Berufsfindungsphase

Tapferer HundMeine beiden Kinder sind in der gleichen Situation, durch die wir alle bereits durch mussten.

WELCHEN BERUF WÄHLE ICH?

Gar nicht so leicht. Der Jüngere hatte sich die Zeit genommen und hat viele Praktikas absolviert. Das war gut, denn so konnte er in verschiedene Bereiche reinschnuppern. Er hatte Glück, dass dies zum einen von der Schule gefördert wurde, aber er hat auch einiges von seiner Ferienzeit für diese Möglichkeit geopfert. 

So konnte er handwerkliche Berufe genauso testen, wie soziale Berufe. Trotzdem war es sehr schwer eine Entscheidung zu treffen und erst der Informationsabend von der Ergo-Schule hat den letzten Kick zur Entscheidung gegeben. Er hat sich dort beworben und wurde wohl angenommen. Wir warten noch auf den Vertrag.

Der Ältere meiner Söhne hingegen tut sich sehr schwer bei der Berufsfindung. Erst wollte er ein duales Studium absolvieren, aber die Angebote, die er hatte, waren schon sehr strange. Er bezweifelt selbst, dass er es so durchhalten würde.

Nun überlegt er Studium – aber nur welches? Die Auswahl scheint einfach viel zu groß. Ggfs. eine Ausbildung voran schieben – aber auch hier fehlt sowohl die Richtung, Branche oder überhaupt die Frage – welchen Beruf.

Die Zeit wird allmählich knapp und neben den Prüfungsvorbereitungen steht jetzt auch noch zusätzlich die Frage nach der Zukunft an.

Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Wie war es denn bei uns?

Ehrlich – ich wusste es auch nicht. Allerdings habe ich auf Ideen und Vorschläge aus meinem Umfeld gehört und habe halt einfach was gemacht. Wer bleibt denn schon ewig in seinem erlernten Beruf? Und wenn ich mir meinen erlernten Beruf anschaue, hat sich dieser in den letzten 20 Jahren doch auch sehr gewandelt. Trotzdem mache ich nun was ganz anderes und bin auch sehr glücklich damit.

Wenn ich mir meine Kinder heute anschaue und mit meiner schulischen Laufbahn vergleiche, scheinen beide zumindest das Glück zu haben, dass sie auf den richtigen Schulen gelandet sind, die auch ihren Talenten sehr gut entsprechen. Der Jüngere ist auf dem Kunstzweig – was ihm sehr liegt und er Ältere ist auf dem Naturwissenschaftlichen Zweig was auch seinen Talenten entspricht. Ich hingegen war zuerst auf dem sozialen Zweig (was ich so gar nicht bin) und bin in der FOS auf den Wirtschaftszweig gewechselt, was mir schon viel eher liegt. Damals hatte ich die Wahl zwischen technischen Zweig oder Wirtschaft. Beides entspricht meinen Talenten, doch im Nachhinein, glaube ich, dass mir der technische Zweig wahrscheinlich noch einen Ticken besser getaugt hätte. Aber auch so war es gut, dass ich den Zweig gewechselt habe, denn der soziale Zweig war eindeutig nicht ideal für mich.

Bereits also bei der Schulwahl legt man also einen Grundstock, in welche Richtung man sich später beruflich entwickeln kann und ich bin genau da gelandet – erst Wirtschaft – als Versicherungskauffrau und später technisch im Support eines Softwareherstellers.

Und wer sich jetzt fragt – was Kunst mit Ergotherapie zu tun hat – der sollte sich die Ausbildungsinhalte einmal genauer anschauen – da finden sich neben Anatomie auch viele Bereiche der Kunst wieder.

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