsequenz meist bei mir das eigentliche Problem beim Abnehmen. Ja ich weiß genau was ich essen darf und wieviel – doch

doch wenn mein Mann Kaiserschmarrn macht ….. ja dann gibt es nur eine Konsequenz:

Teller raus und bitte ich auch!!!!

Ja eigentlich dreht sich  in meinem Leben viel um Konsequenz. Nicht nur in der Ernährung und in der Erziehung, sondern auch in der Arbeit (ich arbeite jeden Tag konsequent mein Pensum ab, da bin ich echt brav) und auch im Sport (auch brav bin :-)  ).

Wenn dann die Konsequenz vorhanden ist, kann man oft gute Erfolge erzielen. Wenn diese dann fehlt, dann läuft es auch oft nicht so rund.  Doch ist es absolut anstrengend und schwer konsequent zu sein und man hat nicht immer und ständig die Kraft sich durchzusetzen denn

Konsequenz ist anstrengend

führt aber oft zum Ziel.