August 20 2016

kleine extravagante Rundreise Teil II

zuletzt war ich ja in Colmar bzw. unserem Ziel Eguisheim stehen geblieben. Da der Campingplatz in Colmar nicht die besten Bewertungen aufweist, haben wir nach einem Campingplatz in der Nähe gesucht. Aufgrund einer Bewertung, das Eguisheim so schön sein solle, haben wir beschlossen den dortigen Campingplatz zu nutzen.

Ich muss sagen, wir haben es nicht bereut. Die Fahrt dahin war eher nervig, da wir hinter einem Schwertransporter festhingen. Als wir in Eguisheim angekommen sind, fielen uns vor allem zu erst die vielen Weinberge auf. Auch in dem kleinen Städtchen reiht sich ein Winzer an den anderen. Der Campingplatz war schnell gefunden und wir haben einen schönen Platz bekommen.

Neugierig haben wir schnell Eguisheim besucht und waren echt beeindruckt. Eine alte kleine mittelalterliche Stadt, die in zwei Kreisen gebaut wurde. Alles mit kleinen und wunderschön hergerichteten Fachwerkhäusern. Zwar einiges an Tourismus, aber nicht so, dass man zertreten wird. Leider war es recht schwer etwas zu essen zu bekommen. Wir waren etwas später dran und die Gaststätten alle sehr gut besucht. Jedoch konnten wir noch einen schönen Platz ergattern und mein Mann hat einen echt leckeren original Flammkuchen genossen. Für mich als Allergiker gab es nur Pommes und Salat. Dafür haben wir uns gleich einen leckeren Wein gegönnt.

Zufällig war am Abend Weinprobe mit einem örtlichen Winzer. Es waren Vater und Sohn und der Vater hat alles auf Fanzösisch erzählt. Welche Weinsorten angebaut werden, wie diese Weine schmecken, wozu sie getrunken werden und noch vieles mehr, was ich nicht mehr verstanden habe. Wenn ich wisst, dass ich in meiner Schulzeit nie von einer 5 in Französisch weggekommen bin und die Schule nun doch gut 20 Jahre her ist – war ich erstaunt, dass ich in etwa 10% verstanden habe. Der Sohn hat das vom Vater auf Englisch nochmal zusammen gefasst, dabei aber einiges weggelassen. Dennoch habe ich erstaunlich viel lernen können und muss sagen – kauft elsässische Weine. Die meisten sind alles andere als trocken, sondern eher süßlich. Vor allem der Gewürztraminer kann richtig süß werden, nur wenn man ihn trocken ausgebaut kauft, ist die Säure ausgewogen. Das war z.B. etwas was wir gelernt haben und auch kosten durften.

Klar, dass Weine als Mitbringsel eingekauft wurden. Am nächsten Tag haben wir eine kleine Wanderung durch die Weinberge gemacht und sind dabei dem Weinlehrpfad gefolgt. Hier konnten wir nochmal nachlesen, was wir am Vortag vielleicht nicht so ganz verstanden hatten, obwohl die Infos am Abend schon ausführlicher waren. Man merkt, dass diese beiden Männer mit voller Leidenschaft ihren Beruf nachgehen und das schmeckt man auch an den Weinen.

Am nächsten Tag ging es nach Basel. Auch so eine Stadt, bei der wir uns zuerst gefragt haben – was gibt es da zu sehen.

Und Colmar? Haben wir ausgelassen. Wir waren mit Eguisheim so beschäftigt, da es dort viel zu sehen und erleben gab. So sind dort auch viele Störche beheimatet. Erst habe ich es für einen Witz gehalten, als ein paar Fütterungsinfos zu den Störchen am Campingplatz hing. Wie etwa, dass sie nur Fleisch und Fisch fressen und kein Obst etc.

Doch als dann in aller Seelenruhe ein Storch auf dem Campingplatz eine Inspektionsrunde gedreht hat und sich von Menschen nicht beeindrucken lies – das war doch ein Erlebnis. Hier sind Störche ja sehr selten und ich war erstaunt, wie groß das Vieh ist.

Demnächst schreibe ich dann über die letzen drei Tage und welches neue Hobby wir entdeckt haben. 

 

August 18 2016

kleine extravagante Rundreise I

Dieses Jahr ist es komisch, alle wollen in den Süden und entsprechend voll sind die Autobahnen. Uns hingegen hat es in den Westen gezogen. Zu Städten, bei denen wir uns im Vorfeld gefragt haben: „Was gibt es da zu sehen?“

Angefangen haben wir in Ulm. Eine wirklich sehenswerte Stadt, bei der uns vor allem das Fischerviertel und vor allem das Münster sehr gut gefallen haben. Vor allem geht in das Münster rein, denn innen waren große Handwerker und Künstler am Werk. Selten so eine tolle Kirche innen gesehen. Abends haben wir im Fischerviertel bei der „Forelle“ gespeist, leckere Hausmannskost zu guten Preisen in einem gemütlichen Flair.

Nach einem Tag ging es weiter nach Straßburg. Der ursprünglich ausgesuchte Campingplatz in Straßburg war leider ausgebucht, so sind wir in Kehl gelandet. Ein sehr gepflegter Platz, wenn auch etwas altmodisch in der Ausstattung und in den Ansichten. Dennoch konnten wir einen schönen kurzen Aufenthalt genießen und es ging ein Bus direkt von Kehl nach Straßburg, für 6,80€ für 2 Personen. War gut ausgegeben, denn mit dem Auto hätten wir sicher keinen Spaß bei den vielen Baustellen gehabt und auch keinen guten Parkplatz für weniger Geld gefunden. Straßburg ist schön, aber viele, viele Touristen. Leider echt überlaufen und vor allem wirklich der Altstadtkern beeindruckend. Vor allem hat uns die Kathedrale von außen staunen lassen. Man steht davor und sagt nur Boah. Auf dem Bild seht ihr noch ein wunderschönes Haus daneben. Die Kathedrale in Strassburg ist auf jeden Fall sehenswert, auch von innen, jedoch nicht so künstlerisch hochwertig wie in Ulm. Dennoch – Strassburg ist eine Reise wert, nur sehen das viele andere Leute auch so und so war unser Aufenthalt relativ kurz, da es für uns zu Tourimäßig war. Auch die Preise sind dort beeindruckend, so dass wir lieber woanders zu Abend gegessen haben. Das Wetter war wunderschön, so dass wir dann in Kehl gemütlich am Rhein spazieren gegangen sind.

Bis zu diesen Tagen hatten wir auch total Glück mit dem Wetter. Während unser heimgebliebener Sohn von Regen berichtet hat, haben wir das trockene und teils sonnige Wetter genossen.

Am nächsten Tag sollte es weiter gehen zu dem Campingplatz Trois Chateaux etwas unterhalb von Colmar in Frankreich gelegen. Uns interessierte Colmar schon, aber wir haben auch gehört, dass Eguisheim, wo der Campingplatz liegt, sehenswert sein soll. Darüber werde ich dann das nächste Mal berichten.

August 5 2016

Urlaub – Pause und Regen

Heute schüttet es wie aus Eimern. Leider musste ich dennoch raus, um meinen Sohn nach München zum Bus zu bringen. Ich kann sagen, Autobahnfahrt im Nebel mit Starkregen ist kein Vergnügen.

Dennoch sind wir Wohlbehalten wieder angekommen, also ich, denn er ist ja im Bus nun auf den Weg nach England.

Ich habe ab heute auch Urlaub und aufgrund des Wetters kommt keine wirkliche Urlaubsstimmung auf. Ich bin gespannt, wie sich das Wetter die nächsten Tage entwickelt, denn eigentlich war geplant, dass wir mit dem Zelt unterwegs sein werden. Aber bei Regen macht das keinen Spaß und wir werden uns Ausweichmöglichkeiten dann überlegen müssen.

Vorteil – es wird ein sehr spontaner Urlaub werden, bei dem wir heute nicht wissen, wohin und was. Eine ganz neue Erfahrung und wahrscheinlich keine schlechte, sich einfach mal treiben zu lassen und nichts voraus zu planen.

Daher wird es nun auch in den nächsten Wochen hier sehr ruhig werden. Ich wünsche Euch schönen Urlaub und uns allen trockenes Wetter!

August 3 2016

10 Gründe Warum ich gerne Mutter von Teenagern bin

Meine Kinder sind Teenager – ich glaube, das kann man bei einem 17 und 15jährigen sagen. Beide sind normale Teenager mit Ausrastern, Faulheit, Computer- bzw. Handysucht und Spülmaschinen-Phobie. Beide sind auch rebellisch – wie es sich auch gehört, in diesem Alter.

Dennoch empfinde ich das Alter als sehr angenehm – sie sind :

  1. selbständig
  2. müssen nicht dauerhaft bespaßt werden – sondern wollen eher ihre Ruhe haben
  3. Erledigen Aufgaben meist so, wie man es sich wünscht, auch wenn eine entsprechende Erinnerung regelmäßig nötig ist
  4. Übernehmen Verantwortung
  5. Wollen die Eltern nicht immer dabei haben, sondern sind froh, wenn diese alleine in den Urlaub fahren
  6. Organisieren sich oft die Transportmöglichkeiten selbst
  7. kümmern sich selbst um ihr Zeug – da man als Eltern sowieso immer das falsche kauft
  8. Sie lassen einen auschlafen – Wer kleine Kinder hat – weiß das zu schätzen
  9. ab und an haben sie einen Rappel und machen sogar was im Haushalt (immer dann, wenn ihre Bedürfnisse nach z.B. gebügelter Wäsche oder Kuchen nicht erfüllt werden, werden sie selbst aktiv)
  10. Brauchen keine Begleitung zu Schulen oder ähnlichem – die Elternabende reduzieren sich drastisch :-)

Die 10 Punkte fielen mir recht leicht, in der Arbeit habe ich nämlich Kontakt zu einem Dreijährigen (bitte nicht mehr – sie sind anstrengend!) und zu einer 9-jährigen (schon besser, dennoch war die Grundschulzeit bei uns ein Grauen).

Nee, da sind mir Teenager schon viel lieber.

Juli 29 2016

Ferienbeginn Bayern

Lange hat es gedauert, bis auch bei uns die Ferien begonnen haben. Jedoch ist es auch heute endlich soweit. Bei uns hat dies leider nicht unbedingt nun etwas mit Ruhe und Beschaulichkeit zu tun, sondern meine Kids haben schon konkrete Pläne und Aufgaben.

So muss der Große heute Arbeiten und geht danach zu einer Schaumparty. Morgen ist er auch Nachmittags bis Abends mit seinen Kumpels verabredet und am Montag möchte er in die Berge auf eine Hütte gehen und kommt erst am Dienstag zurück

Der Kleine kommt heute aus dem Internat und da ist erst mal Wäsche waschen und Auf- und Ausräumen angesagt. Am Montag hat er einen Termin in München,  zu dem ihn zum Glück mein Mann begleitet. Am Freitag geht es für Ihn schon in den Urlaub. 2 Wochen England Sprachreise.

Das Bedeutet für mich, dass ich auch bereits am Freitag frei habe, denn dann bin ich der Taxidienst ;-)

Zu Guter letzt haben wir noch einen neuen kleinen Mitbewohner. Diese kleine Mietze ist gestern bei uns eingezogen und hat heute bereits nur Unsinn im Kopf. Unser alter Kater kann darüber nur müde lächeln und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Dennoch gehen wir morgen gleich mit der Kleinen zum Tierarzt, durchchecken und Impfen, damit, falls was ist, noch ein Tierarztbesuch ohne Probleme möglich ist, denn am 8. August gehe ich erst zum Zahnarzt und dann geht es für meinen Mann und mich gleich in den Urlaub. Die beiden Mietzen sind dann in den Händen meines Großen.

Erholung, Entspannung und Relaxen ist also in der ersten Woche nicht geplant ;-) Dafür Spaß, Spannung und Spiel und die Kleine bringt uns dauernd zum Lachen