Erster Bericht über mein neues Toleranz-Verhalten.

Am letzten Freitag war bei uns in der Stadt Nachtflohmarkt. Ohne Schmarrn – Wasserburg ist da voll – ich meine so richtig voll. Normales Durchkommen nicht möglich und es sind echt Menschenmassen da, reichlich.

Also gleich für Toleranz und Gelassenheit – eine Megaherausforderung, da ich ja sowieso nicht immer ganz locker reagiere, wenn Leute einfach stehen bleiben oder egoistisch den Weg versperren.

Aber ich wollte ja lockerer werden und nur das positive sehen.

Und komisch – mit dieser Einstellung bin ich ganz gut durch den Flohmarkt gekommen. Teilweise haben manche Leute etwas blöd geschaut, als ich höflich darum gebeten habe, auch einen Blick auf die Waren zu bekommen. Und wenn sie nicht reagiert haben, hat mich das nicht weiter gestört und ich bin halt dann von der Seite herangeschlichen. Sprich ich habe mir mein Recht genommen. Mich nicht aufgeregt oder so, sondern einfach still leise – genauso egoistisch auf meinen Wunsch bedacht – das genommen, was ich wollte. Vereinzelt wurde wie gesagt, blöd geschaut, eine hat sich bei ihrer Freundin beschwert. Aber sorry, sie stand nur rum beim ratschen, während ihre Freundin geschaut hat- hatte selbst kein Interesse am Stand (hat auch in die andere Richtung geschaut), warum sollte ich da nicht zum Objekt meiner Begierde kommen.

Nachdem ich also höflich, aber bestimmt meinen Weg gegangen bin und mir das schlechte Verhalten der Mitmenschen einfach nur egal war, war es ein sehr entspannter Flohmarktbesuch. Manchmal war es halt einfach eng – na und- ging schon wieder weiter.

Fazit:

Nicht aufregen, höflich bleiben und trotzdem das machen, was man will  – ist für mich ein guter Weg, so lange ich nicht in den Egoismus abtrifte. Dass manche Leute dann blöd schauen, dass sich das Gegenüber nicht mehr alles gefallen lässt – Pech gehabt 

4 thoughts on “Erster Bericht über mein neues Toleranz-Verhalten.

  1. Großes Lob. So ähnlich versuche ich das auch seit einiger Zeit und der Erfolg, entspannteres Erleben gibt mir auch recht.

    Dennoch kann ich nur schwer mit dieser egoistischen Masche alles zuzustellen und bloß nicht einen Milimeter nachgeben beim Einkaufen und Bummeln überhaupt nicht ab.

    Geh mal in Frankfurt über die Zeil. An schlimmen Tagen werden da sogar kleine Kinder rumgeschubst. Da stehe ich schon manchmal kurz davor, dem einen oder anderen einen körperlichen Verweis zu erteilen. ;-)

    LG
    Manni

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