Was war das mit der Toleranz?

Puh es ist schon Mitte September und mir wird immer mehr klar, wie die Zeit vergeht. Und ups, da war doch was? Ja August, mein Monat mit mehr Toleranz.

Tja, und in diesem Bereich konnte ich mich wirklich üben. Denn unser August war mal wieder sehr sehr turbulent. Nicht nur, weil Ferien waren und meine Kinder recht lebhaft sind. Nee, deswegen nicht. Sondern wir haben auch viel unternommen, viel spontan unternommen und auch vieles spontan umgekrempelt. So mussten wir auf eine Beerdigung (da wurde meine Gelassenheit und Toleranz stark auf die Probe gestellt), waren auf Flohmärkten, im Ikea, auf Campingplätzen und beim Baden.

Oh ja – manchmal da nichts zu sagen viel mir schon schwer. Was mir aber gerade zum Ende hin aufgefallen ist. Ich vergleiche nicht mehr so viel wie früher. Früher habe ich beim Baden wirklich hinterhergeschaut „Boah was hat die für einen Hintern!“ oder „Wow eine schöne Figur – Neid!“ Das war diesmal nicht mehr so der Fall. Das war mir eigentlich egal, wichtiger ist, ob ich mich in meiner Haut wohl fühle oder nicht.

Auch auf Flohmärkten oder Menschenmengen ärgere ich mich nicht mehr über Leute, die einfach im Weg stehen. Notfalls sage ich was oder wenn darauf nicht reagiert wird, suche ich mir meinen Weg drumrum oder notfalls zwischendurch. Sprich ich schiebe schon mal dezent an.

So geht es mir besser.

Das Negative ist weggefallen und gerade bei der Beerdigung habe ich mich der Toleranz geübt. Auch wenn ich mich selbst darüber im engen Kreis ganz schön über manches mokiert habe, gut, aber das ist meine Meinung und Sorry, wenn jemand mit Worten arbeitet (Pfarrer) sollte er der deutschen Sprache mächtig sein. Zumindest verständlich. Vor allem, wenn man danach in einen Gottesdienst geht, der orthodox und größtenteils auf rumänisch gehalten wird, der dortige Pfarrer (nennt man die auch so?) aber vieles für seine deutschen Gäste erklärt und einige Bereiche auf Deutsch hält, obwohl er rumänisch besser beherrscht. Und dieser Pfarrer behauptet, er könne kein Deutsch aber um Klassen besser spricht, als der Pfarrer, der für die deutsche Gemeinde zuständig ist……

Nun ja, ich weiß, ich habe da hohe Ansprüche, aber in meinem Bekanntenkreis gibt es viele Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die unterschiedlich lange im deutschsprachigen Raum leben und viele davon sprechen echt super Deutsch. Vor allem verständlich.

So habe ich nun meine Grenzen der Toleranz kennen gelernt. Ich erwarte wohl von meinen Mitmenschen, dass sie sich bemühen. Dass sie versuchen ihr bestes zu geben und bei Taufe und Beerdigung auch Namen richtig ausprechen (wusste gar nicht, wie viele Varianten es meines Nachnamens gibt – Beerdigung) und ansonsten – gehe ich meines Weges und komme dem Motto Leben – und Leben lassen immer näher.

Wie ging es Euch eigentlich so – mit mehr Toleranz und weniger schlechten Gedanken.

Ach ja, wie ihr oben seht, kann ich diese nicht ganz abstellen 

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