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Wie viel Social Media

Nahtlos an meinen gestrigen Beitrag zu den Hyperlinks und der anfänglichen Diskussion schließt der heutige Webmasterfriday an.

Wie viel Social Media braucht ein Blog?

Unter Social Media versteht man so Plattformen wie Twitter, Facebook und Youtube. Diese Dienste bieten sich wunderbar an, seinen eigenen Blog zu promoten und ein paar Leute aufmerksam zu machen. Vor allem wird hier die Verbreitung sehr einfach gemacht, da oft nur ein Button angeklickt wurde und schon hat sich der Artikel, Tweet, und Video ganz schnell verbreitet. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich alle Dienste super einfach im Blog integrieren lassen und auch Automatisierungen zulassen. So wird zum Beispiel jeder Artikel von mir auch automatisch in Twitter  gepostet.

An sich also eine wunderbare Sache. Doch wo so viel Licht ist leider auch Schatten da. Die Pflege des Social Media verschlingt unheimlich viel Zeit.  Und ob es wirklich viel bringt?

Das Beste wird wohl sein, ich schreibe zu den 3 großen Diensten jeweils ein paar Sätze der Vor- und vor allem der Nachteile.

Twitter

Ein Dienst der viel Zeit verschlingen kann, doch kann man durch geschickte Auswahl der Tweets die man wirklich lesen möchte und durch Automatisierungen hier den Aufwand in Grenzen halten. Dadurch, dass auch nur 140 Zeichen verwendet werden dürfen, können auch die Tweets relativ gut überflogen werden. Leider gibt es immer noch einige Kandidaten die unter Brechdurchfall bei den Tweets leiden. Was interessiert es mich, ob sie jetzt den 3. oder 4. Kaffee trinken. Andererseits gibt es auch viele Twitterer, die wirklich wissenwertes und gute Links posten. Also am besten auch die gut auswählen, denen man folgen möchte. Desweiteren dürfen nicht nur eigene Links gepostet werden, sonder der Akkount muss auch gepflegt werden. Einfach immer wieder mal was schreiben. 140 Zeichen sind ja nicht soo viel.

Facebook

stehe ich absolut mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits so gut und einfach wie Twitter mit einer unheimlich großen Vernetzungsmöglichkeit. Zudem noch viele weitere Möglichkeiten und Ergänzungen zum social Network. Doch andererseits ein Dienst, der immer mehr in Kritik wegen dem Datenschutz gerät. Hier muss man also gut abwägen, ob man den Hype mitmacht oder nicht. Besser gesagt, ob man es sich leisten kann, außen vor zu bleiben. Hier habe ich beschlossen, ist es ein Hobbyprojekt, das bei Facebook größtenteils außen vor bleibt.

Jetzt wollt ihr sicher wissen, was mich hier so verschreckt? Also ich arbeite mit mehreren Browsern. z.B. Firefox und Opera. Ich bin in Opera bei Facebook eingeloggt und bin nun mit dem Firefox im Netz unterwegs. Wenn ich hier nun eine Seite betrete, die den Facebook-Button eingebaut habe, wird sofort bei Facebook registriert, dass ich auf dieser Seite bin. Wohl gemerkt, ich habe den „Gefällt mir Button“ weder berührt noch gedrückt.

Ich finde dieses erschreckend, was da an Daten über mich gesammelt wird, sogar Browserübergreifend.  Bei Amazon etwa funktioniert die Trennung ganz gut. Mein Mann hat einen Account bei Amazon und ich. Wenn ich in seinen Account rein will nutze ich Firefox und werde als er erkannt und wenn ich in meinen Account rein will, werde im im Opera gleich als Mella identifiziert.  Also technische Ausrede gilt nicht.

Woher ich das alles weiß? Schaut mal bei der Websiteboosting rein. Der Artikel von Prof. Mario Fischer hat mich hier schon ein wenig aufgerüttelt.

Youtube

eine tolle Sache seine Videos ins Netz zu stellen und auch in den eigenen Blog einzubinden. Wenn die lange Raufladezeit nicht wäre. Trotzdem ein guter Weg seine Videos zu vermarkten. Vor allem wenn man sich hier Mühe gibt. Ich weiß, unsere Videos könnte man noch viel besser an Trampelpfade binden und es gibt hier auch einige Möglichkeiten. Doch ich finde es im Moment sogar sehr angenehm, einerseits hier die Videos zu zeigen, aber andererseits doch unseren Kanal in Youtube von den Videos zu trennen. Das hat auch indirekt was mit Datenschutz zu tun. Und zwar bei den Kindern.

Da meine Kinder hier die Videos drehen und diese natürlich ihren Freunden, Lehrern und anderen Personen zeigen, wäre es für mich eher unangenehm, wenn dieser Personenkreis auch hier landet.

Doch wenn eine Verbindung gewünscht wird – auch ganz leicht herstellbar.

Noch ein Vorteil. Ein Video braucht ziehmlich viel Speicherplatz. Ihr müsst mit dem Speicher bei Eurem Hoster ein wenig Haushalten. Wenn das Video bei YouTube liegt – kein Problem für Euch.

Im übrigen sehe ich Videos immer mehr im kommen. Vor allem wenn es keine so „Ach schau mal der is hingefallen“ -Videos sind. Der Trend kann viel bringen.

Fazit:

Social Media kann viel bringen, aber auch viel Zeit kosten. Auch muss man ein wenig mit Datenschutz vorsichtig sein, bzw. sehr sensibel. Ich möchte deshalb auch meine Kinder schützen, indem sie hier im Netz normal einen anderen Namen tragen und später nicht von irgendwelchen Bossen gegoogelt werden können.

Auch muss man der Typ dafür sein. Wenn jemand von Haus aus sehr kommunikativ ist und auch extrovertiert, dann ist Social Media für den eine genialer Vertriebsweg.

Für alle schüchternen unter uns – ist es eindeutig härter und man muss sich überlegen wie und ob man die Dienste nutzt, bzw. Nutzen muss.


8 Gedanken zu „Wie viel Social Media

  1. Eine gute Zusammenfassung. Die Datenschutzproblematik ist gerade im Fall Facebook natürlich nicht von der Hand zu weisen. Da wirkt Google teilweise harmlos gegen :D Allerdings kann man da viel umgehen, indem man zB. bei Facebook nicht seinen richtigen Namen angibt, sondern ein Pseudonym, welches bestenfalls eine Verbindung zum Namen des Blogs hat. So wissen Fans des Blogs sofort Bescheid, um wen es sich handelt, der neugierige Chef, der hingegen nur den echten Namen durch die Suchen jagt, wird niemanden so einfach finden… es sei denn, man ist vielleicht mit Kollegen befreundet, die unter realem Namen unterwegs sind.

    Generell sollte man in sozialen Netzwerken darauf achten, welche Informationen man von sich preisgibt. Man kann auch gut in solchen Netzwerken unterwegs sein, ohne zwangsläufig virtuell die „Hosen herunter zu lassen“ ;) So hatte ich beispielsweise noch nie das Bedürfnis, anderen mitzuteilen, dass ich gerade in diesem Moment an Ort XY bin, mein Stuhlgang heute morgen eine bestimmte Konsistenz hatte oder der Chef irgendwelchen Mist fabriziert hat. Dennoch finden sich noch genug Themen, über die man sich auch öffentlich austauschen kann.

    Meine Faustregel: was ich auf einer Party auch einem Fremden erzählen würde, kann ich problemlos auch in sozialen Netzwerken kommunizieren. Dinge, die ich nur guten Freunden, womöglich sogar nur hinter vorgehaltener Hand mitteilen würde, hat in der Öffentlichkeit des WWW einfach nichts zu suchen.

    1. Danke für das Lob.
      Das ganze mit dem Social Media ist absolut eine Gradwanderung. Ich habe in meinem Bekanntenkreis Erwachsene Menschen, die offen ihre Partyfotos posten. Und mit Erwachsen meine ich 40+. Da wird mir echt anders.
      Bei Facebook hat mich eher verschreckt, dass die Daten sammeln ohne das ich es bewußt steuern kann, außer ich logge mich immer aus.
      Doch beim Selbstversuch:
      ausgeloggt
      gefällt mir gedrückt
      Passwort wurde NICHT abgefragt. Trotzdem Account zugeordnet

      Da frage ich mich schon …..

  2. also in verbindung mit meinem blog benutze ich nur twitter.
    facebook lasse ich außen vor, aber wenn sich einer anstrengt dann findet er wohlmöglich trotzdem mein profil ;)

    youtube-videos lassen sich wunderbar mit dem html-code einbetten, welcher ja großzügiger weise bereitgestellt wird :)

    wenn ich manche tweets lese dann denke ich mir auch „wer will das wissen??“ aber um einen neuen post in den umlauf zu bringen, bei leuten die vielleicht nicht so regelmässig auf dem blog vorbeischauen ist das ganz gut. :)

    was ich witzig finde, die follower richten sich meißt nach den eigenen tweets und wenn man mal schreibt „suche ein schnäppchen“ dann hat man sofort „ebay“, „schnäppchenwolf“ oder „henriette spart fleißig“ am hintern… mittlerweile habe ich „nur“ noch 14 follower, die meißten sind wohl wieder abgesprungen weil mich deren tweets nicht genug interessieren um ihnen zu folgen.

    :)

    1. Ja, das mit den Followern ist auch so eine Sache. Wenn man nur die eigenen Posts bloggt, sind dann schon viele wieder weg.
      Ich weiß allerdings auch nicht immer was genau ich schreiben soll. Dafür habe ich ja hier den Blog.
      Doch was ich vermehrt nutze – wenn ein fremder Post gut ist, dass ich den weitertwittere

  3. Darf man nicht so pauschalisieren. Social Media für einen Blog zu nutzen ist ja Social Media Marketing für Social Media Marketing. ;) Wer einen Shop oder ein nicht Blog-basiertes Konzept betreibt, kommt m Social Media nicht mehr drum herum. Die Vorteile reichen von gesenkten CPAs bis hin zu echten, optimierbaren Conversionrates. Das Ganze ist zwar schwerer zu berechnen, als andere Online Marketing Aktionen, aber immernoch quantifizierbar.

    1. Social Media darf nie unterschätzt werden, doch gerade bei Blogs ist es oft ein Eiertanz was und wieviel sinnvoll ist. Zuviel kann schnell nerven, zu wenig ist aber auch nichts

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